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Unbedingt Abstand halten – neue Gift-Raupe breitet sich in Deutschland aus

Дата публикации: 28-07-2026 20:02:13

Mehrere Landkreise melden vermehrte Sichtungen einer gefürchteten Raupenart. RUHR24 hat zusammengefasst, was Bürger jetzt wissen müssen.

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Stand: 31.07.2026, 09:10 Uhr

Von: Magnus Hoppe

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Ein Kiefernwald.

Im Juli und August ist in deutschen Kiefernwäldern vermehrt ein giftiges Tier zu Hause. © imagebroker/Imago

Mehrere Landkreise melden vermehrte Sichtungen einer gefürchteten Raupenart. RUHR24 hat zusammengefasst, was Bürger jetzt wissen müssen.

Neuruppin – Vorsicht beim nächsten Waldspaziergang. In einem Teil Deutschlands ist zuletzt häufiger ein Tier gesichtet worden, das ein Artverwandter des Eichenprozessionsspinners ist. Die Brennhaare der Raupen sind nicht minder gefährlich.

Kiefernprozessionsspinner in Deutschland: Darum sind die Raupen gefährlich

In Neuruppin kommen laut dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin die Sichtungen von Kiefernprozessionsspinnern immer öfter vor. Die Raupen sind hauptsächlich in Brandenburg zu beobachten. Anders als der bereits bekannte Eichenprozessionsspinner entwickelt sich der Kiefernprozessionsspinner erst später im Jahr: Der Zeitraum reicht von Juli bis August. Die Raupen an Eichen sind hingegen schon von Mai bis Juli aktiv.

Die Brennhaare beider Raupenarten enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten kann es Rötungen, Juckreiz und allergische Symptome auslösen. Ein Unterschied fällt ins Auge: Die Nester des Kiefernprozessionsspinners liegen häufiger am Boden, während die Nester des Eichenprozessionsspinners am Baum sind, wie der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mitteilt.

Raupen von Kiefernprozessionsspinnern – vor allem für Hunde eine Gefahr

Für Hunde besteht laut Landkreis Ostprignitz-Ruppin deshalb eine besondere Gefahr. Verteilen sich die Brennhaare am Boden, können die Tiere beim Schnüffeln große Mengen davon in die oberen Atemwege aufnehmen. Hundebesitzer sollten nicht dort Gassi gehen, wo Kiefernprozessionsspinner-Vorkommen bekannt sind.

Steckbrief: Kiefernprozessionsspinner

Kiefernprozessionsspinner.

So sehen die Raupen des Kiefernprozessionsspinners aus. © Abacapress/Imago

Wissenschaftlicher Name: Thaumetopoea pinivora
Familie: Zahnspinner (Notodontidae)
Herkunft: ursprünglich wärmere Regionen Europas und Asiens
Verbreitungsgebiet: vom Süden Schwedens und Finnlands über Dänemark und den Nordosten Deutschlands bis nach Polen und weiter östlich
Lebensraum: trockene, sandige Kiefernwälder
Aktivzeit der Raupen: Juli bis August
Erkennungsmerkmal: Wanderung in langen, kettenartigen Prozessionen
Ausbreitung in Brandenburg: nimmt durch mildere Winter zu

Quelle: Stadt Mittenwalde

Schon in den vergangenen Jahren haben die Raupen des Kiefernprozessionsspinners brandenburgische Waldgebiete kahlgefressen. Warum genau dort? Weil die Wälder in dem Bundesland stark von Kiefern geprägt sind (mehr Verbraucherwarnungen bei RUHR24).

Warnung vor Kiefernprozessionsspinnern: Das steckt hinter dem Namen

Das Amt Brück rief ebenfalls zur Vorsicht auf. Besonders in den Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde seien vermehrt langhaarige Raupen auf Bäumen und am Boden zu beobachten. Wie sieht das genau aus?

Die Raupen des Kiefernprozessionsspinners bewegen sich in langen, sogenannten Prozessionen, woher auch der Name stammt. Dabei krabbeln sie nicht einzeln umher, sondern hintereinander in einer langen Reihe – Kopf an Schwanzende der jeweils vorderen Raupe. So entsteht eine Art lebende Kette, die wie eine Prozession aussieht.

So schützen sich Bürger vor den giftigen Raupen

Wer einen Befall entdeckt, sollte laut Stadt Mittenwalde die betroffenen Bäume großräumig meiden und Raupen sowie Gespinste auf keinen Fall berühren. Zudem sei es hilfreich, den Fund dem örtlichen Ordnungsamt zu melden. So kann die Kommune entsprechend reagieren und den Bereich beispielsweise absperren.

Kiefernprozessionsspinner.

Kiefernprozessionsspinner bewegen sich in langen Ketten fort. © Andia/Imago

Wer dennoch mit den Brennhaaren des Kiefernprozessionsspinners in Berührung kommt, sollte laut Stadt Mittenwalde schnell reagieren:

  • Kleidung wechseln: betroffene Kleidungsstücke sofort ausziehen und heiß waschen.
  • Duschen: Haut und Haare gründlich reinigen, um Brennhaare zu entfernen.
  • Kühlende Mittel nutzen: Gele oder Cremes lindern den Juckreiz, Antihistaminika helfen bei allergischen Reaktionen.
  • Augen spülen: bei Kontakt mit den Augen vorsichtig mit Wasser ausspülen.
  • Arzt aufsuchen: bei starken Beschwerden oder Atemnot ärztliche Hilfe holen.

Insbesondere in Brandenburg sollten sich Waldspaziergänger diese Tipps aufgrund der vermehrten Sichtungen zu Herzen nehmen. mit dpa-Material/bearbeitet durch Magnus Hoppe

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Классификация: Общество. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 17.69. Источник: www.ruhr24.de.