Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Kabarettistin Gisa Flake in der Tonhalle: „Das Böse liegt mir sehr“

Дата публикации: 07-08-2026 10:22:00




Die Kabarettistin Gisa Flake wird ab September in der Comedy-Klassik-Reihe der Tonhalle zu erleben sein. Als Fußball-Fan hat sie zu Fortuna Düsseldorf eine sehr spezielle Meinung.



Основное содержимое страницы с новостью.

Kabarettistin Gisa Flake in der Tonhalle „Das Böse liegt mir sehr“

Die Schauspielerin und Kabarettistin Gisa Flake.

Foto: Ralph Keith/Tonhalle

Interview | Düsseldorf · Die Kabarettistin Gisa Flake wird ab September in der Comedy-Klassik-Reihe der Tonhalle zu erleben sein. Als Fußball-Fan hat sie zu Fortuna Düsseldorf eine sehr spezielle Meinung.

Die beliebte Tonhallen-Reihe „Comedy geht ins Konzert“ startet am Sonntag, 27. September, 16.30 Uhr, in die neue Saison. Als Gastgeberin ist diesmal Gisa Flake dabei – Schauspielerin, Kabarettistin, Sängerin. Die musikalischen Partner sind Akkordeon-Star Martynas Levickis und die Düsseldorfer Symphoniker unter Tianyi Lu, die Werke von Caroline Shaw, Ravel, Gershwin und Bartók spielen.

Liebe Frau Flake, Sie gelten als schlagfertige Kabarettistin, aber waren sich mit der Berufswahl gar nicht so sicher, oder?

FlakE Was ich schon alles werden wollte! Ich hatte ja schon ein Pflegepraktikum im Krankenhaus absolviert, doch dann kam mir das Schauspielstudium in die Quere. Medizin liegt mir trotzdem nahe. Es gibt ja viele Schauspielerinnen, die Ärztinnen sind.

Sie sind ja auch Sängerin. Haben Sie mal Probleme mit der Stimme gehabt?

Flake Ja. Ich hatte den schlimmsten Albtraum, den man nur erleben kann. Ich stand auf einer Bühne in Hannover, und es kam nur noch ein Hauch raus. Ich war erkältet, wollte es durchziehen und war zudem in einer Veranstaltung, in der ich mich auch nicht wahnsinnig wohlgefühlt habe. Und dann stellte sich heraus: doppelter Stimmlippen- und Stimmbandschaden.

Flake Und dann bin ich zu einem HNO-Arzt gegangen, der sagte: Sie können Ihren Job an den Nagel hängen. Woraufhin ich gesagt habe: Bitte was? Vor lauter Schreck habe ich sofort einen Nebenjob im Einzelhandel angenommen, um mich abzulenken. Und dann hab ich Logopädie gemacht und zwei Monate komplett die Klappe gehalten.

Flake Nach einem Dreivierteljahr bin ich noch mal zum selben HNO-Arzt. Der guckte in meinen Hals und sagt: Ja, das sieht alles total prima aus.

So viel zum Thema „ärztliche Prognosesicherheit“.

Flake Aber so etwas von... Ich habe damals in der Höhe jedoch ein paar Tönchen verloren.

Braucht man für den Job der Kabarettistin das Geistreich-Gen?

Flake Das fragen sich meine Eltern auch: Woher hat das Kind diese Spontaneität und diesen Witz? Vererbt hätten sie mir das nicht. Trotzdem, genetisch muss da irgendwas passieren, aber auch pädagogisch. Irgendwas lastet da immer auf der Seele, das künstlerisch raus muss.

Sie haben ja schon früh in Braunschweig auf einer Kabarettbühne gestanden. Wir haben Ihre Eltern das kommentiert?

Flake Die Bühne war bei uns Alltag, weil mein Vater sie aufgebaut hat. Ganz früher war sie eine Konservenfabrik, dann ein Kulturzentrum, dann wurde daraus eine kleine Bühne, irgendwann war sie die größte Kabarettbühne Braunschweigs mit 400 Zuschauern.

Die Bühne war also immer da?

