Nach zwei erfolgreichen Jahren im österreichischen Biathlon-Team warf Frauen-Erfolgscoach Reinhard Gösweiner Ende März völlig überraschend hin. Der ÖSV präsentierte mit dem deutschen Ex-Biathleten Markus Fischer recht zügig einen Nachfolger, die Zukunft des 54-Jährigen hingegen blieb ungeklärt. Nun aber ist klar, wie es für den Österreicher in Zukunft weitergehen wird.

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Nach zwei erfolgreichen Jahren im österreichischen Biathlon-Team warf Frauen-Erfolgscoach Reinhard Gösweiner Ende März völlig überraschend hin. Der ÖSV präsentierte mit dem deutschen Ex-Biathleten Markus Fischer recht zügig einen Nachfolger, die Zukunft des 54-Jährigen hingegen blieb ungeklärt. Nun aber ist klar, wie es für den Österreicher in Zukunft weitergehen wird.
Wie Reinhard Gösweiner selbst im Gespräch mit dem Online-Portal "Sport5" verriet, unterschrieb er einen Vertrag beim belarussischen Ski-Verband, wo er zukünftig wieder das Männer-Nationalteam betreut. Schon 2020 und 2022 war er für die Damen des Landes als Chefcoach verantwortlich, das wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine seit 2022 nicht an Weltcups teilnehmen darf.
"Ich war natürlich ein wenig überrascht von diesem Angebot", verriet der Österreicher in dem Interview: "Es ist spannend, mit einem solchen Team zusammenzuarbeiten. Hier gibt es so viele Athleten. Einige von ihnen kenne ich bereits aus meiner ersten Zeit in Belarus, wo ich mit ihnen zusammengearbeitet und bei Weltcups an ihrer Seite angetreten bin. Es war wirklich interessant, ihre Fortschritte zu beobachten und das Potenzial der Sportler zu erkennen."
Österreicher bringt "belarussische Mentalität" mitMit den Biathlon-Männern hat er bereits erste Trainingseinheiten absolviert. "Ich würde nicht sagen, dass er sich irgendwie stark von uns unterscheidet. Ich würde sogar sagen, dass er bereits eine belarussische Mentalität hat. Er ist ein sehr bescheidener Mensch, der durch seine Gelassenheit und Selbstsicherheit Sympathie weckt", freut sich Biathlet Anton Smolski über die Rückkehr des 54-Jährigen.
Schon in den ersten gemeinsamen Tagen habe Gösweiner demnach für "enorme Veränderungen gesorgt", legte der 29-Jährige nach: "Das Trainingspensum ist gestiegen, aber auch die Anzahl der freien Tage im Monat hat zugenommen. Derzeit trainieren wir drei bis vier Tage, danach haben wir einen freien Tag. Früher war der Trainingsablauf anders aufgebaut: sechs Trainingstage und nur ein Ruhetag."
Die Wertschätzung beruht offenbar auf Gegenseitigkeit. Seinen neuen Schützlingen attestierte der Ex-Erfolgscoach der ÖSV-Damen ein "sehr hohes Niveau". Zudem würden sich Smolski und Co. gerade am Schießstand "hervorragend" präsentieren.
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