Nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran am Samstag ist der zivile Luftverkehr im Nahen und Mittleren Osten massiv zusammengebrochen. Fast alle großen Airlines haben Flüge in die Golfregion gestrichen oder umgeleitet.
Nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran am Samstag ist der zivile Luftverkehr im Nahen und Mittleren Osten massiv zusammengebrochen. Fast alle großen Airlines haben Flüge in die Golfregion gestrichen oder umgeleitet.
Tausende Deutsche genießen gerade ihren Traumurlaub – bis plötzlich Raketen, Drohnen und laute Explosionen zu hören sind: Der eskalierende Konflikt zwischen Iran, USA und Israel hat die Golfregion über Nacht in ein Krisengebiet verwandelt.
Statt Cocktails am Pool und Strandspaziergängen mit den Kindern sitzen Familien nun in abgedunkelten Hotelzimmern oder Hotellobbys, starren auf Warn-Apps und hören Sirenen. Der Luftraum über weiten Teilen des Nahen und Mittleren Ostens ist gesperrt. Zehntausende Reisende – darunter auch viele aus Deutschland – kommen aktuell nicht mehr nach Hause.
Über 1800 Flüge wurden allein am Wochenende gestrichen, viele weitere werden nach wie vor umgeleitet oder sind stark verspätet. Airlines wie Lufthansa, Turkish Airlines, Etihad und Qatar Airways haben Verbindungen ausgesetzt – teils bis 7. März. Reisende sollten dringend den Status bei ihrer Airline prüfen, da die Lage sich stündlich ändern kann.
Fast ein Viertel aller Nahost-Flüge fielen am Wochenende aus. Diese Regionen sind besonders stark betroffen:
Der Flughafen Zayed International hat alle Abflüge bis mindestens 14 Uhr Ortszeit am 1. März 2026 ausgesetzt, viele Ankünfte wurden gestrichen. Etihad Airways hat den Betrieb weitgehend eingestellt. Der Luftraum der VAE ist teilweise geschlossen. Reisende mit Verbindungen über Abu Dhabi sollten mit Komplettausfall rechnen, einige Flüge werden auf Dubai umgebucht.
Der jordanische Luftraum ist geschlossen oder stark eingeschränkt. Airlines wie Lufthansa, Austrian Airlines und Turkish Airlines haben alle Flüge nach Amman bis mindestens 2., teils bis 7. März gestrichen. Viele Maschinen, die normalerweise über Jordanien fliegen, werden umgeleitet – das führt zu Verspätungen von mehreren Stunden auf Europa-Nahost-Routen. Am Flughafen Queen Alia herrscht Ausnahmezustand: Reisende mit gebuchten Flügen sollten die Airline kontaktieren und mit Komplettausfall rechnen.
Der Flughafen Rafik Hariri in Beirut ist stark betroffen: Lufthansa, Air France, Aegean und Turkish Airlines haben Flüge bis mindestens 2. März komplett gestrichen. Viele Passagiere sitzen fest, Abflüge werden stündlich gecancelt. Der libanesische Luftraum gilt als Hochrisikogebiet. Reisende nach oder über Beirut sollten dringend alternative Routen prüfen – der Flughafen ist geöffnet, aber mit massiven Einschränkungen.
Der syrische Luftraum ist teilweise geschlossen – insbesondere die südlichen Korridore entlang der Grenze zu Israel. Turkish Airlines hat alle Flüge nach Syrien bis mindestens 2. März gestrichen, ebenso wie andere Fluggesellschaften, etwa Aegean. Der Flughafen Damaskus ist betroffen, nationale Flüge (Syria Air) sind bis auf Weiteres komplett eingestellt. Auch alternative Routen über die Türkei oder Ägypten sind aktuell stark belastet.
Der Hamad International Airport in Doha ist komplett geschlossen, der katarische Luftraum bleibt bis mindestens Montagmorgen (2. März) gesperrt. Qatar Airways hat alle Flüge vorübergehend ausgesetzt; viele internationale Carrier (z. B. British Airways, Lufthansa, Finnair) haben Doha-Verbindungen bis mindestens 6. März gestrichen. Der Flughafen war ein zentraler Hub für Asien–Europa-Routen – Reisende mit Qatar Airways oder Umstieg in Doha müssen mit Totalausfall rechnen und Umbuchungen über alternative Hubs (z. B. Istanbul oder Kairo) prüfen. Tausende Passagiere sind gestrandet.
Die Flughäfen Dubai International sowie Dubai World Central haben alle Abflüge und Ankünfte bis mindestens 15 Uhr Ortszeit am 2. März 2026 ausgesetzt. Emirates hat den gesamten Betrieb vorübergehend eingestellt. Der Luftraum der VAE ist teilweise geschlossen. Reisende mit Verbindungen über Dubai müssen mit Komplettausfällen rechnen. Umleitungen von Abu Dhabi sind derzeit nicht möglich, da beide Standorte parallel betroffen sind.