Flake Ja, dort lernte ich laufen. Und ich wusste dadurch, dass es ein Beruf ist. Ich habe die Künstlerinnen und Künstler hautnah erlebt und durfte mich ausprobieren. Bis ich irgendwann eine Solo-Show hatte.

Also doch alles familiär gebahnt.

Flake Ja, und das hatte auch den tollen Vorteil, dass ich immer ein treues Publikum hatte. Ich musste halt irgendwann nur raus in die Welt.

Und was sagten Ihre Eltern?

Flake Die sagten: Wir unterstützen das alles. Wenn du aber selber siehst, das ist es gar nicht, dann ist es das nicht. Meine Mutter war damals Pflegedirektorin. Deshalb war für mich übrigens das Krankenhaus immer ein wunderschöner Ort.

Dann kam das Schauspielstudium?

Flake Ja, aber nach dem Studium hatte ich einen wahnsinnigen Burn-out von dieser Ausbildung. Da lag ich drei Monate heulend im Bett meiner Eltern.

Ich kann mir Gisa Flake drei Monate heulend nicht wirklich vorstellen.

Flake Oh doch, oh doch. Das ist immer dieser absurde Gegensatz. Das war schon damals auf der Schauspielschule so, dass mir die Dozenten sagen: Dich bringen wir auch noch zum Heulen. Und sie wussten nicht, dass ich aber abends schon jeweils mit einer Flasche Rotwein auf dem Boden lag und heulte. Also außen und innen sieht bei mir sehr unterschiedlich aus, muss ich schon sagen. Aber auch das ist bei sehr vielen Humoristen ja die Regel.

Sie haben schon sehr früh ein Georg-Kreisler-Programm gemacht. Der war ja ein Gigant. Wie war das damals für Sie?

Flake Ich hatte das große Glück, dass ich mit diesen ganzen Kabaretthelden aufgewachsen bin und die recht früh schon in meinem Leben auf der Bühne singen durfte. Und damals hab ich das als Herausforderung verstanden und fand Kreisler wahnsinnig toll. Und je älter ich wurde, desto mehr hab ich natürlich die Lieder begriffen, auch emotional. Kreisler ist auf der ewigen Nummer eins.

Da bin ich zu 100 Prozent bei Ihnen.

Flake Ja, Kreisler schenkt einem alles. Man kann schnell sein, man kann direkt sein, man kann sehr genau mit dem Florett arbeiten. Kreisler ist niemals grobschlächtig, und er lässt immer noch Interpretationen offen. Er fordert den intelligenten Zuhörer genauso wie die intelligente Spielerin auf der Bühne. Da kommt nur noch Tucholsky ran.

Kreisler ist aber sehr böse.

Flake Er ist wahnsinnig böse, und das liegt mir sehr.

In den Verfilmungen um den Kommissar Dupin spielen Sie die resolute Gendarmin Nevou. Wie kam das?

Flake Das war ein spontanes Geschenk. Ich habe damals meinen Mann Knud Riepen zu seinem „Traumschiff“-Dreh nach Schweden begleitet. Dort bekam ich einen Anruf: Könntest du in drei Tagen in der Bretagne sein, wir drehen da einen Krimi. Und die Kollegin, die die Nevou spielen sollte, war krank. Deswegen mussten sie die Rolle ein bisschen ummodeln. So kam ich drei Tage später an eines der schönsten Fleckchen, das ich jemals gesehen hab, nämlich die Bretagne. Seitdem bin ich dabei. Es gibt wirklich keinen Ort, wo ich mich wohler fühle. Ich liebe die Rolle und das gesamte Team.

Kannten Sie die Romane vorher?

Flake Ja, weil meine Mutter ein Fan der Romane ist. Ich bin nicht ins Dunkle gestolpert.

Im September treten Sie in der von Christian Ehring begründeten Serie „... geht ins Konzert“ in der Tonhalle auf. Was haben Sie sich vorgenommen?

Flake Ich möchte dem Publikum einen heiteren, unterhaltsamen Abend mit Anspruch bieten. Das ist immer das Ziel, wenn ich auf der Bühne bin, aber nun zählt es doppelt und dreifach. Ich freue mich unglaublich.

