Der Wecker klingelt nicht mehr, das Handy schweigt – was jetzt? Zwei Männer und eine Frau erzählen, wie sie den Umstieg von einem fordernden Beruf in den Ruhestand erlebt haben und was das Beste an ihrem neuen Leben ist.
Uwe Behm: Mit dem neuen Dienstwagen geht’s auf die Wiese
Am meisten nervt mich, wenn die Leute fragen, was man denn jetzt Tolles macht. So als müsste man den Mount Everest besteigen oder einen Ozean überqueren, wenn man etwas früher aus dem Berufsleben ausscheidet. Ich bin 2024 im Mai mit 64 Jahren als Geschäftsführer der Messe Frankfurt gegangen – zwei Jahre vor Vertragsende. Das war meine Entscheidung, und die war mir wichtig. Wir hatten die schwierige Zeit der Corona-Krise überwunden, das Geschäft lief wieder, wichtige Bauprojekte auf dem Gelände waren abgeschlossen. Nach 27 Jahren bei der Messe erschien mir das ein guter Zeitpunkt, um zu gehen.