192 Passagiere konnten ihre Reise nach Marokko nicht wie geplant antreten. Der Grund: Zu viele Mitarbeiter waren an diesem Tag krank.
192 Passagiere konnten ihre Reise nach Marokko nicht wie geplant antreten. Der Grund: Zu viele Mitarbeiter waren an diesem Tag krank.
Für 192 Passagiere ging die Reise nach Marokko schief, denn sie kamen erst gar nicht in das Ryanair-Flugzeug. Hintergrund war ein Personalmangel beim Sicherheitsdienstleister Sécurus. Wie das öffentlich-rechtliche Nachrichtenportal "Ici" berichtet, sollte es für die Reisenden eigentlich am 14. April vom französischen Flughafen Châlons-Vatry nach Marrakesch gehen.
Viele der Mitarbeiter waren an diesem Tag krank, deswegen fehlte Sicherheitspersonal für die Gepäckabfertigung und die Abflugkontrolle. Direktor des Flughafens, Fabrice Pauquet, gibt an: "Als wir den Check-in öffneten, war kein Sicherheitsteam vor Ort. Wir riefen an, um nachzufragen, und erfuhren dabei, dass alle im Krankenstand waren."
Zu den enttäuschten Passagieren gehört laut "Ici" unter anderem Pauline aus Châlons-en-Champagne. Sie wollte ihren Vater im Krankenhaus besuchen. Auch die zweifache Mutter Hakima "ist am Boden zerstört". Monatelang hatte sie für die Reise gespart, einen weiteren Urlaub kann sie sich nicht leisten.
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Wie und ob die Passagiere eine Rückerstattung bekommen, ist noch nicht bekannt. Pauline hat Ryanair kontaktiert: "Man sagte uns, dass im Falle eines Streiks keine Entschädigung möglich sei. Aber es ist doch kein Streik." Flughafendirektor Pauquet gibt an, dass die Kostenerstattung in die Zuständigkeit der Fluggesellschaft und nicht des Flughafens falle.
Auf Anfrage von "Ici" verwies Ryanair auf die Rückerstattungsrichtlinien auf der Website, von Securus soll keine Rückmeldung gekommen sein.
Securus wurde nach eigenen Angaben 1993 gegründet und ist ein Anbieter von Flughafensicherheitsdiensten in Frankreich. Die Mitarbeiter sind unter anderem an Flughäfen in Paris, Nizza, Lyon, Marseille, Lille und Bordeaux tätig, wobei die Anzahl der Beschäftigten mit über 200 angegeben wird.
Ryanair führt laut ihrer Website täglich etwa 3600 Flüge durch und ist in 36 Ländern unterwegs. Im März gab es 15,8 Millionen Passagiere, im Februar 13,3 Millionen und im Januar 12,7 Millionen. Zu dem Vorfall heißt es von dem Unternehmen, Ryanair habe die Passagiere nicht zurückgelassen. "Alle Passagiere, die sich zum Zeitpunkt des Boardings dieses Fluges ab Châlons-Vatry am Flugsteig befanden, wurden befördert und reisten ohne Zwischenfälle weiter. Einige Passagiere verpassten ihren Flug lediglich deshalb, weil sie sich nicht im Bereich des Flugsteigs befanden, als das Boarding für ihren Flug begann und endete."