Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden.
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Das Brandenburger Tor wird in Regenbogenfarben illuminiert, wobei der Schriftzug "Berlin, Stadt der Freiheit" zu lesen ist.
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Menschen trauern und demonstrieren vor dem Brandenburger Tor. Zwei Personen umarmen sich dabei.
Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden.
Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurde der Mann angeschossen und erlag trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen den Verletzungen. Bei dem Angriff am Samstagabend mit dem Auto sowie anschließend mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, wurde laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Sie befanden sich laut Polizei am Sonntagnachmittag nicht mehr in Lebensgefahr. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise sowie selbst gefertigte Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über das Hinweisportal der Berliner Polizei für die weiteren Ermittlungen zu übermitteln.
Für Betroffene des Anschlags hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales ein telefonisches Beratungsangebot eingerichtet. Unter der Nummer 030 902 296 300 können Menschen, die mittelbar oder unmittelbar von dem Angriff betroffen sind, Unterstützung suchen, wie das Landesamt mitteilte. Die Hotline informiert über Leistungen, die das Soziale Entschädigungsrecht für Betroffene von Gewalttaten und terroristischen Straftaten vorsieht.
Die Beratung richtet sich insbesondere an unmittelbar Verletzte, Personen, die den Anschlag miterlebt haben und dadurch psychisch belastet sind, sowie an Angehörige und Nahestehende von Betroffenen und Hinterbliebene. Die Rufnummer ist von montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 16 Uhr erreichbar.
Am Pariser Platz fand am Nachmittag eine Gedenkveranstaltung statt. Dazu hatte der FLINTA-Chor D-Dur Dykes* über Instagram aufgerufen. Hunderte Menschen legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an und lagen sich in den Armen, andere hielten Regenbogenflaggen und Plakate und Banner hoch. Darauf stand etwa "Hass ist tödlich", "Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf uns alle" oder "We will dance again". An der Bühne auf dem Pariser Platz hing ein Banner mit der Aufschrift "Protect queer lives". Vor dem Brandenburger Tor wurde auch eine Schweigeminute abgehalten. Das Gelände war teils durch Absperrungen gesichert, auch dahinter beteiligten sich viele Menschen an dem Gedenken. Am Abend leuchtete das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass der Tatverdächtige des mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlags gestellt wurde. "Dass die Berliner Polizei innerhalb von 24 Stunden den Tatverdächtigen hat, ist ein großer Erfolg der Ermittlungsbehörden", sagte der CDU-Politiker am Abend im RBB. "Und da bin ich sehr dankbar."
Autor:in: dpa/BerlinOnline
Veröffentlichung: 26. Juli 2026
Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2026