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Spektakel am Himmel über Elchingen – Weltmeisterschaftsflug bis Pyro-Show

Дата публикации: 09-08-2026 10:00:00

Segelflieger im Minutentakt, spektakuläre Kunstflugmanöver und leuchtende Ballons am Abend - so feierte der Luftsportring Aalensein 75-jähriges Bestehen.

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Stand: 09.08.2026, 12:00 Uhr

Von: Jürgen Eschenhorn

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Dicht umlagert war der Rettungshubschrauber der Bundeswehr.

Dicht umlagert war der Rettungshubschrauber der Bundeswehr. © Eschenhorn, Jürgen

Segelflieger im Minutentakt, spektakuläre Kunstflugmanöver und leuchtende Ballons am Abend - so feierte der Luftsportring Aalensein 75-jähriges Bestehen.

Neresheim-Elchingen. Wenn Segelflieger im Minutentakt in den Himmel steigen, Kunstflugzeuge ihre spektakulären Figuren ziehen und am Abend leuchtende Bälle über dem Flugfeld schweben, dann ist auf dem Härtsfeld etwas Besonderes geboten. Beim „Tag des Luftsports“ des Luftsportrings Aalen in Elchingen konnten die Besucher am Samstag die gesamte Faszination des Fliegens hautnah erleben. Der Verein feiert sein 75-jähriges Bestehen – und hatte dazu ein Programm auf die Beine gestellt, das vom Weltmeisterschaftsfliegen über Kunstflug bis hin zu einem stimmungsvollen Finale in der Dämmerung reichte. Das Programm zog zahlreiche Zuschauer auf das Flugfeld des Vereins auf dem Härtsfeld bei Elchingen.

80 Piloten aus 22 Nationen am Start

Eingebettet war der Tag in die der derzeit stattfindenden Junioren-Segelflugweltmeisterschaft in zwei Flugzeugklassen mit 80 Piloten aus aller Welt. Entsprechend fand auch ein Wertungsflug der Teilnehmer statt. Beeindruckend war die Präzision, mit der mehrere Motorflugzeuge die 80 jungen Segelflugsportler aus 22 Nationen im Abstand von kaum einer Minute in die Luft brachten – Start für ihre jeweiligen Wertungsaufgaben. In der Standardklasse war eine Strecke von 268 Kilometern bis nach Bayern hinein abzufliegen, in der Clubklasse waren rund 290 Kilometer im südlichen Baden-Württemberg.

Lesen Sie auch: Zwischen Wolken, Hitze und Taktik - WM-Piloten starten durch

Vom ersten Flieger zum WM-Ausrichter

Zuvor hatte Vorsitzender Wilhelm Weiser in seiner Begrüßung auf die Gründung und die weitere Entwicklung des Luftsportrings zurückgeblickt. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurde rund um Aalen Segelflug betrieben. 1951 gab es einen Neustart mit der Fliegergruppe Aalen-Unterkochen. 1954 wurde das erste eigene Flugzeug angeschafft, man fand bei Elchingen ein passendes Gelände. Seitdem habe der Verein insgesamt eine positive Entwicklung genommen. Thomas Dambacher, Leiter des städtischen Amtes für Schulen, Sport und Bäder, bezeichnete den Verein als ein gutes Beispiel für Engagement und Zusammenhalt. In 75 Jahren habe er viel geleistet, die bisherige Krönung sei die Ausrichtung der Weltmeisterschaft. 

Luftsportring-Legende Alfred Rainer durfte das neueste Flugzeug des Vereins auf seinen Namen taufen.

Luftsportring-Legende Alfred Rainer durfte das neueste Flugzeug des Vereins auf seinen Namen taufen. © Eschenhorn, JürgenDer Rettungshubschrauber zieht die Blicke auf sich

Im Anschluss erlebten die Zuschauer den Nachmittag über ein buntes Programm aus beeindruckenden Kunstflugvorführungen von Motor- und Segelflugzeugen, zudem wurden einige Modellflugzeuge in Aktion gezeigt. Immer dicht umlagert war der SAR 63-Rettungshubschrauber der Bundeswehr, der auf dem Flugfeld gelandet war und den man einige Stunden in Augenschein nehmen konnte. In den Hallen konnten die kleineren Besucher basteln, malen und die Flugsimiulatoren des Vereins testen.

Der „Schwabenliesl“ folgt der Elektrosegler

Emotional wurde es, als Vereinslegende Alfred Rainer zuerst das allererste und neu überholte Segelflugzeug „L-Spatz“ des Luftsportrings aus dem Jahr 1954 noch einmal auf den Namen „Schwabenliesl“ taufte. Anschließend durfte er zu seiner großen Überraschung das neueste Segelflugzeug – eines mit Elektromotor – auf seinen Namen taufen und mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Tobias Brandstetter zum Taufflug starten. Auch der Oldie ging mit in die Lüfte.

Lufthansa-Pilot Stefan Kepler aus Donzdorf zeigte mit seiner selbst gebauten Pitts 12 beeindruckenden Kunstflug.

Lufthansa-Pilot Stefan Kepler aus Donzdorf zeigte mit seiner selbst gebauten Pitts 12 beeindruckenden Kunstflug. © Eschenhorn, JürgenLeuchtendes Finale am Himmel

Stimmungsvoll wurde es am Abend, als in der Dämmerung Segelkunstflieger mit Pyrotechnik leuchtende Figuren in den Nachthimmel zauberten und bunt beleuchtete Fesselballons mit stimmungsvoller Musik über das Gelände schwebten. „Wir und die vielen Besucher haben einen tollen Tag erlebt, der Aufwand hat sich wieder gelohnt“, bilanzierte am Abend Michael Kost, Pressesprecher des Vereins und Moderator der Veranstaltung.

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