Seit einigen Monaten lebt der langjährige Biathlet Emilien Jacquelin seinen Traum und versucht, im Radsport Fuß zu fassen. Der Franzose trainiert beim NewGen-Team, das zu Paul Seixas' Decathlon-CMA-CGM-Rennstall gehört, mit. Ob es für ihn ein Zurück gibt, ist völlig offen.

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Seit einigen Monaten lebt der langjährige Biathlet Emilien Jacquelin seinen Traum und versucht, im Radsport Fuß zu fassen. Der Franzose trainiert beim NewGen-Team, das zu Paul Seixas' Decathlon-CMA-CGM-Rennstall gehört, mit. Ob es für ihn ein Zurück gibt, ist völlig offen.
"Ich weiß: Wenn ich 2030 wirklich dabei sein will, muss ich hungrig sein und dieselbe Motivation spüren wie die jungen Fahrer. Genau das möchte ich durch den Radsport wiederfinden", spielte Jacquelin im IBU-Interview auf die Olympischen Winterspiele im eigenen Land an.
Er habe den gesamten vergangenen März darüber gegrübelt, ob er nochmal ein neues Abenteuer abseits der Loipe wagen solle, verriet der 31-Jährige. Seine Antwort fiel positiv aus.
Dennoch hat Jacquelin seine alte Liebe Biathlon weiter im Hinterkopf. "Im Moment gehen meine Trainer und Teamkollegen davon aus, dass ich zurückkehren werde", erklärte er und ergänzte: "Was auch immer passiert - ich bin mit mir im Reinen."
Radsport "mental nicht so anspruchsvoll" wie BiathlonÜber die Unterschiede zwischen Radsport und Biathlon sagte Jacquelin: "Mein Training besteht jetzt aus fünf Stunden Radfahren bei hoher Intensität, nachdem ich bereits vier Stunden im Sattel saß. Beim Biathlon mache ich ein 30-minütiges Aufwärmprogramm, anderthalb Stunden hochintensives Training, dann erhole ich mich und gehe nach Hause. Das ist ganz anders."
Der Staffel-Olympiasieger weiter: "Man kann in guter Form sein, aber wenn das Schießen nicht klappt, verschwendet man viel Energie mit der Fehlersuche und dem Versuch, sich zu verbessern. Bei Abfahrten und im Peloton gibt es zwar technische Fertigkeiten zu erlernen, aber jetzt dreht sich alles um mein Tempo und meine Wattwerte. Es ist mental nicht so anspruchsvoll wie das Schießen."
Entscheidung fällt in KürzeOb er eine Zukunft im Radsport hat, wird Jacquelin indes in Kürze erfahren. Während eines Höhentrainingslagers in Les Arcs will sein Team die Entscheidung im Juli verkünden.
"In fünf oder sechs Tagen werde ich wissen, ob es klappen kann. Man hat mir gesagt, dass es nicht um Ergebnisse geht, sondern um meine Fähigkeiten und mein Auftreten. Wenn alles gut läuft, kann die Geschichte weitergehen", blickte der Franzose voraus.
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