Ein Leben im Van: Statt im regnerischen England wohnen zu bleiben, will ein Paar mit seinen Kindern mit dem Van durch Europa reisen. Dafür verkauft die junge Familie sogar ihr Haus.
Ein Leben im Van: Statt im regnerischen England wohnen zu bleiben, will ein Paar mit seinen Kindern mit dem Van durch Europa reisen. Dafür verkauft die junge Familie sogar ihr Haus.
Paulina und Stanley (beide 21) wollen ihre Dreizimmer-Doppelhaushälfte in den englischen Midlands verkaufen und mit ihren Söhnen im Campervan durch Europa reisen. Wie der „Mirror“ berichtet, kam das Haus nun auf den Markt. Starten wollen sie mit Jakub (16 Monate) und Albert (vier Monate), sobald es verkauft ist.
Geplant ist eine Reise entlang der französischen, später der spanischen und portugiesischen Küste. Bleiben wollen sie, wo es ihnen gefällt: Die Kinder sollen dort die Welt erkunden, „anstatt den ganzen Tag in einem winzigen Zimmer in Großbritannien zu sitzen – oft, ohne überhaupt das Haus zu verlassen, weil das Wetter miserabel ist“, erzählt Paulina laut „Mirror“. Stanley will außerdem seinen Job als Ingenieur aufgeben, um mehr Zeit mit der Familie zu haben.
„Die Leute sagen, wir sind unverantwortlich“, sagt Paulina über ihre Reisepläne, verteidigt sie aber gegen Kritik. Da beide Kinder unter zwei sind, müssen die Eltern sie nicht aus der Schule nehmen. Ihre gemeinsame Reise soll nun einige Jahre dauern.
Auf 1800 Pfund (rund 2100 Euro) im Monat belaufen sich laut „Mirror“ derzeit ihre laufenden Hauptkosten. Paulina erwartet, die Ausgaben mit dem Van mehr als halbieren zu können, weil die Stromkosten entfallen und sie in warmen Ländern weniger Gas brauchen. Der umgebaute Van hat Solarpaneele, Wassertanks, eine Küche, ein Bad, ein Doppel- sowie ein Etagenbett.
Die Kosten setzen sich vor allem aus Versicherung und Treibstoff zusammen – diese wollen sie mit ihren Social-Media-Einnahmen decken. Außerdem muss die junge Familie für die jährliche Straßenzulassung nach Großbritannien zurück.
Die Idee ist nicht neu: Eine australische Anwältin verkaufte ihre Wohnung und lebt nun im Wohnmobil. Die Hypothek und der damit verbundene Stress waren ihr die Immobilie nicht wert – heute genießt sie Strand und Eukalyptusbäume direkt vor der Tür.
Das Leben im Wohnmobil ist auch in Deutschland grundsätzlich erlaubt, wie der ADAC aufklärt. Wer in Deutschland dauerhaft aus einer Wohnung auszieht, muss sich binnen zwei Wochen abmelden. Die vollständige Abmeldung in Deutschland kann allerdings Folgen für Krankenversicherung, Kindergeld, Bankgeschäfte und die Kfz-Zulassung haben. Eine fiktive Meldeadresse ist strafbar.
Vor dem Start sollten laut ADAC Papiere, Versicherungen und Fahrzeugtechnik geprüft werden. Dazu gehören unter anderem:
Auch sollten Sie das Auto die TÜV-Hauptuntersuchung beachten sowie die Gasanlage und Reifen prüfen. Auch über die Maut- und Verkehrsregeln der Reiseländer sollten Sie sich informieren.