15 von 19 Gegnern sind überzeugt: An Fortuna führt in dieser Drittliga-Saison kein Weg vorbei. Die Rheinländer geben sich selbst zwar demütig – dennoch hat die Konkurrenz sie längst als Maßstab ausgemacht.
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Düsseldorf · 15 von 19 Gegnern sind überzeugt: An Fortuna führt in dieser Drittliga-Saison kein Weg vorbei. Die Rheinländer geben sich selbst zwar demütig – dennoch hat die Konkurrenz sie längst als Maßstab ausgemacht.
Fortuna eröffnet die neue Drittliga-Saison am 7. August ab 19 Uhr beim SV Waldhof Mannheim, der die Vorsaison auf dem zehnten Platz beendete. Die Vorfreude bei den Fans auf die neue Saison steigt stetig, auch für die Verantwortlichen beginnt so langsam die heiße Phase. Wieder einmal stellt sich die Frage: Welche Klubs haben die Trainer für die kommende Saison auf dem Zettel?
Die Düsseldorfer sind nach dem Abstieg sehr demütig und spucken – anders als im Vorjahr – keine großen Töne. „Wir wollen versuchen, im oberen Tabellendrittel dabei zu sein“, sagt Fortuna-Coach Alexander Ende dem „Reviersport“, der auch die Kollegen des 46-Jährigen nach Saisonzielen und Aufstiegsfavoriten befragte. Ende traut indes Hansa Rostock, dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen zu, eine gute Rolle zu spielen. Auf der anderen Seite positionieren sich die anderen Drittligisten klar: 15 der 19 Gegner, also mehr als drei Viertel der Klubs, sehen die Rheinländer hoch im Kurs.
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Sabrina Wittmann ist überzeugt davon, dass die Düsseldorfer „mit Sicherheit eine große Rolle im Aufstiegsrennen spielen“ werden, sagt die Trainerin des FC Ingolstadt. Warum schätzt die 35-Jährige Fortuna so stark ein? Besonders „die Qualität und Erfahrung“ des durch Sportvorstand Samir Arabi neu zusammengestellten Kaders sind laut Wittmann ausschlaggebend dafür, warum den Rot-Weißen solch eine Rolle zugetraut werden kann.
Ähnlich sieht es auch Mersad Selimbegovic. Der Trainer von Alemannia Aachen stellt allerdings klar, dass die Elf von Ende „als Absteiger noch einmal eine andere Kategorie“ ist. „Sie werden nicht viel Anlaufzeit brauchen. Der Kader ist zwar noch nicht komplett, aber man kann jetzt schon sagen, dass er richtig gut und erfahren ist. Am Dauerkartenverkauf sieht man, was das Ziel ist. Alle werden alles geben, um sofort wieder in die Zweite Liga zurückzukehren“, berichtet der 44-Jährige.
Auch Hansa Rostock steht bei den Coaches hoch im Kurs, doch auch die Fortuna wird mehrfach als klarer Aufstiegskandidat genannt. „Ich habe drei Top-Favoriten: Fortuna Düsseldorf: Ein großer Traditionsverein, der alleine durch die eigene Wucht und Power alles daran setzen wird, direkt wieder aufzusteigen“, sagt Orest Shala. Verls neuer Trainer zeigt sich besonders von zwei Faktoren beeindruckt: „Diese Marschroute zeigt sich auch an den Transfers, die sie bereits getätigt haben. 19.000 verkaufte Dauerkarten sprechen auch für den Zusammenhalt zwischen Verein und Fans.“
Fortuna wird von den Drittligisten als Klub mit enormer Strahlkraft wahrgenommen. So beschreibt auch Argirios Giannikis die Rheinländer. „Für mich ist Fortuna Düsseldorf der Aufstiegskandidat Nummer eins. Sie sind Absteiger aus der Zweiten Liga und nun der größte Klub in der Dritten Liga. Aus diesem Grund verfügen sie im Vergleich mit der Liga-Konkurrenz auch über enorme Mittel und sind maximal ambitioniert“, sagte der Trainer des 1. FC Saarbrücken. Auch Mit-Absteiger Preußen Münster sieht die Rot-Weißen gut aufgestellt. Thomas Wörle rechnet fest mit Rostock, Essen und Fortuna. „Das sind drei sehr ambitionierte Vereine, die aufgrund ihrer strukturellen Voraussetzungen und ihrer Kaderzusammenstellung zum Favoritenkreis zu zählen sind“, sagt der Preußen-Coach, der sich mit dem Großteil seiner Amtskollegen in Liga drei einig ist. Denn die Botschaft der Liga ist eindeutig: Fortuna ist für viele Ende-Kollegen das Maß aller Dinge – unabhängig davon, ob die Düsseldorfer das selbst so sehen oder nicht.