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US-Flugzeugträger: Iranischer Raketenangriff löst Nachschub-Chaos aus

Дата публикации: 15-08-2026 10:46:00

Nach über 240 Tagen auf See wird die Lage an Bord des Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ laut Medienberichten immer ernster. Das liegt wohl auch an einem iranischen Angriff aus den ersten Kriegstagen.

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Nach über 240 Tagen auf See wird die Lage an Bord des Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ laut Medienberichten immer ernster. Das liegt wohl auch an einem iranischen Angriff aus den ersten Kriegstagen.

Eigentlich hätten die 5000 Matrosen der „USS Abraham Lincoln“ schon im Mai zuhause ankommen sollen. Stattdessen wurde ihr Einsatz im amerikanischen Irankrieg auf unbestimmte Zeit verlängert. Mittlerweile mehren sich die Berichte über technische Defekte, fehlenden Nachschub und die wachsende psychische Belastung der Matrosen.

Die schlechte Situation auf dem Flugzeugträger geht dabei wohl auch auf einen iranischen Angriff aus den ersten Kriegstagen zurück. Die „New York Times“ berichtete, dass ein Schlag auf einen US-Marinestützpunkt in Bahrain die Nachschubrouten der Flotte erheblich gestört hätte und damit auch die Versorgung der „USS Abraham Lincoln“.

„Verschimmelte Duschen“ – Zustände sollen untragbar sein

Am 21. November 2025 war der Flugzeugträger aus seinem Heimathafen in San Diego ausgelaufen – ursprünglich für eine Stationierung im Pazifischen Ozean. Für Trumps Krieg gegen den Iran wurde das Schiff aber in den Nahen Osten beordert, wo es seitdem an der Blockade iranischer Häfen teilnimmt. Die überlange Einsatzzeit setzt dabei sowohl dem Schiff als auch seiner Besatzung zu.

Der demokratische Abgeordnete Mike Levin schrieb auf X, Angehörige der Besatzung hätten ihm von Schimmel in den Duschen und defekten Sanitäranlagen erzählt. Dazu fehle es auf dem Schiff teilweise an grundlegender Verpflegung, wie Seife, ausreichender Nahrung oder Zahnpasta. Seine Schilderung deckt sich mit Berichten verschiedener Medien, unter anderem der „New York Times“ und des „Spiegels“.

Der lange Einsatz schlägt auf die Psyche der Matrosen

Zum physischen Mangel kommt auch eine wachsende mentale Belastung. In einer Bürgerversammlung berichteten Angehörige der Matrosen von Suizidgedanken ihrer Partner. Mehrere Soldaten versuchten zudem, über Bord zu springen, wie die Fachzeitung „Navy Times“ berichtete.

Dass die Versorgungslage auf dem Flugzeugträger so drückend ist, liegt laut „New York Times“ auch an iranischen Angriffen. Kurz nach dem Beginn des Krieges bombardierte der Iran eine Logistikdrehscheibe der US-Navy in Bahrain und zerstörte sie weitgehend.

Strategisch wichtiger Stützpunkt: Von Diego Garcia aus (rote Markierung) können US Navy und US Air Force in relativ kurzer Zeit den Iran und auch Pakistan erreichen.

Mitten im indischen Ozean: Diego Garcia ist die neue Drehscheibe im US-Krieg gegen den Iran. Screensho Google Maps
Der Nachschub kommt jetzt aus 3400 Kilometern Entfernung

Da auch weitere US-Basen in der Region in Reichweite der iranischen Raketen lagen, musste sich die Marine nach einer Alternative umschauen. Fündig wurde sie schließlich auf der Insel Diego Garcia, einem kleinen Stützpunkt unter britischer Kontrolle mitten im Indischen Ozean.

Laut einem anonymen Beamten der US-Marine ist Diego Garcia nun der neue Knotenpunkt für den Nachschub der US-Marine – etwa 3400 Kilometer vom Einsatzgebiet im Golf von Oman entfernt. Der Wegfall der Stützpunkte am Golf habe der Navy damit viele Probleme bereitet, so die „New York Times“.

Ehemaliger Navy-Admiral: Es wird Jahre dauern, sich davon zu erholen

Der Irankrieg ist damit eine logistische Aufgabe für die US-Marine. Neben den Nachschubwegen sind auch die langen Einsatzzeiten der Flugzeugträger ein Problem. Normalerweise dauert eine Fahrt eines Schiffes zwischen sechs und sieben Monaten – durch den Krieg mussten nun aber schon mehrere Träger länger im Dienst bleiben, wie etwa die „USS Abraham Lincoln“.

Den Rekord trägt die „USS Gerald R. Ford“, die insgesamt 326 Tage im Dienst blieb. Die überlangen Einsatzzeiten belasten dabei sowohl die Matrosen als auch ihre Schiffe. Nach solchen Missionen brauche es oft langwierige Reparaturen, so der ehemalige US-Admiral Mike Franken gegenüber der „New York Times“. Er kritisierte die verlängerten Einsätze der Flugzeugträger: „Wir haben nicht die Möglichkeiten, uns schnell von so etwas zu erholen. Das wird Jahre dauern.“

Laut Trump waren die Matrosen „nicht lange genug“ im Einsatz

Die US-Streitkräfte dementieren die Vorfälle auf der „USS Abraham Lincoln“. Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte die Vorwürfe „komplett falsch“. Man würde den Seeleuten alles zur Verfügung stellen, was man geben könne, so Hegseth. Manche Einsätze dauerten eben „länger als andere“. Er habe den größten Respekt vor den Matrosen auf dem Schiff.

US-Präsident Donald Trump spielte die Lage ebenfalls herunter. In einem Video des Medienportals „CBS News“ antwortete er auf die Frage, ob die Besatzung nicht schon zu lange auf See sei: „Nein, nein, nein. Bei weitem noch nicht lange genug.“ Er kündigte aber ebenfalls an, den Flugzeugträger bald durch ein ähnliches Schiff ersetzen zu wollen. Laut „CNN“ bezieht er sich damit wahrscheinlich auch auf den Flugzeugträger „USS George Washington“.

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