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„Hat es so noch nie gegeben“: Ukrainischer Bodenroboter empfängt russische Sturmtruppen mit Flammenwerfer

Дата публикации: 12-08-2026 06:07:00

Kiew treibt den Ausbau unbemannter Bodensysteme im Krieg gegen Russland voran. In der Region Donezk hat ein Flammenwerfer-Roboter nun russische Soldaten attackiert.

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Kiew treibt den Ausbau unbemannter Bodensysteme im Krieg gegen Russland voran. In der Region Donezk hat ein Flammenwerfer-Roboter nun russische Soldaten attackiert.

Ein ukrainischer Bodenroboter hat im Osten des Landes russische Sturmtruppen mit einem Flammenwerfer attackiert. Der Angriff ereignete sich an einem Frontabschnitt im Gebiet Donezk. Die russischen Soldaten rückten auf ukrainische Stellungen vor und setzten sich am Rand eines Waldstücks fest.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, setzte der Roboter trockenes Gras rund um die Angreifer in Brand. Danach rückte ein Maschinengewehrtrupp nach, um überlebende Soldaten zu bekämpfen. Der Chefingenieur einer ukrainischen Brigade schilderte den Einsatz.

Ex-US-Militär: „Hat es in der Kriegsführung so noch nie gegeben“

Das System kam dem Bericht zufolge bereits seit August vergangenen Jahres in Richtung Dobropillja zum Einsatz. Es gehört zu einer wachsenden Flotte unbemannter Bodenfahrzeuge, die die Ukraine an die Front bringt. Diese Systeme tragen Gewehre, Panzerabwehrwaffen und andere Ausrüstung für Angriffs- und Unterstützungsaufgaben.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im April erklärt, ukrainische Einheiten hätten eine russische Stellung allein mit Bodenrobotern und Drohnen eingenommen und die dort stationierten Soldaten zur Aufgabe gezwungen. „Die Zukunft ist bereits an der Front, und die Ukraine erschafft sie“, sagte Selenskyj damals auf Telegram.

Der frühere Vizechef des Generalstabs der US-Armee, Jack Keane, sagte „Sky News Australia“, ukrainische Truppen hätten etwas erreicht, „das es in der Kriegsführung so noch nie gegeben hat“.

Kiew will 50.000 unbemannte Systeme bauen

Die Ukraine hat sich für dieses Jahr das Ziel gesetzt, mindestens 50.000 unbemannte Systeme für den Einsatz an der Front herzustellen. Dort ist die Situation in der Ost- und Südukraine weitgehend festgefahren. Drohnen überwachen fast jede Bewegung. Das erhöht für Soldaten das Risiko bei jedem Transport und bei jedem Stellungswechsel.

Robert Browdi, Kommandeur der ukrainischen Kräfte für unbemannte Systeme, sagte: „Der Ersatz von Menschen durch Drohnen und Roboter verringert die Verluste erheblich.“ Die Technik übernimmt vor allem dort Aufgaben, wo Nachschub, Bergung oder Mineneinsätze für Soldaten besonders gefährlich sind.

Ukrainische Soldaten reparieren unbemannte Bodenfahrzeuge in einer Werkstatt in der Region Charkiw. (Symbolbild)

Ukrainische Soldaten reparieren unbemannte Bodenfahrzeuge in einer Werkstatt in der Region Charkiw. (Symbolbild) Diego Fedele/Getty Images
Firmen liefern Munitionsträger, Minenleger und Evakuierungsroboter

Nach Angaben aus der Branche ersetzt ein Roboter jedoch keinen Soldaten. Taras Ostaptschuk, Chef von Ratel Robotics, sagte laut der finnischen Zeitung „Kauppalehti“: „Es ist völlig unmöglich, einen Infanteriesoldaten vollständig zu ersetzen.“ Seine Systeme nähmen Soldaten aber gefährliche Wege ab. Die Geräte seiner Firma transportieren bis zu 150 Kilogramm Munition, Nahrung und Waffen über mindestens 15 Kilometer.

Auch andere Hersteller fahren ihre Produktion deutlich hoch. Maksym Wassyltschenko, Chef des Unternehmens Tencore, sagte, eines der Geräte seiner Firma habe bei einem einzigen Einsatz bis zu 1500 Panzerabwehrminen verlegt. „Wir haben als Garagenfirma angefangen, und jetzt ist der Maßstab von Einzelstücken auf Tausende gewachsen“, erklärte er laut „Kauppalehti“.

Ukraine will Personalprobleme mit Robotern ausgleichen

Kiew versucht, einen strukturellen Nachteil gegenüber Russland auszugleichen. Die Ukraine hat eine deutlich kleinere Bevölkerung und eine kleinere Wirtschaft. Zudem kämpft die Armee mit Problemen bei der Mobilisierung. Unbemannte Systeme sollen fehlendes Personal ausgleichen, Nachschub an die Front bringen, Verwundete aus Gefahrenzonen holen und Angriffe unterstützen.

Auch politisch wird die Entwicklung wichtiger. Westliche Staaten interessieren sich für die ukrainischen Erfahrungen mit Drohnen und Bodenrobotern. Kiew hat bereits Drohnenabkommen mit Ländern von Saudi-Arabien bis zu den Niederlanden geschlossen. Weitere Partnerschaften, auch mit den USA, sind dem Bericht zufolge in Arbeit.

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