Vor der Autofahrt in den Sommerurlaub lohnt der Preisvergleich. Bei Sprit und Ladestrom gibt es in Europa große Unterschiede.
Kraftstoff und Ladestrom bleiben teuer. In welchen Urlaubsländern Benzin, Diesel und Strom günstiger sind und wo Autofahrer besser nicht laden oder tanken.
Der Krieg im Iran dauert an und auch die Krisensituation in der Ukraine hat sich in den vergangenen vier Jahren kaum verändert. Das hat insbesondere Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise, denn Superbenzin und Diesel sind so teuer wie selten zuvor. Doch lohnt sich der Tankstopp noch diesseits der Grenze oder ist es im Nachbarland spürbar billiger und die Urlaubskasse wir weniger belastet?
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Spürbar günstiger als in Deutschland ist Tanken in
Dort kostet ein Liter Superbenzin mitunter kaum mehr als 1,50 Euro.
Noch weniger zahlt der Urlauber an der Zapfsäule in
Wichtig: besonders teuer ist es direkt an der Autobahn – bisweilen 25 Prozent mehr als an einem Autohof.
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Die hohen Kraftstoffkosten haben bisher keinerlei nennenswerte Auswirkungen auf die Preise an den Ladesäulen im europäischen Ausland. Doch auch hier ist Deutschland eines der Länder mit den höchsten Preisen an den Ladesäulen – sowohl für die schnellen Hypercharger als auch für die normalen Ladesäulen auf Park- / Rastplätzen sowie in Innenstädten und an Supermärkten.
Die Preise unterscheiden sich jedoch sehr deutlich – je nachdem, ob man im Ausland ad hoc ohne bestehenden Vertrag lädt oder einen speziellen Tarif über die eigene Ladekarte hat, der europaweit gilt. Daher sollte jeder Fahrer eines Elektroautos vor der Fahrt nicht allein die Ladesäulensituation auf der Route prüfen, sondern auch checken, ob der Anbieter der eigene Ladekarte(n) über einen Roamingtarif verfügt, der Kosten reduziert. Die meisten großen Anbieter wie EnBW, Fastned oder Ionity haben dies im Angebot.
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Ganz ähnlich wie in Deutschland sieht es an den Ladesäulen in Belgien oder Dänemark aus, denn auch hier kostet eine Kilowattstunde an einem DC- / HPC-Lader zwischen 0,60 und 0,90 Euro. Die AC-Lader liegen mit zumeist maximal 11 bis 22 kW mit 0,50 bis 0,69 Euro / kWh darunter.
Etwas günstiger sind die meisten Ladesäulen in
Dort rangieren die Ad- hoc-Preise zischen 0,45 und 0,69 Euro/kWh.
Am günstigsten sind die Ladesäulen oftmals in
Dort stehen nicht nur besonders viele Hypercharger mit bis zu 400 kW an Rastplätzen und auf Parkplätzen, sondern die Kilowattstunde kostet oftmals kaum mehr als 0,20 Euro.
Verschiedene Anbieter haben auch im Ausland unterschiedliche Tarife, die von der Uhrzeit abhängen. Hier gilt: je früher der Morgen, umso günstiger das Nachladen. So werden aus 0,43 Euro nicht allein an Tesla Superchargern bisweilen kaum mehr als die Hälfte.
Noch mehr sparen lässt sich im Ausland bei einigen Super- und Baumärkten, denn in einigen Ländern kann hier während des Einkaufs kostenlos nachgetankt werden. Ein großes Ärgernis bleiben dagegen die Blockierkosten, denn wer mehr als vier Stunden an einem AC-Lader oder mehr als 45 / 60 Minuten an einem DC- Schnelllader parkt, der muss tief in die Tasche greifen, denn er werden 0,10 Euro pro Minute fällig. Besonders teuer kann das in einer Tiefgarage werden. Zumeist ist die Blockiergebühr jedoch auf zwölf Euro begrenzt.
Eine Grundregel hat sich durch den Krieg im Iran und die dadurch deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise nicht verändert: In Deutschland und den Ländern in Zentraleuropa ist das Tanken traditionell teuer. In Deutschland liegt das vor allem an den vielen Klima-Steuern inklusive der CO2-Steuer, die das Tanken jedes Jahr teurer machen.
Aktuell sind die Preise in Deutschland aber noch leicht gedämpft, weil der Bund vorübergehend die Energiesteuer gesenkt hat um 17 Cent, was die durchschnittlichen Kosten für einen Liter Dieselkraftstoff auf rund 1,85 bis 2,05 Euro reduziert. Die Preise für Superkraftstoff liegen auf einem vergleichbaren Niveau; Super E10 ist bis zu 0,10 Euro günstiger. Dieser sogenannte Tankrabatt wird aber nicht verlängert.
Dort kann der Liter Kraftstoff bei 2,20 Euro oder mehr liegen kann.
Ein ähnliches Bild in den Nachbarstaaten
Dort sind die zeitweise eingeräumten Rabatte bisweilen ausgelaufen und ein Liter Kraftstoff kostet aktuell zwischen 1,80 und 2,30 Euro.
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Von Patrick Solberg
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