Die Türkei hat von Russland und der Ukraine den Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert und sich für ein Moratorium ausgesprochen. Die Hafenstadt Odessa wurde derweil erneut mit Raketen und Drohne angegriffen.
Ukraine-News | 9. August
Stand: 10.08.2026 06:25 Uhr
Diese Ukraine-News vom Sonntag, 9. August 2026, sind beendet.
von MDR AKTUELL
Durch den ukrainischen Drohnenangriff auf die grenznahe russische Großstadt Belgorod sind nach neuesten Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet und 27 verletzt worden. Mehrere Wohnblocks, ein Verwaltungsgebäude sowie Geschäfte seien beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit. Russische Behörden meldeten außerdem ukrainische Drohnenangriffe auf Noworossijsk und Gelendschik am Schwarzen Meer. (Quelle: dpa)
Selenskyj: Massiver Stromausfall in OdessaDer jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt. "Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden. (Quelle: dpa)
Tote nach russischen Angriffen auf Charkiw und SaporischschjaBei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 37 Bewohner seien bei der Attacke verletzt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Bei dem Angriff sei ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden.
In der Region Saporischschja starb unterdessen ein Feuerwehrmann bei russischem Beschuss. Der Mann hatte mit Kollegen nach einem nächtlichen Artillerieüberfall russischer Militärs in den Trümmern nach möglichen Opfern gesucht, als der Trupp in einen neuen Angriff geriet, wie Innenminister Iwan Wychiwskyj auf Telegram mitteilte. (Quelle: dpa)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, den Einsatz Zehntausender nordkoreanischer Soldaten vorzubereiten. Er schrieb auf der Plattform X, es sei eine Entscheidung getroffen worden, 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium zu stationieren. Dies seien mehr als noch im Juli geschätzt. Woher er diese Informationen habe, führte er nicht aus.
Nach ukrainischen Angaben hat Nordkorea bereits im laufenden Jahr etwa 14.000 Soldaten in die russische Region Kursk entsandt. Diese hätten Moskau geholfen, einen größeren Einfall ukrainischer Streitkräfte in die Region zurückzuschlagen. (Quelle: Reuters)
Papst Leo beklagt die Tötung unschuldiger Menschen in der Ukraine und in Russland und fordert ein Ende des Konflikts. Er erneuere seinen eindringlichen Appell, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Angriffe auf zivile Ziele auf beiden Seiten einzustellen, sagte das Kirchenoberhaupt vor Gläubigen, die sich in der Vatikanstadt versammelt hatten. "Die tragischen Vorfälle nehmen zu und fordern eine stetig wachsende Zahl ziviler Opfer, darunter auch Kinder", beklagte der Pontifex. (Quelle: Reuters)
BSW warnt vor voreiligen Schlüssen nach Sprengstoff-DrohneNach dem Sprengstoff-Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig hat die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag vor übereilten Schlüssen gewarnt. "Wir müssen wissen, wer hinter diesem Vorgang steckt, welches Ziel verfolgt wurde und vor allem, wie eine solche Drohne überhaupt bis in diesen hochsensiblen Bereich gelangen konnte", sagte BSW-Innenpolitiker Bernd Rudolph. Angesichts des Ukraine-Kriegs und der angespannten internationalen Lage liege ein möglicher staatlicher Hintergrund auf der Hand. "Doch Spekulationen sind keine Ermittlungsergebnisse." Russland dürfe nicht ohne Beweise zum Urheber erklärt werden. Es müsse auch geprüft werden, ob es sich um eine gezielte Provokation handle mit dem Ziel, jemanden in Misskredit zu bringen – eine sogenannte False Flag Operation. (Quelle: dpa)
Video: Nach Drohnenfund: Neue Überwachungstechnik am Flughafen installiert (2 Min)
Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums die Ortschaften Wasjutynske und Torezke in der ostukrainischen Region Donezk eingenommen. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA. Von ukrainischer Seite gab es dazu keine Angaben. Das ukrainische Militäranalsyseportal Deepstate hatte am Samstag ein russisches Vorrücken in der nähe des Ortes Kalenyky östlich von Slowjansk sowie am Sonntag bei Illiniwka und in Chasiw Yar gemeldet. (Quellen: Reuters, Deepstate)
Russland greift ukrainische Ölraffinerien in Sumy anRussland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Ölraffinerien in der nordostukrainischen Region Sumy angegriffen. Dies hat die russische Nachrichtenagentur Interfax gemeldet. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA berichtete, der Angriff habe Ölförderanlagen im Bezirk Ochtyrka zum Ziel gehabt. (Quelle: Reuters)
Selenskyj wirft Russland "Krieg gegen Ernährungssicherheit" vorBei einem russischen Angriff auf den ukrainischen Hafen von Odessa sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj acht Menschen verletzt worden. Die Hafenanlagen seien in der Nacht beschädigt worden, sagte der Staatschef. "Damit führen die Russen Krieg gegen die weltweite Ernährungssicherheit." Die Häfen von Odessa sind die Hauptroute für die Agrarexporte der Ukraine. (Quelle: Reuters)
Russland bestätigt Angriffe auf Schwarzmeer-HäfenRussische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht die ukrainische Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer angegriffen. In den Häfen von Odessa und Tschornomorsk sowie in nahegelegenen Ortschaften seien Treibstofflager getroffen worden, teilte das Ministerium mit. Diese seien für die Versorgung des ukrainischen Militärs genutzt worden. (Quelle: Reuters)
Drei Tote bei ukrainischem Angriff auf BelgorodBei dem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben der örtlichen Behörden in der Nacht drei Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. (Quelle: Reuters)
Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der TürkeiDie Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition. Das hat das ukrainische Militärportal "Militarnyj" unter Verweis auf eine offizielle Mitteilung des US-Außenministeriums berichtet. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Die verkauften ATACMS-Raketen der Modifikation M39 haben eine Reichweite von 165 Kilometern. (Quelle: dpa)
Massen-Drohnenangriff auf russische Grenzregion BelgorodBei einem massiven ukrainischen Drohnen-Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind russischen Angaben zufolge 13 Menschen verletzt und mehrere Gebäude beschädigt worden. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Alexander Schuvajew berichtete, wurden bei dem "Massen-Drohnenangriff" 13 Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Unter anderem vier Wohngebäude wurden demnach beschädigt.