Sie haben in Ihrem ersten Programm am 27. September ein apartes Programm: Ravel und Gershwin, mit dem tollen Akkordeonisten Martynas Levickis und den Düsseldorfer Symphonikern.

Flake Geht nicht besser. Gershwin und der Broadway sind mir sehr nah, weil ich ja auch Musical gemacht habe.

Haben Sie jemals ein Akkordeon in der Hand gehabt?

Flake Und wie! Mein Vater hat 15 Jahre Akkordeon gespielt, ich bin damit aufgewachsen. Ich habe neun Jahre Geige gespielt und dann auch mit meinem Vater gemeinsam, sehr gerne – und nun kommt die nächste Absurdität – den bretonischen Stampftanz. Und als ich das erste Mal bei den Dreharbeiten zu Kommissar Dupin über die Altstadt-Insel von Concarneau ging, wurde von einem Ensemble ausgerechnet ein bretonischer Stampftanz gespielt.

Das Akkordeon ist ein tolles Instrument und gesund für den Körper, weil es die Muskulatur fordert. Man sollte es vielen Leuten aus therapeutischen Gründen verschreiben.

Flake Das wäre eine schöne Maßnahme: Akkordeon für alle.

Ihre Kollegen in der Serie waren und sind Christian Ehring, Maxi Schafroth, Florian Schroeder oder Wigald Boning. Kennt man sich in der Branche?

Flake Nicht zwingend. Ich laufe vielen Menschen eher zufällig über den Weg. Bei Ehring ist es nur sehr lustig, weil ich ihn mal kennengelernt habe, als ich meinen erkrankten Vater ersetzt habe in seinem Kabarett, und Christian Ehring war als Künstler zu Besuch. Also ich habe damals schon Merchandise und CDs für ihn verkauft. Da muss ich 17 oder 18 Jahre alt gewesen sein. Jetzt übernehme ich quasi seine Reihe.

Sie haben in der vergangenen Spielzeit als Fan von Eintracht Braunschweig relativ viele Feinde in Düsseldorf gehabt. Das wissen Sie, nicht wahr?

Flake Ja, für meine Eintracht ist es am Ende ganz gut gegangen, wobei ich sagen muss: Dieser letzte Spieltag – halleluja!

Braunschweig hat damals 1:6 bei Bielefeld verloren. Wenn diese Niederlage noch höher ausgefallen wäre, hätte Fortuna Düsseldorf die Relegation erreicht.

Flake Nach diesem Saisonverlauf muss ich sagen: Braunschweig hätte einen guten Abstieg verdient und Düsseldorf eindeutig nicht.

Aber weil die Düsseldorfer Pragmatiker sind, sagen sie: Okay, wir sind jetzt im Tal der Tränen, werden da aber wieder rauskommen. Aber dass Ihre Eintracht noch mal in der ersten Liga spielt, halte ich für sehr schwierig.

Flake Das möchte aber auch keiner. Das möchten noch nicht mal Braunschweiger.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Theater der Klänge in Düsseldorf: Eine Reise durch 40 Jahre Theatergeschichte011.3212-08-2026
2Highlights ab August: Von Franz Marc bis Niki de Saint Phalle – Neue Ausstellungen in Düsseldorf011.4809-08-2026
3Nach dem Aus für den Neubau: Rheinoper in Düsseldorf – Sanierung, Interim oder Bedeutungslosigkeit?010.3411-08-2026
4Kunst erleben in Düsseldorf : Art Talk macht Kunst beim Waldspaziergang erlebbar010.3813-08-2026
5Auftritt in Düsseldorf: „Wer mich nur aus dem Karneval kennt, kennt mich nicht“013.1110-08-2026
6Open-Air-Kino in Düsseldorf: 20.000 Kilometer mit dem Rad durch Afrika019.411-08-2026
7Hausmusik in Düsseldorf: Gut, dass das Klavier fast in der Küche steht011.211-08-2026
8Bust a Gut Laughs from Joe DeVito at The Funny Bone St. Charles06.0714-08-2026
9RTL erweitert DFB-Pokal-Übertragungen im Free-TV025.714-08-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 9.9. Источник: rp-online.de.