Das West-Nil-Virus hat Rom erreicht: Das Spallanzani-Institut meldet die ersten beiden Fälle. Die Behörden verstärken nun die Schädlingsbekämpfung.
Stand: 31.07.2026, 08:54 Uhr

Das West-Nil-Virus hat Rom erreicht: Das Spallanzani-Institut meldet die ersten beiden Fälle. Die Behörden verstärken nun die Schädlingsbekämpfung.
Das West-Nil-Virus ist nun auch in Rom nachgewiesen worden. Nach den ersten Infektionen in der Provinz Latina Anfang Juli 2026 bestätigt das jüngste Bulletin des Spallanzani-Instituts und der Region Latium vom gestrigen Donnerstag (30. Juli 2026) die ersten beiden Ansteckungen in der Hauptstadt. Beide Fälle traten im Zuständigkeitsgebiet der Gesundheitsbehörde ASL Roma 3 auf. Die Betroffenen werden im Zentrum für Infektionskrankheiten stationär behandelt. Sie haben sich direkt in der Region angesteckt; ein Zusammenhang mit Auslandsreisen besteht nicht. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in Latium auf 13 – elf mehr als im vorherigen offiziellen Bericht.
Content-PartnerschaftDieser Artikel von Redazione Roma entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Die beiden römischen Fälle wurden im Gebiet der ASL Roma 3 identifiziert. Diese Sanitätszone umfasst die Stadtbezirke X, XI und XII sowie die Gemeinde Fiumicino. Parallel zur Überwachung der Bevölkerung läuft die veterinärmedizinische und entomologische Kontrolle weiter. Bei einer von 77 untersuchten Mückenproben (Pools) sowie bei einem Wildvogel und einem Pferd wiesen Experten das Virus nach. Aufgrund der nachgewiesenen Viruszirkulation hat die Region Latium die Präventionsmaßnahmen verstärkt. Sie übermittelte operative Hinweise an Krankenhäuser, Hausärzte, Kinderärzte, Notaufnahmen und Veterinärdienste.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehört vor allem der Beginn gezielter Eindämmungsmaßnahmen gegen die Mückenart Culex pipiens, den Hauptüberträger des Virus. Die Gesundheitsbehörden koordinieren die Schädlingsbekämpfung in einem Umkreis von 200 Metern um vermutete Infektionsherde. Zudem fordert die Region die Kommunen auf, Gullys, Abläufe, Brunnen und Kanäle regelmäßig gegen Larven zu behandeln. Dies gilt auch für Rand- und Landwirtschaftsflächen, da Stechmücken dort besonders gute Brutbedingungen vorfinden.
Wie sich das West-Nil-Virus überträgtDas West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Die Insekten nehmen den Erreger auf, wenn sie infizierte Wildvögel stechen, die als natürliches Reservoir des Virus dienen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. In seltenen Fällen erfolgte eine Ansteckung durch Bluttransfusionen, Organtransplantationen oder während der Schwangerschaft von der Mutter auf den Fötus. Das Virus kann auch andere Säugetiere infizieren, insbesondere Pferde.