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Porsche plant wohl bis zu 4000 weitere Stellenstreichungen

Дата публикации: 06-07-2026 08:18:00

Porsche plant laut Medienberichten bis zu 4000 weitere Stellenstreichungen. Gleichzeitig verlieren drei Top-Managerinnen ihre Führungspositionen.

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Bis zu 4000 weitere Stellen könnten bei Porsche nach Medienberichten wegfallen. Gleichzeitig werden Führungspositionen gestrichen – drei Top-Managerinnen verlieren ihre Posten.

Der Sportwagenbauer Porsche bereitet offenbar die nächste große Sparrunde vor. Nach Informationen von „Handelsblatt“ und „Spiegel“ könnten bis zu 4000 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen bestätigte die Zahl auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht.

Ein Porsche-Sprecher verwies stattdessen auf ein umfassendes Zukunftspaket, das derzeit erarbeitet werde. Ziel sei es, den Sportwagenhersteller schlanker und effizienter aufzustellen. Das Maßnahmenpaket soll bis Ende Juli vorgestellt werden. Derzeit verhandeln Management und Arbeitnehmervertreter über die Details.

Besonders betroffen sein sollen auch Verwaltung und Management. Zudem stehen demnach am Entwicklungsstandort Weissach rund 30 Prozent der Kapazitäten auf dem Prüfstand.

Tausende Stellen wurden bereits gestrichen

Die neuen Einschnitte kämen zu bereits beschlossenen Sparmaßnahmen hinzu. Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Außerdem liefen die Verträge von etwa 2000 befristet Beschäftigten aus. Hinzu kommt die Schließung von drei Tochtergesellschaften mit rund 500 betroffenen Mitarbeitern.

Porsche-Chef Michael Leiters hatte bereits im März angekündigt, den eingeschlagenen Sparkurs weiter zu verschärfen.

Umbau trifft jetzt auch die Führungsetage

Nicht nur Beschäftigte sind von den Einschnitten betroffen. Demnach baut Vertriebsvorstand Matthias Becker sein Ressort grundlegend um. Die Zahl der Vertriebsregionen soll von fünf auf drei sinken.

Im Zuge der Neuordnung verlieren gleich drei prominente Managerinnen ihre bisherigen Führungspositionen:

  • Iryna Kauk, bisher Europachefin,
  • Christiane Zorn, Leiterin der Region Übersee und Wachstumsmärkte,
  • Maryam Djavadi, verantwortlich für die Luxus- und Exklusivitätsprogramme.

Porsche wollte die Personalentscheidungen nicht kommentieren. Ein Sprecher erklärte lediglich, derzeit würden sämtliche Bereiche darauf überprüft, „wie wir uns schlanker und effizienter aufstellen können“. Der Fokus liege zunächst bewusst auf den Managementstrukturen.

Schwache Geschäfte erhöhen den Druck

Der verschärfte Sparkurs ist die Folge einer anhaltenden Absatzschwäche. Vor allem in China gerät Porsche zunehmend unter Druck. Im ersten Quartal 2026 gingen die Auslieferungen dort um 21 Prozent auf 7519 Fahrzeuge zurück.

Das Unternehmen verweist auf das schwierige Marktumfeld und seine Strategie „Value over Volume“, bei der nicht möglichst viele Fahrzeuge verkauft werden sollen, sondern vor allem margenstarke Modelle. Bereits 2025 waren die Auslieferungen in China um mehr als 26 Prozent eingebrochen.

Teil des großen VW-Umbaus

Porsche gehört zum Volkswagen-Konzern, der selbst vor einem tiefgreifenden Umbau steht. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen, über die FOCUS online bereits berichtet hat, werden im Konzern weitreichende Einschnitte diskutiert – bis hin zu einem möglichen Abbau von bis zu 100.000 Stellen weltweit. Offiziell bestätigt ist diese Zahl bislang nicht.

Autoexperte Philipp Raasch sieht den VW-Konzern vor einer grundlegenden Neuaufstellung. Hintergrund seien vor allem der massive Wettbewerbsdruck aus China, der technologische Rückstand bei Software und Elektromobilität sowie die sinkenden Gewinne im wichtigen chinesischen Markt. Nach seiner Einschätzung steht Volkswagen vor der Wahl, sich konsequent neu zu erfinden – oder langfristig in einzelne Unternehmensteile zerlegt zu werden.

Für Porsche bedeutet das zusätzlichen Druck. Der Sportwagenhersteller soll profitabler werden und Kosten senken. Wie tief die Einschnitte tatsächlich ausfallen werden, dürfte sich Ende Juli zeigen, wenn das angekündigte Zukunftspaket vorgestellt wird.

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