Nach dem Rotorblattverlust im Windpark Aalen-Waldhausen liegt die Ursachenermittlung vor. Statkraft will die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verstärken.
Stand: 24.07.2026, 14:29 Uhr

Nach dem Rotorblattverlust im Windpark Aalen-Waldhausen liegt die Ursachenermittlung vor. Statkraft will die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verstärken.
Aalen-Waldhausen. Nach dem Verlust eines Rotorblatts an einer Windkraftanlage im Windpark Aalen-Waldhausen liegen Erkenntnisse zum Schadenshergang vor. Die havarierte Anlage wurde durch Windtechnikexperten und einen unabhängigen Gutachter untersucht. Ergebnis: Ein Riss im Blattlager führte am 5. Juli 2026 dazu, dass sich eines der Rotorblätter von der Nabe löste und unmittelbar neben der Anlage zu Boden ging. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, auch entstand über die Anlage hinaus kein weiterer Sachschaden.
Installation neuer Rotorblätter in VorbereitungDie Installation eines neuen Rotorblatts wird voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen und hängt von der Verfügbarkeit eines erforderlichen Krans sowie notwendigen Genehmigungen ab. Das beschädigte Rotorblatt wurde bereits abtransportiert. Die Fläche in der Umgebung der havarierten Anlage wird nach verstreuten Kleinstpartikeln abgesucht und gereinigt.
Weitere Anlagen überprüft und freigegebenUmgehend nach dem Vorfall wurden alle weiteren Anlagen im Windpark vorsorglich abgeschaltet und untersucht. Fünf der sechs Anlagen laufen seit dem 10. bzw. 11. Juli wieder, nachdem Windtechnikexperten sie ohne Einschränkung für den Betrieb freigegeben haben. An einer Anlage wurde ein initialer Riss im Blattlager identifiziert. Der Schaden wurde umgehend instandgesetzt, die Anlage am 17. Juli wieder in Betrieb genommen. Das Blattlager wird vorsorglich zum nächstmöglichen Zeitpunkt vollständig ausgetauscht, voraussichtlich im November 2026.
Sicherheitsvorkehrungen deutlich verstärktStatkraft verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen im Windpark deutlich. An allen Anlagen werden Monitoring-Systeme angebracht, die rund um die Uhr Echtzeit-Daten über den Zustand der Blattlager liefern. Es handelt sich um eine umlaufende Glasfaser, die kleinste Veränderungen an den Blattlagern erfasst und meldet. Der Betrieb von Statkrafts Windenergieanlagen in Deutschland wird bereits 24 Stunden täglich durch ein Serviceunternehmen und einen technischen Betriebsführer überwacht. Die Daten der neu installierten Monitoring-Systeme fließen ab sofort in die Überwachung des Windparks ein.
"Wir nehmen die Havarie und die Ergebnisse der Ursachenermittlung sehr ernst. Der sichere Betrieb unserer Windkraftanlagen und die Sicherheit der Bevölkerung stehen an erster Stelle. Wir werden die Erkenntnisse aus Aalen-Waldhausen nutzen und überprüfen, wie wir unsere Sicherheitsvorkehrungen allgemein verbessern können", erklärt Stefan Göbel, Deutschland-Chef von Statkraft.
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