Mit nur einem Euro von Köln aus nach Südafrika reisen – dieses Abenteuer haben drei junge Männer aus Deutschland auf sich genommen. Ihre geplante Route führt über Frankreich, Spanien, Marokko, die Westsahara, Mauretanien und den Senegal bis zur Südspitze des Kontinents.
Mit nur einem Euro von Köln aus nach Südafrika reisen – dieses Abenteuer haben drei junge Männer aus Deutschland auf sich genommen. Ihre geplante Route führt über Frankreich, Spanien, Marokko, die Westsahara, Mauretanien und den Senegal bis zur Südspitze des Kontinents.
Hinter dem Vorhaben stecken Tim, Justin und Niki. Sie wollen mehr als 20.000 Kilometer durch 20 Länder ohne Budget, Ausrüstung und festen Plan zurücklegen.
Der Startpunkt der Reise liegt in Köln. Von dort aus arbeiten sich die Drei zunächst mithilfe von Tauschaktionen zu Kleidung, Schuhen und weiterer Grundausstattung vor. Ihren Weg dokumentieren sie in den sozialen Netzwerken. Sie gelangen unter anderem über Paris und Barcelona nach Afrika. Geld verdienen sie spontan, indem sie beispielsweise bei Menschen klingeln und Hilfe anbieten, woraus dann Jobs wie Gartenarbeit oder Autowaschen entstehen. In Barcelona verkaufen sie demnach auch selbstgeknüpfte Armbänder und Wasserflaschen. Übernachtungsmöglichkeiten finden sie teils über Kontakte aus den sozialen Netzwerken, darunter auch Menschen, die ihnen über Tinder Schlafplätze anbieten.
Die Reise verläuft jedoch nicht ohne Risiken. Probleme gab es laut ihren Angaben etwa mit der Polizei, nachdem sie auf der Straße Wasserflaschen verkauft haben oder mit der Finanzierung der teuren Visa für afrikanische Länder. Niki wurde zudem beinahe ausgeraubt, konnte sich aber durch das Eingreifen einer Gruppe Kinder aus der Situation retten. Trotzdem setzen sie ihre Reise fort – oft per Anhalter, manchmal mit Taxifahrten in die nächstgrößere Stadt – und das unter teils extremen Bedingungen: So legten sie etwa eine 43-stündige Autofahrt am Stück zurück.
Zuletzt geriet die Fortsetzung der Reise in Gefahr. Tim erhielt in Guinea die Diagnose Malaria. Auf Instagram erzählte er, dass er trotz vieler Medikamente zunächst keine Besserung bemerkte und körperlich extrem schwach war. Er dachte sogar über einen Abbruch der Reise nach. „Es war das erste Mal, dass ich nach Rückflügen nach Deutschland geschaut habe“, gibt er zu.
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