Bei der Planung ihrer Weiterreise griff eine Frau aus Portugal auf ChatGPT zurück, um offene Fragen zu den Visabestimmungen zu klären. Die Antwort der KI stellte sich als Irrtum heraus.
Bei der Planung ihrer Weiterreise griff eine Frau aus Portugal auf ChatGPT zurück, um offene Fragen zu den Visabestimmungen zu klären. Die Antwort der KI stellte sich als Irrtum heraus.
Rita Santos aus Portugal reiste allein um die Welt und bereitete ihren nächsten Aufenthalt in Vietnam vor. Um Klarheit über die Einreisebestimmungen zu bekommen, suchte sie eine schnelle Auskunft. Dabei fragte sie ChatGPT, ob ein Visum direkt an der Landesgrenze zwischen Vietnam und Kambodscha erhältlich sei, wie die britische Zeitung „The Sun“ berichtet.
Die Antwort der KI wirkte klar und vermittelte den Eindruck einer unkomplizierten Einreisemöglichkeit. Rita verließ sich darauf und setzte ihre Reise ohne im Voraus beantragtes Visum fort. Erst an der Grenze stellte sich heraus, dass die Informationen von ChatGPT nicht korrekt waren.
Rita konnte ihre Reise zunächst nicht fortsetzen, da ihr die nötigen Einreisedokumente fehlten. „Als ich an der Grenze ankam und herausfand, dass ChatGPT mir die falsche Information gegeben hatte und ich dort kein Visum bekommen konnte, war ich völlig allein und musste in Echtzeit herausfinden, wie ich schnell ein Visum bekomme, während der normale Online-Prozess Tage dauert”, erzählt sie gegenüber „The Sun”.
Schließlich wandte sich Rita an eine Agentur, die für 250 US-Dollar (etwa 216 Euro) Unterstützung bot. In einem Instagram-Video berichtet sie, dass sie anschließend drei Stunden bei 40 Grad Hitze auf eine Entscheidung warten musste. Am Ende wurde ihr Visum genehmigt, sodass sie ihre Reise fortsetzen konnte.
„Ich hatte großes Glück, dass am Ende alles gut ausging und ich mein Visum bekam, aber ich habe auf die harte Tour gelernt, dass ChatGPT zwar einfach zu nutzen ist, aber nicht zuverlässig für wichtige Informationen wie Visabestimmungen”, sagte Rita.
Bei Ritas Fall mit ChatGPT handelte es sich um eine sogenannte KI-Halluzination. Dabei erzeugt ein System eine plausibel klingende Antwort, die inhaltlich jedoch falsch ist. Solche Fehler lassen sich reduzieren, wenn KI-Modelle mit hochwertigen, ausgewogenen und aktuellen Daten trainiert werden, erklärt das Unternehmen International Business Machines Corporation (IBM).
Ebenso wichtig sind klare Vorgaben für den Einsatzbereich und feste Grenzen bei den Antworten. Experten empfehlen zudem regelmäßige Tests sowie eine laufende Überprüfung der Systeme, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Als wichtigste Sicherheitsmaßnahme gilt jedoch die menschliche Kontrolle, bei der Nutzer wichtige Informationen vor einer Entscheidung noch einmal prüfen.
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