Bilder in sozialen Netzwerken ließen auf mehrere Brände in der Stadt Belgorod schließen, die etwa 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt liegt. Angaben zu den militärischen Zielen des Angriffs gab es nicht. Belgorod ist der logistische Knotenpunkt zur Versorgung der russischen Truppen, die in der ukrainischen Grenzregion Charkiw operieren. (Quellen: Tass, dpa)
Verletzte nach Raketen- und Drohnen-Angriffen auf OdessaDie ukrainische Hafenstadt Odessa ist nach ukrainischen Angaben erneut von russischen Raketen und Drohnen angegriffen worden. Wie Bürgermeister Serhii Lysak laut der Nachrichtenagentur Ukrinform auf Telegram berichtete, wurden in mehreren Stadtteilen Wohngebäude und Infrastruktur beschädigt und Autos in Brand gesetzt. Zudem seien sechs Personen verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe hatte demnach im Vorfeld vor einer Bedrohung durch ballistische Raketen und Drohnen gewarnt. Russland greift die Hafenstadt am Schwarzen Meer seit geraumer Zeit verstärkt an. Erklärtes Ziel der Militärführung in Moskau ist vor allem die Ausschaltung der Hafenanlagen. (Quelle: Ukrinform)
Türkei fordert Stopp von Angriffen auf SchiffeNach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe hat die Türkei von Russland und der Ukraine einen vorläufigen Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden "ohne Unterschied" auch Handelsschiffe angegriffen. Auch türkische Schiffe und Schiffe unter türkischer Flagge seien schon betroffen gewesen.
Am Montag waren im Schwarzen Meer zwei Schiffe türkischer Reeder mit Drohnen angegriffen worden, mehrere Besatzungsmitglieder wurden dabei verletzt. Ankara hatte die Angriffe am Dienstag verurteilt und vor einer weiteren Gefährdung der zivilen Schifffahrt gewarnt. (Quelle: AFP)
Die Ereignisse gestern – 8. August 2026Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erstmals seit dem russischen Überfall im Februar 2022 Serbien besucht. In Belgrad vereinbarte er mit dem als russlandfreundlich geltenden Präsidenten Aleksandar Vučić eine engere Zusammenarbeit beider Länder. Vučić erklärte, er werde sich für die territoriale Integrität der Ukraine einsetzen.
In Bulgarien ist eine mit Sprengstoff ausgestattete Drohne abgestürzt. Sofia vermutet, es handle sich um ein ukrainisches Flugobjekt und bestellte die Botschafterin ein. Ein Vorsatz wird der Ukraine nicht unterstellt. Kiew versprach, an der Aufklärung mitzuwirken.
Im Fall der Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle schreiben mehrere US-Medien, es gebe möglicherweise eine Verbindung zu Russland. In der Bundesrepublik gibt es von offizieller Seite bislang keinen konkreten Vorwurf gegen Moskau. Außerdem gab es erneut gegenseitige Angriffe zwischen Russland und der Ukraine. Selenskyj sprach von 13 Toten binnen 24 Stunden.
Ukraine-News am Sonntag, 9. August 2026Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ukraine meldet russischen Angriff auf türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer | 0 | 2.5 | 23-07-2026 |
| 2 | Турция предложила России и Украине объявить мораторий на удары в Черном море | 0 | 3.96 | 09-08-2026 |
| 3 | Ukraine-News: Angriffe auf russische Tankschiffe auf US-Wunsch gestoppt | 0 | 10.96 | 12-08-2026 |
| 4 | Турция предложила России и Украине объявить мораторий на удары в Черном море | 0 | 3.27 | 09-08-2026 |
| 5 | Туреччина закликала росію та Україну запровадити мораторій на атаки комерційних суден у Чорному морі | 0 | 3.06 | 08-08-2026 |
| 6 | В Турции предупредили об угрозе судоходству из-за атак в Черном море | 0 | 8.36 | 10-08-2026 |
| 7 | В мире: Турция ощутила опасность в Черном море для своих судов | 0 | 6.08 | 05-08-2026 |
| 8 | Турция потребовала от РФ и Украины защитить суда в Чёрном море | 0 | 8.59 | 04-08-2026 |
| 9 | Турция предложила Украине и России мораторий на военные действия в Чёрном море | 0 | 8.98 | 09-08-2026 |
| 10 | Власти Турции обеспокоены атаками на суда в Черном море | 0 | 8.84 | 04-08-2026 |