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E-Auto-Reisen in Europa: Darauf sollte man achten

Дата публикации: 16-08-2026 09:15:00

Reisen mit dem Elektroauto sind auf vielen europäischen Routen problemlos möglich, allerdings unterscheidet sich die Ladeinfrastruktur regional deutlich.

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Reisen mit dem Elektroauto sind auf vielen europäischen Routen problemlos möglich, allerdings unterscheidet sich die Ladeinfrastruktur regional deutlich.

Besonders in Mittel- und Westeuropa gibt es vielerorts eine hohe Dichte an Ladepunkten, während bei abgelegenen, südlichen oder südosteuropäischen Zielen größere Abstände und Versorgungslücken berücksichtigt werden müssen. Der ACE Auto Club Europa empfiehlt deshalb, vor der Abfahrt neben der Route auch Ladepunkte, Zahlungsmittel und Alternativen zu prüfen. Eine hohe Zahl und Dichte öffentlicher Ladepunkte gibt es laut einer aktuellen Auswertung des ACE insbesondere in Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, den Niederlanden und der Schweiz. Auch Großbritannien ist vergleichsweise gut abgedeckt.

Ladesäulen: Gut im Norden, viele Lücken im Süden

In Italien und Spanien ist das Laden entlang der Hauptverkehrsachsen in der Regel gut möglich, während ländliche und südliche Regionen sowie Inseln dünner versorgt sein können. In Finnland und Schweden sind Städte und wichtige Fernrouten gut erschlossen, Richtung Norden nehmen die Lademöglichkeiten wegen der großen Entfernungen jedoch ab.

In Polen, Slowenien und Kroatien bestehen teilweise Lücken, während im weiteren Südosten Europas, in Süditalien sowie auf Strecken Richtung Griechenland und Türkei größere Abstände zwischen Ladepunkten zu erwarten sind. Für solche Regionen sollten Ladehalte frühzeitig festgelegt und Reichweitenreserven für Ausweichrouten eingeplant werden. Ein belegter, defekter oder inkompatibler Ladepunkt kann andernfalls erhebliche Verzögerungen verursachen.

Roaming-Kosten sind ein teures Vergnügen

Viele deutsche Ladekarten ermöglichen über Roaming das Laden im Ausland, decken aber nicht automatisch alle Länder und Betreiber ab. Je nach Anbieter können unter anderem Norwegen, Großbritannien, Ungarn oder Staaten Südosteuropas fehlen, zudem akzeptieren einzelne Säulen weiterhin nur physische Ladekarten. Der ACE empfiehlt deshalb zwei bis drei kostenlose Ladekarten oder Apps verschiedener Anbieter und eine vorherige Kontrolle ihrer Länderabdeckung. Als Zahlungsmittel gilt die Kreditkarte als am verlässlichsten.

Ladekosten im Ausland im Blick behalten

Auch die Preise sollten vor dem Laden geprüft werden, denn mit einer deutschen Roamingkarte können im Ausland Aufschläge von bis zu 100 Prozent entstehen. Lokale Betreiber können günstigere Tarife anbieten, wobei eine Registrierung bereits aus Deutschland sinnvoll sein kann. Bei einer Kontoeröffnung vor Ort verlangt ein lokaler Anbieter in Italien beispielsweise eine italienische Steuernummer, bei vorheriger Registrierung aus Deutschland entfällt dies. Als Alternative kommt Ad-hoc-Laden ohne festen Vertrag infrage, das seit 2024 an neuen Schnellladepunkten in der EU vorgeschrieben ist.

Litauen weist in der ACE-Übersicht besonders günstige Ladepreise auf. In der Hauptstadt Vilnius kostet Normalladen 28,7 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und damit etwa halb so viel wie in Deutschland. Neben der Abrechnung nach Kilowattstunden sind im Ausland häufiger Zeittarife anzutreffen, die bei langsam ladenden Fahrzeugen unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen können. Bei Fremdwährungen ist die Abrechnung in Landeswährung in der Regel günstiger als eine sofortige Umrechnung in Euro am Terminal.

An öffentlichen europäischen Ladepunkten werden überwiegend die aus Deutschland bekannten Anschlüsse verwendet: Typ 2 für Wechselstrom und CCS für Gleichstrom. An Schnellladesäulen ist das Kabel fest installiert, während an Normalladepunkten meist das eigene Typ-2-Kabel benötigt wird. In Nicht-EU-Ländern wie Albanien können zusätzlich chinesische GB/T-Anschlüsse vorkommen, für die europäische Fahrzeuge einen geeigneten Adapter brauchen. In einigen Ländern, darunter Italien, gibt es zudem Starkstromanschlüsse in öffentlichen Tiefgaragen, die mit einer mobilen Wallbox und passenden Steckeraufsätzen genutzt werden können.

Fähren mit Einschränkungen bei E-Autos

Bei Fährreisen sollten vor der Buchung die Vorgaben der jeweiligen Reederei zum Ladezustand geprüft werden. Auf griechischen Fähren darf die Akkuladung häufig höchstens 40 Prozent betragen, während andere Fährgesellschaften reservierbare Ladeplätze an Bord anbieten, die üblicherweise vorab gebucht werden müssen. Für Fahrten durch die Schweiz empfiehlt es sich außerdem, Ladepunkte und Kartenmaterial vorab herunterzuladen, da viele Mobilfunktarife dort kein kostenloses Roaming einschließen.

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