Sam Altman sagt, TikTok habe ihn selbst süchtig gemacht. Warum der OpenAI-Chef die App löschte und was das mit Sora zu tun hat.
Eric Lee/Bloomberg via Getty Images
Sam Altman, CEO von OpenAI, erklärte, er habe TikTok verlassen müssen.
Er sagte, er habe begonnen, die beliebte App zu nutzen, als OpenAI gerade dabei war, ein eigenes soziales Netzwerk zu starten.
Letztendlich sei er „süchtig“ geworden und habe erkannt, dass er aufhören müsse, durch den Feed zu scrollen.
Selbst Sam Altman konnte sich dem Reiz von Tiktok offenbar nicht entziehen.
„Ich habe TikTok gelöscht, weil es einfach zu mächtig war“, sagte der OpenAI-Chef kürzlich in einer Folge des Podcasts „Relentless“.
Sam Altman wollte TikTok verstehen und wurde selbst süchtigAltman erklärte, er habe sich bewusst intensiver mit Tiktok beschäftigt, als OpenAI mit Sora eine KI-generierte Social-Media-App entwickelte, die in Teilen an die Kurzvideoplattform erinnerte.
„Ich habe mich dazu gebracht, süchtig nach Tiktok zu werden, weil ich einfach nur lernen wollte“, sagte Altman.
Dabei habe er schnell verstanden, warum der Empfehlungsalgorithmus von Tiktok als einer der wirkungsvollsten seiner Art gilt.
„Ich fand es wirklich großartig“, sagte Altman. Zunächst habe er geglaubt, seine Nutzung problemlos kontrollieren zu können.
Er habe sich eingeredet, TikTok lediglich zehn Minuten vor dem Schlafengehen zu nutzen, um abzuschalten. Doch aus wenigen Minuten sei bald eine Stunde geworden. An einem Samstagnachmittag habe er schließlich etwa drei Stunden auf der Couch verbracht und durch die App gescrollt.
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Altman sagte, ihm sei bewusst gewesen, dass seine Tiktok-Gewohnheit „schlecht für mich“ gewesen sei. Trotzdem habe er die Nutzung in dem Moment „wirklich genossen – wie eine Droge“.
Zunächst gelang es ihm nach eigenen Angaben, die Nutzungsdauer wieder auf fünf bis zehn Minuten pro Abend zu reduzieren. Schließlich entschied er sich jedoch dafür, TikTok vollständig zu löschen.
„Dann dachte ich mir einfach: Es reicht“, sagte Altman.
Auch OpenAI verabschiedete sich nach vergleichsweise kurzer Zeit von seinem eigenen Social-Media-Vorstoß.
Im März kündigte das Unternehmen an, die Sora-App einzustellen und sich stärker auf seine Kerngeschäfte zu konzentrieren. Damit gab OpenAI das Konzept nach rund sechs Monaten wieder auf.
Die App war mit großer Aufmerksamkeit gestartet. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten führte das Projekt unter anderem zu einer bedeutenden Partnerschaft mit Disney.
Für OpenAI erwies sich die KI-gestützte Videogenerierung jedoch offenbar als zu rechenintensiv. Gleichzeitig verschärften Konkurrenten wie Anthropic und andere große Technologiekonzerne den Wettbewerb um generative künstliche Intelligenz.
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Altman sprach über seine TikTok-Erfahrungen im Zusammenhang mit OpenAIs Plänen für eine neue Familie KI-gestützter Geräte.
Die Produkte entstehen in Zusammenarbeit mit dem früheren Apple-Designer Jony Ive. OpenAI will die ersten Geräte nach eigenen Angaben noch vor Jahresende vorstellen.
Altman hatte bereits im November erklärt, die neuen Produkte sollten einen Gegenentwurf zur heutigen Smartphone-Nutzung bieten.
Die Vielzahl an Benachrichtigungen auf Geräten wie dem iPhone lasse deren Nutzung wie einen „Spaziergang über den Times Square“ wirken, sagte der OpenAI-Chef. Ive war maßgeblich an der Entwicklung des iPhone-Designs beteiligt.
ChatGPT soll Nutzer nicht möglichst lange festhaltenOpenAI betont seit Längerem, dass seine Produkte nicht nach denselben Prinzipien funktionieren sollen wie klassische Social-Media-Plattformen.
Im vergangenen August erklärte das Unternehmen, das Ziel von Diensten wie ChatGPT bestehe nicht darin, Nutzer möglichst lange auf der Plattform zu halten.
Statt Verweildauer und Klickzahlen in den Mittelpunkt zu stellen, wolle OpenAI erreichen, dass Nutzer das Produkt wieder verlassen, sobald sie ihre Aufgabe erledigt haben.
Lest den Originalartikel auf Business Insider US.
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