Behörden durchsuchten das Anwesen von Linda Blair. Grund: ein Zwinger mit über 100 Hunden. Die Lizenz fehlt – doch Blair bleibt gelassen.
Das Linda Blair Tierheim steht plötzlich im Fokus der Behörden: Am Freitag, dem 31. Juli 2026, durchsuchten Mitarbeiter zweier Ämter des Los Angeles County das südkalifornische Anwesen der Schauspielerin. Auslöser war ein gemeldeter Zwinger-Betrieb mit angeblich mehr als 100 Hunden. Das berichtete zuerst das US-Portal TMZ.
Für die Fans der heute 67-jährigen „Exorzist“-Ikone klingt das dramatisch – doch die Realität ist offenbar deutlich nüchterner. Weder wurde ein Tier beschlagnahmt, noch gab es Anzeichen von Misshandlung. Blair selbst gab sich gelassen und sprach von reinem „Papierkram“. Was steckt also wirklich hinter der Aktion, wer hat sie in Auftrag gegeben und warum geriet ausgerechnet eine engagierte Tierschützerin ins Visier?
Was auf dem Anwesen passierteDas Anwesen wurde auf Grundlage eines sogenannten Inspektionsbeschlusses durchsucht. Es handelte sich um eine gemeinsame Aktion des Los Angeles County Department of Animal Care and Control (DACC) und des Department of Regional Planning. Das teilte die Behörde dem Magazin PEOPLE mit.
Ziel war es, das Grundstück auf Gebäude und Strukturen zu prüfen, die zu einem gemeldeten Zwinger-Betrieb mit mehr als 100 Hunden gehören. Der Beschluss erlaube den Behörden den rechtmäßigen Zugang zum Gelände, um die Einhaltung der County-Vorschriften zu überprüfen.
Szene aus dem Film Der Exorzist , Warner Bros., 1973.
© JT Vintage/ imago
Die Aufgabe des DACC war laut eigener Aussage, die Tierpflege, die Sicherheitsbedingungen und das allgemeine Wohl der untergebrachten Hunde zu bewerten. „Unsere Priorität ist die Sicherheit und das Wohlergehen sowohl der Tiere auf dem Grundstück als auch der Menschen, die hier arbeiten oder wohnen“, so das Department gegenüber PEOPLE.
Der Kern des Streits: eine abgelaufene LizenzIm Zentrum steht ein bürokratisches Problem. Laut DACC liefen die Genehmigungen für die Einrichtung im Jahr 2023 aus. Ein offizielles Dokument des DACC weist aus, dass die Lizenz der „Linda Blair World Heart Foundation“ (Lizenznummer B22-1183DK) am 2. Juli 2023 auslief.
Bemerkenswert: Zuvor hatte die Einrichtung bei behördlichen Inspektionen stets die Bestnote „A“ erhalten. Von einem verwahrlosten Betrieb kann also keine Rede sein.
Auch die hohe Zahl der Tiere ist kein Geheimnis. Auf der Adoptionsplattform Petfinder gibt die Stiftung selbst an, dass sich auf dem Gelände in Acton rund 110 adoptierbare Hunde befinden – „alle Rassen, Größen, von jung bis alt“. Die Zahl von über 100 Hunden entspricht damit dem regulären, öffentlich kommunizierten Betrieb.
Ein Widerspruch bei der KommunikationZwischen Behörde und Schauspielerin gibt es eine auffällige Diskrepanz. Das DACC gab an, mehrere Kontaktversuche beider County-Behörden seien unbeantwortet geblieben.
Blair selbst deutete in ihrer Reaktion das Gegenteil an. In einem Instagram-Beitrag vom 31. Juli 2026 schrieb sie sinngemäß, ein guter, altmodischer Kontaktbrief funktioniere doch immer. Damit spielte sie die vorherigen Kontaktversuche der Behörden indirekt herunter.
Razzia oder kooperative Prüfung?Die mediale Einordnung fiel höchst unterschiedlich aus. Während Behörden und Medien wie PEOPLE von einer „Durchsuchung“ oder „Inspektion“ sprachen, wählte das Boulevard-Portal BANG Premier eine dramatischere Sprache und titelte, Blairs Haus sei bei einer Zwinger-Ermittlung „gestürmt“ worden („raided“).
Diese Wortwahl steht im Widerspruch zur Darstellung von TMZ und den Behörden. Laut TMZ war Blair während der Inspektion anwesend und verhielt sich „äußerst kooperativ“. Kein einziger Hund wurde vom Gelände entfernt.
Blair fasste die Lage auf Instagram selbst zusammen: Ihr und den Tieren gehe es gut trotz des Überraschungsbesuchs bei 105 Grad Fahrenheit (rund 40,5 Grad Celsius) Hitze. Es sei nur „etwas Papierkram und einige Diagramme“ zu erledigen.
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