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Russland hat still und leise eine neue strategische Versorgungsroute zum Iran eingerichtet, um den Zugriff der USA zu umgehen

Дата публикации: 14-08-2026 05:54:00

Russland hat einen neuen Versorgungsweg zum Iran geschaffen. So umgeht Moskau den Druck der USA auf die Schifffahrt am Persischen Golf.

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Russland hat einen neuen Versorgungsweg zum Iran geschaffen. So umgeht Moskau den Druck der USA auf die Schifffahrt am Persischen Golf.

Russland hat über das Kaspische Meer eine neue strategische Versorgungsroute in den Iran eingerichtet. Die Strecke gilt als Rückgrat für Moskaus Hilfe an Teheran. Sie soll es beiden Staaten erlauben, den Druck der USA auf den Seewegen am Persischen Golf zu umgehen. Der britische „Telegraph“ bezeichnet die Verbindung über das Binnenmeer bereits als „Kaspischer Express“.

Seit dem Großangriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ist Iran für Russland zu einem wichtigen Partner geworden. Moskau liefert darüber Waffen und Ausrüstung. Teheran holt auf demselben Korridor wichtige Güter wie Weizen, Tierfutter und Öl ins Land.

Russland überträgt altes Syrien-Modell auf das Kaspische Meer

Das Vorgehen folgt einem Muster aus dem Syrien-Krieg. Damals hielt Russland das Regime von Baschar al-Assad über eine Seeverbindung zwischen der besetzten Krim und dem syrischen Hafen Tartus jahrelang am Leben. Diese Route wurde als „Syrien-Express“ bekannt.

Nachdem die Türkei nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 den Bosporus für Kriegsschiffe schloss, geriet dieser Weg ins Stocken. Mit dem Ende des Assad-Regimes 2024 brach er schließlich weg.

Nun verlagert Moskau dieses Prinzip auf das Kaspische Meer. Das Binnenmeer ist für die USA als Seemacht kaum erreichbar, weil es keinen offenen Zugang zu den Weltmeeren gibt. Das macht die Route für Russland so wichtig. Laut „Telegraph“ ist das Gebiet ein geschütztes „Bollwerk“ außerhalb westlicher Reichweite.

USA besorgt über russisch-iranische Zusammenarbeit

Mit der Versorgungsroute will Moskau auch einen Nord-Süd-Korridor ausbauen, der Russland über Aserbaidschan mit Iran und weiter mit Indien verbindet. Der Weg umgeht westlich kontrollierte Nadelöhre auf dem Seeweg. Kriege werden oft nicht nur „auf dem Schlachtfeld“, sondern entlang der Nachschubrouten entschieden, so der „Telegraph“.

Washington blickt offenbar mit Sorge auf die enge Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran. Amerikanische Regierungsvertreter sagten der „New York Times“, Russland habe Iran beim Wiederauffüllen seiner Bestände geholfen, nachdem das Land in dem Krieg 60 Prozent seines Drohnenarsenals verloren habe.

Eine russische Kampfdrohne, vermutlich vom Typ Shahed 136 (Schahed 136) iranischer Bauart (Archivfoto).

Eine russische Kampfdrohne, vermutlich vom Typ Shahed 136 (Schahed 136) iranischer Bauart (Archivfoto). Foto: dpa/Efrem Lukatsky
Waffen, Drohnen und Versorgung für zwei Kriege

Iran hat Russland seit 2022 mit Raketen und Flugabwehrsystemen im Wert von 2,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) unterstützt. Dazu gehörten Hunderte Kurzstreckenraketen vom Typ Fath-360 und 200 Boden-Luft-Raketen. Umgekehrt habe Russland seit Ende 2021 mehr als 4 Milliarden Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) für iranische Rüstungsgüter ausgegeben.

Dabei geht es insbesondere um Drohnen. Iran liefert Bauteile und Technik für Russlands Flotte von Schahed-Drohnen. In der Sonderwirtschaftszone Alabuga hat Moskau mit iranischer Hilfe Produktionskapazitäten für bis zu 6000 Drohnen pro Jahr aufgebaut, so der „Telegraph“. Im Norden des Kaspischen Meers ist der russische Hafen Olja zum wichtigsten Umschlagplatz für iranische Drohnenteile und Munition geworden.

Angriffe auf Schiffe und Häfen verschärfen die Lage

Die militärische Lage rund um das Kaspische Meer hat sich in diesem Jahr bereits zugespitzt. Israel hatte den iranischen Marinestützpunkt Bandar-e Anzali am Kaspischen Meer aus der Luft an. Dabei sind Hafenanlagen und mehrere Boote zerstört worden. Es war das erste Mal, dass Israel in dieser Region Luftangriffe flog.

Ende Juli traf eine ukrainische Drohne ein iranisches Handelsschiff auf dem Kaspischen Meer. Ein Seemann kam dabei ums Leben. Laut dem Bericht soll Teheran seither Angriffe auf den ukrainischen Hafen Odessa erwägen.

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