Sitzen Sie gerade im fernen Deutschland und träumen sich auf die Insel? Oder sind sie schon hier, voller Tatendrang, und wissen nicht, welche Sehenswürdigkeiten auf Mallorca sich wirklich lohnen? In beiden Fällen ist ein Besuch der Internetseite mallorcadigitalizada.com empfehlenswert. Denn hier werden Hotspots der Insel digital greifbar.
Sitzen Sie gerade im fernen Deutschland und träumen sich auf die Insel? Oder sind sie schon hier, voller Tatendrang, und wissen nicht, welche Sehenswürdigkeiten auf Mallorca sich wirklich lohnen? In beiden Fällen ist ein Besuch der Internetseite mallorcadigitalizada.com empfehlenswert. Denn hier werden Hotspots der Insel digital greifbar.
In Auftrag gegeben hat die neue Website, die seit Mitte Juli allen Nutzern kostenlos zur Verfügung steht, der Inselrat von Mallorca. 600.000 Euro nahm die Institution in die Hand, um Einwohnern und Besuchern 50 verschiedene Sehenswürdigkeiten der Insel virtuell näherzubringen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Intuitiv und interaktiv
Hineinspaziert in die Burg von Capdepera / mallorcadigitalizada.com
Die Bedienung ist intuitiv. Auf der Startseite kann oben rechts die gewünschte Sprache ausgewählt werden. Neben Spanisch und Katalanisch stehen auch Englisch und Deutsch zur Verfügung. Teilweise sind die Übersetzungen etwas holprig, man weiß aber immer, was gemeint ist. Eine große Mallorca-Karte, auf der die einzelnen Hotspots eingezeichnet sind, verschafft einen Überblick. Von hier aus kann man sich direkt in die gewünschte Sehenswürdigkeit hineinzoomen.
Zum Beispiel in die Burg von Capdepera: Zur Auswahl stehen hierfür eine ganze Reihe von Tools. Zunächst natürlich die virtuelle Tour. Wer sie öffnet, kann sich wie bei Google-Streetview durch das gesamte Burgareal klicken und im 360-Grad-Winkel im eigenen Rhythmus alle Details bestaunen. Wer gerne noch ein paar Panorama-Aufnahmen von außen sehen möchte, kann auf die Fotogalerie klicken.
Unter dem Reiter "Beschreibung" gibt es dann jede Menge Informationen zur Entstehung und Geschichte des alten Gemäuers. Wer zu faul ist zum Lesen, kann sich mit Klick auf das "Play"-Symbol auch alles von einer Computerstimme vorlesen lassen. Die spanischen Ortsnamen hat diese noch nicht so gut drauf, ansonsten kann man ihr aber ganz gut lauschen.
Auch mehrere Erklärvideos sind beigefügt, mit schönen Schwenks über die idyllische Landschaft und gesprochenem Infotext - abermals von der Computer-Lady. Und als sei das noch nicht genug, gibt es zudem auch ein 3D-Modell der Burg, das das Bauwerk originalgetreu nachstellt. Tatsächlich fühlt man sich nach so viel anschaulichem Input wirklich fast so, als sei man selbst dort gewesen.
"Fenster zur Welt"Genau das war auch die Absicht des Inselrats. Ein "Fenster zur Welt" solle der neue Digital-Reiseführer sein, so Inselratspräsident Llorenç Galmés bei der Vorstellung. Zwei Jahre lang hatten Studierende und Mitarbeiter der Balearen-Uni an dem Projekt gearbeitet, mehr als 15.000 Fotografien und Bildaufnahmen wurden verwendet. Übrigens auch, aber nicht nur für neugierige Urlauber. Auch Einheimische sollen durch die neuen interaktiven Tools mehr über ihre Heimatinsel erfahren - schließlich sind die Insulaner bekannt dafür, längere Strecken quer über das Eiland eher zu vermeiden.
Mehr Tiefe, mehr Aufklärung und mehr Wissensvermittlung über denkmalgeschützte oder kulturhistorisch wertvolle Orte soll die neue Internetseite bieten. "Eben weil Mallorca mehr zu bieten hat als nur Tourismus", so Galmés - und bezog sich damit vermutlich auf den herkömmlichen Strandurlauber.
Teufelskult und WeihnachtsgesangÜbrigens tauchen nicht nur spezielle Orte der Insel auf. Auch auf ganz Mallorca gängiges Brauchtum wie der Teufelskult zu Sant Antoni oder der weihnachtliche Sibyllen-Gesang (Cant de la Sibil.la) haben einen eigenen Eintrag. Wer immer schon mal die Klänge des mallorquinischen Heiligabend aus der Kathedrale hören wollte, sich aber immer vor den Menschenmassen gedrückt hat, kann dies nun bequem von zuhause aus nachholen. Auch hier: Hintergrundinfos inklusive. Gleiches gilt für die Piratenschlacht von Sóller und das spektakuläre Sommer-Konzert im Torrent de Pareis.

Auch Luftaufnahmen sind im Tool einsehbar / mallorcadigitalizada.com
Auch auf den ersten Blick unscheinbarere, aber doch emblematische Orte schaffen es auf die virtuelle Karte. Da sind zum Beispiel die alten Mühlen der Ebene Es Pla und Palma oder die prähistorische Ausgrabungsstätte Hospitalet Vell an der Ostküste. Gleichzeitig dürfen natürlich auch die Klassiker nicht fehlen: das Schloss Bellver, das Kap Formentor oder das Kloster Lluc. Nicht zu vergessen Mallorcas Naturschutzgebiete, die ebenfalls virtuell bereist werden können - ganz ohne der Umwelt zu schaden. Wessen Lust auf die besonderen Orte dadurch nur noch gestiegen ist, der kommt aber ebenfalls auf seine Kosten: Die passenden Wanderrouten zum Nachlaufen sind auch gleich angehängt.
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