Die Biathlon-Saison 2025/26 endete für die deutsche Hoffnungsträgerin Johanna Puff vorzeitig und mit einem Schreckmoment. Kurzzeitig spielte sie danach sogar mit dem Gedanken, ihre noch junge Karriere zu beenden.

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Die Biathlon-Saison 2025/26 endete für die deutsche Hoffnungsträgerin Johanna Puff vorzeitig und mit einem Schreckmoment. Kurzzeitig spielte sie danach sogar mit dem Gedanken, ihre noch junge Karriere zu beenden.
Die vergangene Saison war für Johanna Puff die mit Abstand schwerste ihrer noch jungen Biathlonkarriere. Beim IBU-Cup-Verfolger in Obertilliach sackte die 23-Jährige während des Rennens zusammen. Im Krankenhaus wurde anschließend eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) diagnostiziert. Diese bedeutete nicht nur das Saison-Aus, sondern weckte bei ihr auch Zweifel an der Fortsetzung ihrer Laufbahn als Skijägerin.
"Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht darüber nachgedacht habe, meine Karriere zu beenden", verriet Puff im Gespräch mit dem Fachportal "xc-ski.de".
"Ich bekam kaum Luft und erlitt zwei Panikattacken"Obwohl ihr Zusammenbruch nicht abzusehen war, war er lediglich das Resultat von Problemen, die sich in den Monaten, Wochen und Tagen davor aufstauten. Schon im Höhentrainingslager im August habe sie "kaum Energie" gehabt und nur "schlecht schlafen" können, schilderte Puff. Kurz darauf erlitt sie auch noch einen Fahrradunfall, der eine Operation und eine mehrwöchige Zwangspause nach sich zog. Zwei weitere Erkältungen folgten.
Das IBU-Cup-Wochenende in Obertilliach Anfang Dezember sollte ihr dann als erster Härtetest dienen. Im Verfolger, dem dritten Rennen binnen vier Tagen, streikte ihr Körper. "Es war das dritte Rennen an diesem Wochenende in Obertilliach, und ich hatte bereits in den ersten beiden kaum Energie. [...] In der Verfolgung hatte ich dann starken Druck auf der Brust, bekam kaum Luft und erlitt zwei Panikattacken", erinnerte sich die DSV-Athletin an die bangen Minuten.
Die Ursache für ihren Zusammenbruch wurde zunächst nicht gefunden. Als "mental sehr belastend" beschrieb Puff die Ungewissheit: "Die Diagnose war letztlich eine Erleichterung, auch wenn sie bedeutete, dass die Saison für mich beendet war."
Puff will wieder internationale Biathlonrennen bestreitenIm Februar, rund zwei Monate nach ihrem Kollaps, stieg Puff wieder langsam ins Training ein. Beim Joggen habe sie zu Beginn das Gefühl gehabt, von jedem überholt zu werden. "Da habe ich mich zwischenzeitlich schon gefragt: 'Wie soll ich es jemals wieder in den Leistungssport schaffen?'"
Diese Frage hat Puff mittlerweile aber für sich beantwortet, gleichwohl mit einer kleinen Einschränkung. "Natürlich möchte ich wieder internationale Rennen bestreiten, aber ich setze mich nicht unter Druck. Mir ist vor allem wichtig, wieder volles Vertrauen in meinen Körper zu gewinnen. Ich darf keine Angst davor haben, intensiv zu trainieren – sonst könnte ich gleich aufgeben", versicherte die 23-Jährige, in Zukunft vor allem auf ihren Körper hören zu wollen.
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