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„Sehr starke Rauchentwicklung”: Waldbrand wütet weiter, Warnung für Kreis Düren

Дата публикации: 14-08-2026 11:03:00

Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil mit rund 1800 Einwohnern evakuiert. Der Brand ist nur noch wenige Hundert Meter entfernt.

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Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil mit rund 1800 Einwohnern evakuiert. Der Brand ist nur noch wenige Hundert Meter entfernt.

„Sehr starke Rauchentwicklung“ in Düren

„Wir haben gerade eine sehr starke Rauchentwicklung. Wir haben die Menschen in Düren und Nideggen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten“, sagt die Pressesprecherin des Kreises Düren, Anne Schröder zu FOCUS online. Wie groß die Gefahr für den gesamten Kreis Düren sei, könne sie nicht abschätzen.

„Irgendwann müssen wir rein“, „extrem gefährlich“

Feuerwehrsprecher Peter Berndgen sagt im Gespräch mit FOCUS-online-Reporter Frank Gerstenberg vor Ort, dass die Lage „sehr dynamisch“ sei. „Alle Faktoren sind heute ungünstig für die Feuerwehr“, erklärt Berndgen. „Wir haben hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und starken Wind. Das macht es uns nicht gerade einfach.“

Noch versucht die Feuerwehr den Brand aus der Luft zu löschen, vor allem aber die Ausbreitung zu verhindern. „Aber irgendwann müssen wir rein in den Wald“ sagt Berndgen gegenüber FOCUS online. „Vielleicht schon heute Nachmittag.“ Das sei „extrem gefährlich“ für die Feuerwehr. Bäume könnten unten am Stamm brennen und einfach auf umkippen. „Wir nennen diese Bäume Witwenmacher“, so Berndgen.

Ein weiteres Problem seien Phosphorbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Wald verstreut seien. „Es brennt immer mal wieder einer dieser Bomben.“ Das sei in der aktuellen Situation besonders gefährlich .

Weniger als 200 Meter: Waldbrand rückt näher

Der Eifel-Waldbrand rückt an die Gemeinde Hürtgenwald heran. Das Feuer sei näher an den Ortsteil Gey gerutscht, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben einer Kreissprecherin sei das Feuer noch rund 150 bis 200 Meter von der Ortschaft entfernt.

Solange das Feuer nicht in die Baumkronen schlage, seien die Meterangaben allerdings noch nicht entscheidend, erläuterte Nolten. „Wir haben unten Löschzüge im Einsatz, die auch versuchen, den nassen Riegel davorzuschieben.“

Landrat: Lage stabilisiert sich, aber „sind noch lange nicht durch“

Die Lage beim großen Waldbrand bei Hürtgenwald in der Eifel in Nordrhein-Westfalen stabilisiert sich nach Angaben der örtlichen Behörden. Zusätzliche Evakuierungen seien nach seiner Einschätzung „erstmal“ nicht nötig, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten am Freitag vor Journalisten vor Ort. Das gelte auf jeden Fall, so lange der Wind nicht auffrische. Das Brandgeschehen beschränke sich auf den am Vortag betroffenen Bereich.

Laut Nolten kommt es inzwischen vor allem darauf an, das Feuer entlang der Flanken einzudämmen und heiße Glutnester im Boden zu bekämpfen. Im zentralen Bereich des Feuers sei alles „heruntergebrannt“, sagte er. Der Einsatz werde aber noch dauern. „Wir sind noch lange nicht durch.“

Dürener sollen geschlossene Räume aufsuchen

Die Bewohner mehrerer Stadtteile Dürens sollen sofort geschlossene Räume aufsuchen. Wegen der Brandes im Hürtgenwald komme es zu Rauchniederschlag, teilte der Kreis Düren mit. Gesundheitliche Beeinträchtigungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Die Aufforderung gilt für die Stadtteile Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir. „Bitte begeben Sie sich in dem betroffenen Bereich sofort in geschlossene Räume“, forderte der Kreis auf.

NRW-Landesregierung: Wälder nicht betreten

Angesichts des großen Waldbrandes in Hürtgenwald und weiterer Brände in Nordrhein-Westfalen ruft die Landesregierung die Menschen dazu auf, Wälder nicht zu betreten. 

„Brände können sich rasant schnell ausbreiten und Fluchtwege abschneiden. Zudem sind die meisten Waldbrände auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen“, erklärten die Minister für Inneres, Herbert Reul, und Landwirtschaft, Silke Gorißen (CDU), gemeinsam in Düsseldorf.

Hubschrauber zur Unterstützung angefordert

Mindestens ein Hubschrauber soll die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrandes nahe Hürtgenwald unterstützen. Die Hilfe sei angefordert, sagte die Sprecherin des Kreises Düren. Feuerwehrleute versuchen zu verhindern, dass die Flammen den Ort erreichen. 

Bereits am Donnerstag hatte ein Hubschrauber über dem Wald Löschwasser abgeworfen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Pilot aber nicht mehr fliegen.

Krisenstab einberufen

Weil sich ein Waldbrand immer weiter auf die Gemeinde Hürtgenwald zubewegt, ist der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden. Das sagte eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur. Der Krisenstab werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen.  

Waldbrand nur noch 400 Meter von Hürtgenwald entfernt

Der Waldbrand rückt weiter auf die Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen zu. Die Flammen seien nur noch 400 Meter von dem Ortsteil Gey entfernt, sagte eine Polizeisprecherin. Gut 1800 Menschen müssen nun ihre Häuser verlassen. 

In der Nacht waren die Flammen noch etwa 500 Meter entfernt. Dann habe sich der Wind gedreht, so die Sprecherin weiter. Die Feuerwehr habe daher kurz vor 4.00 Uhr die Evakuierung des Ortsteils angeordnet.

Waldbrand bedroht NRW-Ortsteil: 1800 Menschen evakuiert

Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, ist „sofort zu evakuieren“, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. 

Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen nur noch etwa 400 Meter von dem Ort entfernt. Bei der Evakuierung ist es bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen.

Zuerst hatte die „Bild“ berichtet. Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu.

Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. Wer bei der Evakuierung Hilfe benötigt kann sich unter der Telefonnummer 02429 3090 melden. Bewohner sollen gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Eine Anlaufstelle werde laut Gemeinde in der Grundschule Straß eingerichtet. 

25 Hektar seit Donnerstag in Flammen

In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4.00 Uhr entschied sich die Feuerwehr für die Evakuierung, hieß es weiter.

Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber aufgefordert, den Bereich zu meiden. 

Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. 

Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9.000 Menschen.

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