Einige Wochen nachdem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft Lübeck Ermittlungen gegen ihn aufgenommen hat, meldet sich der Bürgermeister von Timmendorfer Strand wieder zu Wort – und erklärt seine Krankschreibung.
Schleswig-Holstein
Ostsee-Bürgermeister äußert sich erstmals seit Wochen – aber nicht zu den ErmittlungenSven Partheil-Böhnke (FDP), Bürgermeister von Timmendorfer Strand dpa | Marcus Brandt
Einige Wochen nachdem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft Lübeck Ermittlungen gegen ihn aufgenommen hat, meldet sich der Bürgermeister von Timmendorfer Strand wieder zu Wort – und erklärt seine Krankschreibung.
Der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke (FDP), ist nicht an Krebs erkrankt. Der 57-Jährige hatte sich vor rund drei Wochen krankschreiben lassen. Nun meldet er sich auf Facebook zu Wort – und gibt Entwarnung.
„Die festgestellten Verhärtungen in meiner Brust sind gutartig“, schreibt Partheil-Böhnke in einem jüngsten Post. Nach mehreren Untersuchungen habe sich der ernste Anfangsverdacht demnach nicht bestätigt. Trotzdem wolle er zunächst weiter krankgeschrieben bleiben. Sein Stellvertreter hat die Geschäfte übernommen.
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„Die vergangenen Monate sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Ich werde noch ein bisschen Zeit brauchen, um die Kraft zu haben, das Amt des Bürgermeisters wieder auszuüben“, heißt es in dem Post.
Auch über seine berufliche Zukunft nach dem Ende seiner Wahlperiode wolle er in dieser Zeit nachdenken. „Weder ein Beruf noch ein Amt sollten krank machen.“ In den vergangenen fünf Jahren habe er sich täglich mit großer Freude für die Gemeinde eingesetzt und nur wenige Tage im Jahr freigenommen. „Jetzt muss ich mich noch ein bisschen um mich kümmern. Darum bitte ich um Verständnis“, schreibt der Bürgermeister.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den BürgermeisterDie Nachricht der Krankschreibung kam kurz nachdem bekannt geworden war, dass die Staatsanwaltschaft Lübeck gegen ihn ermittelt. Im Raum steht der Anfangsverdacht wegen Vortäuschens einer Straftat.
Hintergrund ist eine ausgesprochen unfreundliche E-Mail, die Partheil-Böhnke Ende März 2026 an den Meeresbiologen Robert Marc Lehmann geschickt haben soll. Zu dieser Zeit sorgte das Drama um den gestrandeten Wal „Timmy“ bundesweit für Aufsehen. Partheil-Böhnke hatte die Urheberschaft der E-Mail zurückgewiesen und erklärt, sein Rechner sei gehackt worden. Die Nachricht habe er demnach nicht selbst verschickt. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob es diesen Hackerangriff tatsächlich gegeben hat – oder ob er möglicherweise nur vorgetäuscht wurde. (mwi)
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