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Russland fängt ukrainische Flamingo-Raketen inzwischen fast vollständig ab. Seltene Radarflugzeuge verschaffen Moskau den entscheidenden Vorteil

Дата публикации: 16-08-2026 05:51:00

Russland fängt ukrainische Flamingo-Marschflugkörper inzwischen fast vollständig ab. Seltene Radarflugzeuge verschaffen Moskau dabei einen entscheidenden Vorteil.

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Russland fängt ukrainische Flamingo-Marschflugkörper inzwischen fast vollständig ab. Seltene Radarflugzeuge verschaffen Moskau dabei einen entscheidenden Vorteil.

Russland fängt den ukrainischen Marschflugkörper Flamingo inzwischen fast vollständig ab. Die Waffe galt als Kiews stärkstes Mittel für Schläge tief im russischen Hinterland.

Das berichtet das ukrainische Nachrichtenportal „Euromaidan Press“. Demnach setzt die russische Luftwaffe ihre verbliebenen Frühwarnflugzeuge vom Typ Berijew A-50U gezielt entlang wahrscheinlicher Flugrouten ein, um die Raketen früh zu entdecken und den Abschuss vom Boden aus zu lenken.

Russlands Radarflugzeuge stoppen ukrainische Tiefschläge

In der Nacht zum 6. August feuerte die Ukraine mindestens drei Flamingo-Raketen auf Ziele in der Oblast Tjumen in Westsibirien ab. Nach Daten des Open-Source-Beobachters AMK Mapping legten die Flugkörper rund 2500 Kilometer zurück. Danach ließ sich ihr weiterer Flugweg nicht mehr rekonstruieren. Der Auswertung zufolge hat Russland seit dem 1. Juli zehn von elf gestarteten Flamingos abgeschossen. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Zahl nicht.

Laut der französischen Zeitung „L’Indépendant“ gerieten die ukrainischen Angriffe auf wichtige Industrieanlagen in Russland dadurch ins Stocken. Seit Juli soll der Einsatz der A-50U die Lage verändert haben. Die Maschinen kreisen hoch über russischem Gebiet und erkennen tief fliegende Ziele weit früher als Radare am Boden.

Flamingo-Rakete trägt 1150 Kilo Sprengstoff

Der Flamingo-Marschflugkörper stammt von der ukrainischen Firma Fire Point. Die Rakete wiegt sechs Tonnen, fliegt mit Turbostrahlantrieb und erreicht bis zu 3000 Kilometer. Ein Exemplar kostet laut „L’Indépendant“ rund 500.000 US-Dollar (etwa 433.000 Euro). Damit liegt die Waffe deutlich unter dem Preis westlicher Marschflugkörper. Zudem trägt sie einen 1150-Kilogramm-Sprengkopf, den schwersten aller ukrainischen Fernwaffen.

Im Juni kamen einzelne Raketen noch durch. Zwischen dem 9. und 10. Juni schlugen nach Angaben von „Euromaidan Press“ zwei Flamingos im Elektronikwerk WNIIR-Progress in Tscheboksary ein und verursachten schwere Explosions- und Brandschäden. Zwischen dem 24. und 25. Juli traf mindestens eine weitere Rakete das Werk Awitek in der Oblast Kirow, rund 1300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Dort entstehen auch Teile für das russische Flugabwehrsystem Tor. „Eine Verlangsamung dieser Produktion hätte die größte Wirkung“, schreibt der Analyst Michael Bohnert von der Denkfabrik RAND auf X. Würde die Produktion gebremst, könnte das ausgerechnet dem Flamingo helfen. Tor gehört zu den Systemen, die diese Raketen bekämpfen.

Ein russisches Frühwarnflugzeug vom Typ A-50U.

Ein russisches Frühwarnflugzeug vom Typ A-50U. picture alliance/dpa/TASS | Sergei Fadeichev
Ukraine greift Russlands seltene A-50U an

Russland hat dafür nur wenige Mittel. Die Ukraine zerstörte bereits zwei A-50U und beschädigte mindestens zwei weitere. Damit bleiben höchstens fünf einsatzfähige Maschinen. Ersatz könne Moskau derzeit nicht bauen, berichtet „Euromaidan Press“. Die einzige Fabrik werde durch Sanktionen ausgebremst. Auch der Prototyp des Nachfolgers sei zerstört worden, so der Bericht.

Die Ukraine versucht deshalb, den Flamingo schneller weiterzuentwickeln. Fire Point soll nun den Höhenmesser angepasst haben, damit die Rakete noch tiefer fliegt. Je näher sie am Boden bleibt, desto schwerer lässt sie sich zwischen Gelände, Wäldern und Gebäuden orten. Bisher reicht das offenbar nicht. Fast alle gestarteten Flamingos gehen derzeit verloren, bevor sie ihr Ziel erreichen.

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