Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Waldbrandwetter

Дата публикации: 15-08-2026 11:14:38

Waldbrände im Mittelmeerraum sind im Sommer keine Seltenheit. In diesem Sommer treten sie aber auch in Mitteleuropa gehäuft auf. In den vergangenen Tagen waren die Wetterbedingungen für Waldbrände besonders "günstig".

Основное содержимое страницы с новостью.

Die Temperaturen der aktuellen Hitzewelle von bis zu 39 Grad (14.08.2026 in Rheinfelden) finden derzeit kaum noch Beachtung. Dabei waren die gestrigen Höchstwerte gebietsweise höher als die Rekorde vor diesem Sommer. Bleiben wir beim Beispiel Rheinfelden im Südwesten von Baden-Württemberg. Die 39,0 Grad vom gestrigen Freitag wären dort ein neuer Allzeitrekord gewesen, wären da nicht die 40,0 Grad vom 30.07. dieses Jahres. Anders als bei den vorherigen Hitzewellen stehen diesmal die Waldbrände im Fokus, die in Deutschland und weiteren Ländern Europas (z. B. in Belgien, Österreich und Großbritannien) ausgebrochen sind.

Grundlage für die gefährliche Situation ist die sehr trockene und heiße Witterung der letzten Monate. Der fehlende Niederschlag und die hohe Verdunstung haben zu ausgetrockneten Böden und teils vertrockneter Vegetation geführt. Die extreme Vorgeschichte lässt sich an den großen Flüssen Deutschlands ablesen. Rekordniedrige Abflüsse für diese Jahreszeit und zum Teil auch Allzeitrekorde bezeugen eindrücklich die hydrologische Ausnahmesituation.

Besonders wenig Niederschlag im Vergleich zum Klimamittel gab es im Westen und Südwesten, zum Teil weniger als 30 Prozent des Üblichen. (Quelle DWD)

Relative Niederschlagssumme des bisherigen Sommers im Vergleich zum Klimamittel für denselben Zeitraum. (Quelle: DWD)

Zoom

Kurzfristig kamen weitere förderliche meteorologische Bedingungen für potenziell sehr gefährliche Waldbrände hinzu. Im angloamerikanischen Raum, wo Waldbrände ein häufigeres Phänomen darstellen, gibt es hierfür die einprägsame 30-30-30-Regel. Sie bezieht sich auf drei meteorologische Parameter und besagt, dass besonders gefährliches „Waldbrandwetter“ herrscht, wenn Folgendes gilt: Lufttemperatur über 30 Grad, relative Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent und eine mittlere Windgeschwindigkeit von über 30 km/h. Die hohen Lufttemperaturen gepaart mit der Sonneneinstrahlung sorgen für eine hohe Temperatur der Vegetation, die niedrige Luftfeuchtigkeit „saugt“ die verbliebene Feuchtigkeit besonders effektiv aus Boden, Pflanzen und ihren Blättern. Der Wind führt die verdunstete Feuchtigkeit rasch ab und führt einem bereits bestehenden Brand besonders gut Sauerstoff zu. Zusätzlich wird Glut verfrachtet und kann neue Brände entfachen.

Seit Donnerstag werden die ersten beiden Bedingungen in den Nachmittagsstunden in Deutschland verbreitet erreicht. Bei Temperaturen um 36 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von gebietsweise um 15 Prozent. Der Wind erreichte zwar im Mittel nicht 30 km/h, die Böen lagen jedoch gebietsweise über 30 km/h und in der Praxis hat sich gezeigt, dass bereits wiederholte Böen in dieser Stärke für eine deutliche Verschärfung von Waldbränden sorgen.

Verbreitet über 30 Grad, weniger als 30% relative Luftfeuchtigkeit und gebietsweise Böen um 30 km/h am 14.08.2026 um 17 Uhr in Deutschland. (Quelle DWD)

Temperatur, rel. Luftfeuchtigkeit und Windböen am 14.08.2026 um 17 Uhr MESZ. (Quelle: DWD)

Zoom

Besonders große Waldbrände gibt es seit gestern in der Eifel und im Hohen Venn in Belgien. Der Rauch dieser Brände war heute auch auf den Satellitenbildern deutlich sichtbar. Die Rauchfahne zog sich von der Eifel in einem Bogen über Hessen und Thüringen bis in den Norden Sachsen-Anhalts.

Sichtbare Rauchfahne (cyan/grau) ausgehend von der Eifel über Hessen und Thüringen bis zu Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt. (Quelle DWD)

Satellitenbilder vom frühen Vormittag des 15.08.2026. Links: Wolkentyp eingefärbt mit RGB-Farben, rechts: Echtfarben-Bild. (Quelle: DWD)

Zoom

Nach dem heutigen Tag entspannen sich die meteorologischen Bedingungen für gefährliche Waldbrände etwas. Es wird kühler und die Luftfeuchtigkeit nimmt deutlich zu. Es gibt zwar auch Niederschläge, doch fallen diese wahrscheinlich nur lokal ergiebig aus. Eine Ausnahme könnte der Süden und Südosten Bayerns sein, wo ab der Nacht zum Montag länger anhaltende Niederschläge wahrscheinlich sind.

M.Sc Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.08.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Nach oben

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Mit interaktiven Karte: Wo die Gefahr von Waldbränden am größten ist07.2914-08-2026
2Waldbrände: Hitzewelle und trockener Wind treiben Brände in Südeuropa an06.4929-07-2026
3Höheres Waldbrand-Risiko: Weniger Brände, aber mehr Feuerwetter in Südeuropa011.5830-07-2026
4Menos incendios, pero más riesgo: el sur de Europa entra en una nueva fase de peligro por la crudeza de los incendios forestales04.6530-07-2026
5Kampf gegen Brände: Wo es in Deutschland überall brennt08.1616-08-2026
6Las llamas asolan España y Europa en uno de los veranos más difíciles frente al fuego: estas son las zonas afectadas05.1815-08-2026
7Waldbrände: DWD-Experte: Mehr Tage mit Waldbrandgefahr durch Klimawandel09.8117-08-2026
8Likelihood of wildfires in Southern Europe has doubled since the 80s, study shows06.930-07-2026
9Жара не приходит одна // Европа столкнулась с новой волной аномально высоких температур-2710-07-2026
10Waldbrandschutz: Brandenburg stärkt Waldbrandzentrum - Länder ziehen mit07.7919-08-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 7.03. Источник: www.dwd.de.