In Zweibrücken haben mehr als 300 Menschen am Mittwochabend eine partielle Sonnenfinsternis an der Sternwarte erlebt. Mit Schutzbrillen, Teleskopen und Picknickdecken.
Die Wiese an der Sternwarte in Zweibrücken war am Mittwochabend voll. Mehr als 300 Menschen kamen auf dem Hügel zusammen, um die partielle Sonnenfinsternis mitzuerleben - ob als Familienausflug, Date-Night oder zum Fotografieren. Einige haben sich sogar mit Krücken und Rollator hochgeschleppt. Auf Campingstühlen wurden die Snackboxen ausgepackt oder die Stricknadeln herausgeholt. Alle Altersklassen kamen zusammen und gemeinsam wurde dann bis zum Sonnenuntergang gestaunt.
Es ist ein schönes Volksfest hier. Ich mag das.
Der Naturwissenschaftliche Verein in Zweibrücken hatte eingeladen, das Spektakel durch das Teleskop der Sternwarte zu beobachten. Dass so viele Menschen gekommen sind, hat den zweiten Vorsitzenden des Vereins, Klaus Portscheller, vollkommen positiv überrascht. Der Verein hatte mit vielen Leuten gerechnet, aber nicht mit so einem Ansturm, so Portscheller. Einige Besucherinnen und Besucher hätten bereits Interesse gezeigt, dem Verein beitreten zu wollen.
Ab 19:15 Uhr zogen sich die Menschen so langsam ihre Schutzbrillen auf die Nasen, durch die die Sonne gut zu erkennen gewesen ist. Eine Frau hat sogar ihre alte Brille gefunden, mit der sie bereits 1999 versucht hatte, die komplette Sonnenfinsternis zu schauen. „Ich habe sie mühsam gesucht“, erzählte sie stolz.
Auch an anderen Orten in der Westpfalz haben Menschen die partielle Sonnenfinsternis beobachtet. So zum Beispiel in Schmalenberg im Kreis Südwestpfalz: Die Studentische Arbeitsgemeinschaft für Astronomie hatte dort Teleskope zur Beobachtung aufgestellt.
In Eulenbis im Kreis Kaiserslautern hatte man ebenfalls eine gute Sicht auf die partielle Sonnenfinsternis. Dort ist dieses Video von dem Himmelsereignis entstanden.