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Infantino wackelt: 4 Namen werden als Nachfolger gehandelt

Дата публикации: 01-08-2026 18:40:00

Die Kritik ist massiv, jüngst entzog die Uefa Gianni Infantino das Vertrauen. Ein Sturz des Fifa-Präsidenten stellt sich allerdings als schwierig dar und von vier aussichtsreichen Gegenkandidaten hat einer bereits abgesagt.

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Die Kritik ist massiv, jüngst entzog die Uefa Gianni Infantino das Vertrauen. Ein Sturz des Fifa-Präsidenten stellt sich allerdings als schwierig dar und von vier aussichtsreichen Gegenkandidaten hat einer bereits abgesagt.

Im Video: Pressestimmen zum Fifa-Knall - „Gianni Infantino hat eine demütigende Niederlage erlitten“

Infantino unter Beschuss: Potenzielle Gegenkandidaten

Laut Medienberichten hört sich der europäische Fußballverband bereits nach einem möglichen Herausforderer um. Dieser könnte bei der nächsten regulären Wahl des Fifa-Präsidenten beim 77. Fifa-Kongress im März 2027 antreten. Bis zum 18. November müsste ein alternativer Kandidat aber bereits aufgestellt werden. Diese Namen sind derzeit im Gespräch:

  • Nasser Al-Khelaïfi (PSG-Präsident & ECA-Chef): Hinter den Kulissen versuchten europäische Spitzenfunktionäre, den einflussreichen Katarer als Gegengewicht zu gewinnen. Al-Khelaïfi wies diese Spekulationen jedoch umgehend zurück und betonte, keinerlei Ambitionen auf das Präsidentenamt zu haben.
  • Sheikh Salman bin Ibrahim Al-Chalifa (AFC-Präsident): Al-Chalifa unterlag in der Präsidentschaftswahl 2016 gegen Infantino. Der Präsident der Asien-Konföderation AFC gilt aber als einer von Infantinos schärfsten Kritikern. Die WM-Verkaufspläne nannte der 60-Jährige aus Bahrain am Donnerstag „inakzeptabel“.
  • Victor Montagliani (Concacaf-Präsident): Auch der Kanadier Montagliani ist gemäß „Sky Sports“ ein Kandidat als Infantino-Nachfolger. Traditionell gilt der Nord- und Mittelamerika-Verband als Unterstützer von Infantino. Dass sich die Concacaf der Uefa so deutlich anschloss, könnte ein Zeichen für eine Kehrtwende sein.
  • Lise Klaveness (Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes): Sie gilt als die mutigste Reformstimme im Weltfußball. Als offene Kritikerin von Infantinos Führungsstil genießt sie in Teilen Europas und in der Zivilgesellschaft großen Respekt. Innerhalb des konservativen Fifa-Stimmgefüges fehlt ihr jedoch die nötige Hausmacht aus den Nicht-EU-Konföderationen.
  • Mattias Grafström: Der Sohn eines Schweden und einer Niederländerin war mal Schweizer Jugendmeister im Tischtennis. Karriere machte Mattias Grafström aber als Funktionär im Fußball. Der gebürtige Schweizer wurde nach einer Interimszeit 2024 als Nachfolger der Senegalesin Fatma Samoura offiziell FIFA-Generalsekretär. Grafström ist eigentlich ein enger Vertrauter von Gianni Infantino. Medienberichten zufolge soll der Mann mit der Glatze aber angeblich die Chance auf den höchsten Posten im Weltfußball sehen.
Das Wahlsystem der Fifa macht eine Wachablösung schwierig

Bis zu der Veröffentlichung der Verkaufspläne von WM-Anteilen an private Investoren galt Infantino als unantastbar. Nun gerät er zwar ins Wanken, doch das Wahlsystem der Fifa macht eine Wachablösung schwierig.

  • Unabhängig von der Größe des Landes, der wirtschaftlichen Macht oder der fußballerischen Tradition hat jede Nation exakt eine Stimme. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat somit das gleiche Stimmgewicht wie kleine Inselstaaten (z. B. Montserrat oder Guam).
  • Im ersten Wahlgang wird eine Zweidrittelmehrheit aller stimmberechtigten Verbände benötigt ($141$ Stimmen). Ab dem zweiten Wahlgang reicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen ($106$ Stimmen).
  • Die Stimmabgabe erfolgt geheim in der Vollversammlung des Kongresses.
Infantino zementierte seine Position seit 2016

Der Grund für die breite Zustimmung - insbesondere in den kleineren Verbänden außerhalb Europas - liegt auch in der Erweiterung der WM auf derzeit 48 Mannschaften. Infantinos Vorstoß, das Teilnehmerfeld auf 64 Mannschaften zu erweitern, dürfte das eher noch festigen.

Zudem hat Infantino die finanziellen Zuwendungen an die Mitgliedsverbände durch die „Fifa Forward“-Finanzoffensive massiv aufgestockt. Die Einnahmen aus den Weltmeisterschaften fließen als Entwicklungsgelder direkt an die regionalen Verbände.

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