Eine Umfrage zeigt: Viele Deutsche haben bereits Reisebetrug erlebt. Besonders Jüngere und bestimmte Städte sind betroffen.
Eine Umfrage zeigt: Viele Deutsche haben bereits Reisebetrug erlebt. Besonders Jüngere und bestimmte Städte sind betroffen.
Eine Erhebung der isländischen Fluggesellschaft Icelandair zeigt, dass jeder achte Deutsche im Kontext mit Reisen Betrugserfahrungen gemacht hat. Aus einer Pressemitteilung, die der Redaktion vorliegt, geht hervor:
Laut der von Icelandair in Auftrag gegebenen Umfrage melden Menschen aus Düsseldorf mit 34,5 Prozent am häufigsten einen Betrugsfall, knapp gefolgt von Franktfurtern mit 33,9 Prozent.
Generation Z gibt mit 24,2 Prozent deutlich häufiger Erfahrungen mit Reisebetrug an als die Babyboomer mit 3,4 Prozent. Besonders gefährdet sind zudem Reisen mit Kolleginnen und Kollegen, hier berichtet knapp die Hälfte der Befragten von Betrugserfahrungen.
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Zu den häufigsten Vorgehensweisen zählen Betrug über soziale Netzwerke, gefälschte Unterkünfte, Probleme bei Zahlungen oder Rückerstattungen sowie Phishing-Mails im Namen von Fluggesellschaften. Fast ein Viertel der Befragten äußert Sorge, selbst Opfer zu werden, bei den 18- bis 28-Jährigen liegt dieser Anteil bei rund 40 Prozent.
Tourismusexperte Christian Petzold rät, die Seriosität von Buchungsseiten sorgfältig zu prüfen und auf sichere Verbindungen zu achten: Wenn Optik oder Funktionalität einer Seite merkwürdig seien, sollte man eine andere Plattform wählen. Zudem warnt er vor auffällig günstigen Angeboten und rät, unter Druck gesetzte Sofortzahlungen als Warnsignal zu verstehen.
Die Reiselust der Deutschen hat 2024/2025 ein Niveau erreicht, das seit rund 20 Jahren nicht mehr gemessen wurde. Laut einer repräsentativen Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen (ehemals BAT-Stiftung) unternahmen 64 Prozent der Befragten im Jahr 2024 mindestens eine Reise von fünf oder mehr Tagen – der höchste Wert seit 2006 (damals 65 Prozent). Trotz vielfacher Krisen bleibt der Urlaub für viele "die populärste Form des Glücks", wie Studienleiter Ulrich Reinhardt betont.
Besonders auffällig ist der starke Trend zum Inland: 36 Prozent verreisten innerhalb Deutschlands, wobei Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen die beliebtesten Bundesländer waren. Im Ausland führen weiterhin Spanien, Italien und die Türkei die Liste an, gefolgt von Skandinavien; Fernreisen (vor allem nach Asien) machten 16 Prozent aus. Das Statistische Bundesamt meldet für 2024 mit knapp 496 Millionen Übernachtungen nahezu wieder das Rekordniveau von 2019.
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