Der Flughafen Istanbul selbst ist nicht geschlossen und arbeitet normal. Turkish Airlines hat jedoch alle Flüge nach Libanon, Syrien, Irak, Iran und Jordanien bis 2. März gestrichen sowie Verbindungen nach Katar, Kuwait, Bahrain, VAE und Oman am Wochenende. Viele Langstrecken ab Istanbul werden umgeleitet oder verspätet. Reisende mit Umstieg in Istanbul oder Weiterflug in die Region müssen mit erheblichen Änderungen rechnen – Turkish Airlines informiert aktiv per App.
Der ägyptische Luftraum bleibt vollständig offen und der Flughafen Kairo ist uneingeschränkt betriebsbereit. EgyptAir hat jedoch alle Flüge zu Zielen wie Dubai, Doha, Abu Dhabi, Beirut und Bagdad vorübergehend ausgesetzt. Viele internationale Airlines nutzen Kairo als Ausweichziel für umgeleitete Maschinen aus der Region. Reisende mit Verbindungen über Kairo oder nach Ägypten sollten mit leichten Verspätungen rechnen, aber keine flächendeckenden Streichungen erwarten. Der Flughafen ist auf Notlandungen vorbereitet.
Der gesamte kuwaitische Luftraum ist geschlossen. Über ein Viertel aller geplanten Flüge wurden bereits gestrichen, der Flughafen Kuwait International ist praktisch lahmgelegt. Internationale Fluggesellschaften wie Turkish Airlines und regionale Gesellschaften haben Verbindungen ausgesetzt. Flüge, die normalerweise über Kuwait führen, werden großräumig umgeleitet (etwa über Saudi-Arabien). Reisende nach oder über Kuwait müssen mit Totalausfällen rechnen.
Die zyprischen Flughäfen sind nicht geschlossen, dienen aber als wichtiger Ausweichpunkt. Zahlreiche Flüge (etwa aus Israel-Routen oder von Salzburg nach Tel Aviv) werden nach Larnaca umgeleitet. Hermes Airports hat Verbindungen nach Israel, Amman, Abu Dhabi und Dubai teilweise gestrichen. Es gibt Verspätungen und zusätzliche Landungen, aber der Betrieb läuft.
Der Bahrain International Airport ist durch die Luftraumsperrung massiv eingeschränkt; ankommende und abfliegende Flüge werden umgeleitet, gestrichen oder verschoben. Gulf Air meldet starke Beeinträchtigungen, British Airways hat Bahrain-Flüge bis 3. März gecancelt. Viele Passagiere sitzen fest. Bahrain ist Hochrisikogebiet – Reisende sollten keine Flüge buchen und bei bestehenden Buchungen sofort die Airline kontaktieren. Der Flughafen ist geöffnet, aber praktisch lahmgelegt.
Der Flughafen Muscat International hat den Betrieb eingestellt, der omanische Luftraum ist stark eingeschränkt. Oman Air hat Flüge nach Bagdad gestrichen, Turkish Airlines alle Verbindungen nach Oman ab 28. Februar ausgesetzt. Langstreckenflüge, die Oman normalerweise überfliegen, werden umgeleitet – mit deutlichen Verspätungen. Reisende nach Muscat sollten ihre Buchung prüfen und mit mehrtägigen Ausfällen rechnen.
Der saudi-arabische Luftraum ist offen und wird intensiv als Umleitungsroute genutzt – Flüge von Europa nach Asien oder Indien werden nun großräumig über Saudi-Arabien geführt. King Khalid International Airport und Jeddah arbeiten normal, verzeichnen aber massive Mehrbelastung und Verspätungen. Airlines wie Virgin Atlantic warnen vor längeren Flugzeiten. Saudia und Flynas fliegen weiter, aber viele internationale Verbindungen (etwa nach Dubai/Doha) sind betroffen. Für Reisende nach Saudi-Arabien oder mit Transit dort: Flüge laufen, aber Puffer einplanen – der Flughafen ist aktuell einer der wenigen stabilen Punkte in der Region.
Der Ben Gurion Airport bleibt geschlossen, der israelische Luftraum ist weiterhin gesperrt. Airlines wie Lufthansa, Air France, Aegean, United und British Airways haben Tel-Aviv-Flüge bis mindestens 6. bis 7. März ausgesetzt. Für Reisende nach/von Israel: Rechnen Sie mit einem Komplettausfall und prüfen Sie alternative Routen über Zypern oder Ägypten – aber auch diese sind belastet.
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Viele Routen von Europa nach Südostasien oder Indien nach Südostasien führen normalerweise über iranischen oder irakischen Luftraum. Dieser ist nun gesperrt, daher werden Flüge über Saudi-Arabien oder nördlich umgeleitet. Das verlängert die Flugzeit um bis zu drei bis fünf Stunden und führt zu Verspätungen. Airlines wie Air India haben Mittelost-Teilstrecken gestrichen, europäische Fluggesellschaften (Lufthansa, Virgin Atlantic) meiden den gesamten Bereich. Reisende mit Anschluss in Dubai, Doha oder Abu Dhabi müssen mit Kettenverspätungen oder Streichungen rechnen.
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