Nach Italien gibt es jetzt auch in Belgien eine politische Initiative zum Erhalt des klassischen Radios in Fahrzeugen.
Erste Automodelle in China oder den USA kommen ohne klassischen, terrestrischen Radioempfang auf den Markt. Im Car Entertainment-System ist lediglich noch ein Internetzugang erhalten, ber den Webradios gestreamt werden knnen. Mehrere Lnder wollen eine hnliche Entwicklung in der Europischen Union verhindern: Nach Italien gibt es jetzt auch in Belgien eine politische Initiative zum Erhalt des klassischen Radios in Fahrzeugen.
Medienminister aller drei Sprachgemeinschaften wollen Radio im Auto sichernWie der ffentlich-rechtliche Belgische Rundfunk (BRF) berichtet, wolle Medienminister Gregor Freches gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus der flmischen und franzsischen Gemeinschaft den Radioempfang im Auto sichern. Die drei Medienminister fordern von der EU, dass Neuwagen auch knftig serienmig mit einem Radioempfnger ausgestattet werden.
Pflicht fr terrestrischen Radioempfang in Fahrzeugen
Foto: dpa
Diese gemeinsame Position wolle Belgien bei den Verhandlungen ber den europischen Digital Networks Act vertreten. Hintergrund sei die Sorge, dass Autohersteller klassische Radios durch reine Streaming-Angebote ersetzen knnten, hie es. Freches spricht von einem "starken Signal" an Europa.
Radio msse auch knftig frei und unkompliziert empfangbar bleiben - ohne App, ohne Abo und ohne mobilen Datenverbrauch. Das sei nicht nur im Interesse der Hrer, sondern auch der regionalen Radiosender.
EU-Kommission stimmt Gesetzesentwurf aus Italien zuDie EU-Kommission hatte bereits im Frhling einem hnlichen italienischen Gesetzesentwurf zugestimmt, der die Beibehaltung von UKW- und DAB+-Empfang in Neufahrzeugen vorschreibt. Italien erhlt damit Untersttzung in seinem Widerstand gegen Infotainment-Systeme, die ausschlielich auf Internet-Diensten basieren.
Die EU-Richtlinie fr elektronische Kommunikation (EECC) verpflichtet seit dem 21. Dezember 2020 alle in der EU neu zugelassenen PKW, die mit einem Radio ausgestattet sind, zum Empfang von digital-terrestrischem Radio (DAB+). In Deutschland wurde diese Vorgabe im Telekommunikationsgesetz (TKG) verankert. Die Regelung betrifft aber nur den terrestrischen Empfang. Theoretisch knnten Autobauer auch Entertainment-Systeme einbauen, die nur mit mobilem Internetzugang funktionieren. Genau das wollen jetzt mehrere EU-Lnder verhindern.
Auch interessant: Die meisten nutzen die FRITZ!Fon-Modelle ausschlielich als Festnetztelefon. Was die wenigsten wissen: Man kann damit auch Radio hren.
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