Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze wirft der AfD vor, das Bundesland schlechtzumachen. Mit ihr will er nicht zusammenarbeiten – lehnt aber den Begriff Brandmauer ab.
Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze wirft der AfD vor, das Bundesland schlechtzumachen. Mit ihr will er nicht zusammenarbeiten – lehnt aber den Begriff Brandmauer ab.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat sein Nein zu einer Kooperation mit der AfD – anders als BSW-Chefin Sahra Wagenknecht – bekräftigt. „Ich habe nicht vor, mit der AfD hier zusammenzuarbeiten“, sagte der CDU-Politiker in der MDR-Wahlarena. Viele Themen von AfD-Wählern seien auch seine Themen, er habe aber andere Lösungskonzepte, machte Schulze klar.
Den Begriff Brandmauer benutze er nicht. „Es gibt nicht in erster Linie Themen von Parteien, sondern es gibt immer nur die Themen der Menschen“, sagte der 47-Jährige. Es sei ein Fehler der CDU in den vergangenen Jahren gewesen, manche Themen ignoriert zu haben. Der AfD in Sachsen-Anhalt mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund warf Schulze vor, das Land immer wieder öffentlich herunterzumachen. „Ich rede dieses Land nicht permanent schlecht, wie die AfD.“
In der MDR-Livesendung „Fakt ist! Wahlarena“ konnten Bürger den Spitzenkandidaten von CDU, AfD, SPD, FDP, Grünen, Linken und BSW Fragen stellen.
Die Grüne Susan Sziborra-Seidlitz wies derweil auf die Angst vieler Menschen vor einer AfD-Regierung hin. Die AfD tue so, als seien sie die Einzigen, die stolz auf Sachsen-Anhalt seien, sagte Sziborra-Seidlitz in der Live-Fernsehsendung. Auch sie sieht die AfD als die Partei, die das Bundesland schlechtrede. Das Land sei „voll mit wunderbaren Menschen“, es gebe viel Ehrenamt. „Und all diese Menschen, die gesamte Zivilgesellschaft in diesem Land, die die dieses Land so wunderbar machen, die machen sich im Moment Sorgen, weil sie Angst haben vor einer AfD-Regierung“, sagte Sziborra-Seidlitz.
Zuvor hatte eine Zuschauerin aus dem Publikum den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund gefragt, was es bringe, Deutschland-Flaggen an die Schulen zu hängen und warum die AfD Regenbogenflaggen abhängen wolle, die sie an Schulen bisher noch nicht gesehen habe. Siegmund hatte geantwortet, dass die Menschen in Deutschland nicht mehr stolz auf sich selbst seien. Sziborra-Seidlitz entgegnete: „Wir können stolz auf Sachsen-Anhalt sein und das sind wir auch. Und zwar mit Regenbogenflagge und mit Deutschlandflagge.“
dpa
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