Russlands Präsident behauptet, die Ukraine werde ihre westlichen Gebiete langfristig verlieren. Zugleich wiederholt er bekannte Rechtfertigungen für den russischen Angriffskrieg.
Russlands Präsident behauptet, die Ukraine werde ihre westlichen Gebiete langfristig verlieren. Zugleich wiederholt er bekannte Rechtfertigungen für den russischen Angriffskrieg.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat erneut mit Aussagen über die Zukunft der Ukraine für Aufmerksamkeit gesorgt. Bei einem Treffen mit Soldaten der russischen Marine erklärte er, die Ukraine werde ihre westlichen Gebiete früher oder später verlieren. Dabei nannte er ausdrücklich Polen, Ungarn und Rumänien.
Nach seinen Worten könne dies zwar noch Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Am Ende werde die Geschichte jedoch alles an seinen Platz rücken. Über die Äußerungen berichtet das polnische Nachrichtenportal „Onet“.
Putin bekräftigte außerdem die Darstellung des Kremls zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er sagte, Russland sei gezwungen gewesen, die sogenannte militärische Spezialoperation zu beginnen, um einen bereits bestehenden Konflikt zu beenden. Gleichzeitig behauptete er, Russland sei nicht der Aggressor.
Diese Darstellung widerspricht der internationalen Einschätzung. Russland hatte im Februar 2022 einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine begonnen. Die Vereinten Nationen und zahlreiche Staaten werten diesen als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Laut „Polskie Radio“ erklärte Putin zudem, der Westen habe den Konflikt durch die Osterweiterung der Nato und seine Unterstützung für die Ukraine mitverursacht.
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Bei dem Treffen sprach Putin auch über die Geschichte der westlichen Landesteile der Ukraine. Laut Putin gehörten die Gebiete einst zu Polen, Ungarn und Rumänien. Erst Josef Stalin habe sie der Ukraine zugeordnet. Stalin habe diese Gebiete im Rahmen eines gemeinsamen Staates der Ukraine zugeschlagen.
Außerdem erklärte Putin, Russland sei lange Zeit der einzige Garant für die territoriale Unversehrtheit der Ukraine gewesen. Erst nachdem die ukrainische Führung Russland zum Feind erklärt habe, habe sich die Lage grundlegend verändert.
Mit seinen jüngsten Äußerungen knüpft Putin an bekannte Argumentationsmuster der russischen Führung an. Seit Beginn des Krieges stellt der Kreml die Ukraine regelmäßig als künstlich entstandenen Staat dar und begründet den Angriff mit angeblichen Bedrohungen durch den Westen, berichtet das Bundesministerium des Inneren.
Die Ukraine sowie ihre westlichen Partner weisen diese Darstellung zurück. Sie betonen, dass die Ukraine ein souveräner Staat mit international anerkannten Grenzen ist.
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