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Rheinmetall steigt mit 6000-Tonnen-Schiff in den Fregattenmarkt ein

Дата публикации: 10-08-2026 10:56:00

Rheinmetall steigt in den Bau großer Kriegsschiffe ein. Die neue Fregatte trägt Raketen, Jagdtechnik gegen U-Boote und viel US-Technik.

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Rheinmetall steigt in den Bau großer Kriegsschiffe ein. Die neue Fregatte trägt Raketen, Jagdtechnik gegen U-Boote und viel US-Technik.

Rheinmetall steigt in den Markt für große Kriegsschiffe ein. Mit der GMF 140 hat der Düsseldorfer Konzern eine neue Lenkwaffen-Fregatte (Guided Missile Frigate) vorgestellt. Das 140 Meter lange Schiff soll mehr als 6000 Tonnen verdrängen. Nato-Marinen und andere verbündete Staaten gelten als mögliche Abnehmer.

Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Entwurf zunächst in einem Beschaffungsprojekt in Nordamerika angeboten werden. Danach kommen weitere Exportmärkte infrage.

Rheinmetall plant Fregatte für Luftabwehr und U-Boot-Jagd

Rheinmetall ist bisher vor allem für Panzer, Artillerie, Flugabwehr, Munition sowie Elektronik und Waffen für Marineschiffe bekannt. Mit der GMF 140 geht der Konzern nun einen Schritt weiter und bietet erstmals selbst ein komplettes Überwasserkampfschiff an.

Die Fregatte soll mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Dazu zählen:

  • Luft- und Raketenabwehr
  • U-Boot-Jagd
  • Angriffe auf weit entfernte Ziele an Land

Das Schiff ist für Einsätze auf hoher See ausgelegt, kann aber auch in küstennahen Regionen, bei Expeditionen und in Verbänden mit Partnern fahren. Der Konzern spricht von einer „leistungsfähigen, wirtschaftlichen Fregatte der nächsten Generation“.

Auffällig ist die starke Ausrichtung auf amerikanische Technik. Die GMF 140 soll um das Aegis-Gefechtsführungssystem herum entstehen. Alternativ nennt Rheinmetall das Kampfsystem CMS330 von Lockheed Martin. Dazu kommen verschiedene US-Radare, die Flugziele, ballistische Raketen und auch Hyperschallwaffen erfassen und bekämpfen sollen.

Raketen, Bordkanone und Laser an Bord

Für die Bewaffnung plant Rheinmetall 64 senkrechte Startzellen. Sie können Flugabwehrraketen, Raketen zur Abwehr ballistischer Bedrohungen und Marschflugkörper für Angriffe auf Landziele aufnehmen.

Hinzu kommen unter anderem:

  • Seezielflugkörper
  • Torpedowerfer
  • eine Hauptkanone im Kaliber 127 Millimeter
  • weitere kleinere Geschütze
  • Laserwaffen
Großes Schiff mit kleiner Besatzung

Nach Angaben von Rheinmetall soll das Schiff für Radar und andere Ortungssysteme schwerer zu erfassen sein. Hubschrauber und unbemannte Systeme aus den USA oder Europa sollen ebenfalls an Bord betrieben werden können.

Mit einer Verdrängung von mehr als 600 Tonnen gehört die GMF 140 an die obere Grenze der heutigen Fregattenklasse. Damit liegt sie nah an kleineren Zerstörern. Die Größe schafft Platz und Stromreserven für große Radaranlagen, zusätzliche Elektronik und spätere Waffen mit gerichteter Energie.

Trotzdem soll die Stammcrew nur 90 Menschen umfassen. Bei Bedarf können weitere 35 dazukommen, so das Fachmagazin „The War Zone“.

Das Aus des Fregatten-Projekts F126 ließ die Rheinmetall-Aktie um 20 Prozent abstürzen.

Das Aus des Fregatten-Projekts F126 ließ die Rheinmetall-Aktie um 20 Prozent abstürzen. Rheinmetall
Deutschland nach F126-Aus wohl außen vor

Die Front des Schiffs fällt durch eine ungewöhnlich scharf gezeichnete Form auf. Sie ähnelt einem französischen Fregattentyp namens FDI.

In Deutschland dürfte das Schiff vorerst keine Rolle spielen. Die Marine hatte das F126-Vorhaben mit deutlich größeren Schiffen gestrichen und sich stattdessen für die kleinere F128 entschieden, die auf dem A-200-Entwurf von TKMS beruht.

Werft für GMF 140 noch unklar

Offen ist, wo Rheinmetall die neue Fregatte bauen würde. Anfang des Jahres übernahm der Konzern Naval Vessels die Lürssen-Werft. Als möglicher Standort gilt Blohm+Voss in Hamburg. In Nordamerika wäre Kanada wegen seiner bereits bestellten River-Klasse nur bei einer späteren Tranche ein Kandidat.

Die US-Navy hatte ihr bisheriges Fregattenprojekt gestoppt. Nun arbeitet sie an einem neuen Modell, das auf einem bereits bekannten Küstenwachschiff basiert. Rheinmetall könnte dort eine Lücke zwischen dieser neuen Fregatte und den größeren Zerstörern sehen.

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Классификация: Армия и ОПК. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 12.67. Источник: rss.focus.de.