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Fernseher richtig einstellen: So verbessern Sie ganz einfach das Bild

Дата публикации: 14-08-2026 08:03:00

Unzufrieden mit der Bildqualität Ihres Fernsehers? Oft lässt sich das Bild mit wenigen Handgriffen im Menü deutlich verbessern – wir zeigen, wie es geht.

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Optimale Bildeinstellungen für jeden FernseherFernseher richtig einstellen: So verbessern Sie ganz einfach das Bild

Unzufrieden mit der Bildqualität Ihres Fernsehers? Oft lässt sich das Bild mit wenigen Handgriffen im Menü deutlich verbessern – wir zeigen, wie es geht.

Knallige Farben, unnatürliche Hauttöne und weichgezeichnete Details: In den Grundeinstellungen liefern viele

Fernseher

ein überzeichnetes Bild. Das wirkt auf den ersten Blick eindrucksvoll, sorgt langfristig aber selten für ein angenehmes Seherlebnis. Zum Glück lässt sich das meist leicht korrigieren. In den Bildmenüs bieten Fernseher zahlreiche Regler für Farbe, Kontrast, Helligkeit und weitere Feinabstimmungen. Wie Sie gezielt vorgehen und sich dabei nicht in endlosen Einstellungen verlieren, erklären wir hier.

So stellen Sie das Fernsehbild richtig ein

Die größte und entscheidende Verbesserung lässt sich bereits mit dem Wechsel auf einen anderen Bildmodus erzielen – praktisch jeder Fernseher bietet ab Werk eine Voreinstellung mit ordentlich vorjustierten Farben und ohne unnötige Bildbearbeitung wie Nachschärfung. Je nach Hersteller heißt dieser Bildmodus etwa Cinema, Kino oder Film. Darüber hinaus sind dann nur noch wenige weitere Korrekturen notwendig. Auch Anpassungen an den individuellen Geschmack und an die Raumhelligkeit sind möglich. Aber ganz wichtig: Die jeweilige Einstellung ist für jede Art der Zuspielung erforderlich, also für den TV-Empfang genauso wie für die Wiedergabe per HDMI und von

Streaming-Diensten

.

LG Fernseher Bildeinstellung

Optimale Bildeinstellungen für Ihren TV

Foto: COMPUTER BILD

Der beste Bildmodus für Ihren Fernseher

Für aktuelle Fernseher der größten Hersteller haben sich in den Tests von COMPUTER BILD folgende Bildmodi und Einstellungen bewährt:

  • LG: Für die beste Bildqualität wählen Sie im Menü Bild, dort für den Bildmodus den Filmmaker Mode. Stellen Sie dann in der Zeile darunter die Helligkeit nach Geschmack ein. Je nach TV-Modell heißt der Regler dafür OLED-Licht oder bei LCD-Modellen Hintergrundbeleuchtung. Werte zwischen 60 und 85 passen in der Regel. Hier geht es zu den ausführlichen Beschreibungen.
  • Panasonic: Zur Bildeinstellung drücken Sie die Menü-Taste, wählen Bild und dann in der Zeile Modus die Voreinstellung Filmmaker. Das nun sehr dunkle Bild stellen Sie in der Zeile darunter heller, indem Sie den Luminanzlevel auf einen Wert um 60 anheben. Hier geht es zu den ausführlichen Beschreibungen.
  • Philips: Zur Bildeinstellung drücken Sie auf die Zahnradtaste der Fernbedienung, wählen Häufige Einstellungen, dann Alle Einstellungen und Bildeinstellungen. Dann wählen Sie Bild und dort den Modus Film als beste Ausgangseinstellung. Hier geht es zu den ausführlichen Beschreibungen.
  • Samsung: Die beste Bildqualität zeigen Samsung-Fernseher im Filmmaker-Modus. Ähnlich gut ist der Bildmodus Film, bei dem zusätzlich die Bewegungsglättung aktiviert ist. Hier geht es zu den ausführlichen Beschreibungen.
  • Sony: In die Bildeinstellungen gelangen Sie mit einem Druck auf die Zahnradtaste, dann wählen Sie Anzeige und Ton sowie Bild. Unter Grundeinstellungen ist bei der Bild-Modus Professionell die beste Ausgangseinstellung für Sony-TVs, bei älteren Modellen Anwender. Hier geht es zu den ausführlichen Beschreibungen.

Ihr Fernseher ist von einer anderen Marke? Dann halten Sie im Menü nach einem Bildmodus mit ähnlicher Bezeichnung Ausschau. Das verspricht mehr Erfolg, als in den Menüs an einzelnen Parametern wie Kontrast und Farbe herumzudoktern. Modi mit Namen wie "Dynamisch" oder "Brillant" vergessen Sie dagegen getrost. Die sehen auf den ersten Blick spektakulär aus, doch zieht brillante Helligkeit meist stark verfälschte Farben nach sich, knackige Schärfe führt zu hässlichem Grieseln und zu Doppelkonturen. Für die Bildmodi "Sport" und "Fußball" gilt das Gleiche: Mit grellen Farben und überzeichneter Schärfe sind das echte Blender.

Nachtmodus oder Blaulichtfilter bei Fernsehern

Viele Smartphones und Tablets verfügen inzwischen über spezielle Bildschirmeinstellungen mit reduziertem Blau-Anteil, der Schlafstörungen verhindern soll. Bei Fernsehern ist das nicht notwendig. Denn während Bildschirme von Smartphones, Tablets und Computern oft auf eine Farbtemperatur von 9.500 Kelvin und höher eingestellt sind, liegt die bei Fernsehern in den empfohlenen Film-Einstellungen bei 6.500 Kelvin. Dementsprechend ist damit der Blau-Anteil bei TV-Bildschirmen deutlich geringer. Für Gesundheitsgefahren und Augenschäden reicht die Intensität des Bildschirm-Lichts ohnehin nicht aus. Im Vergleich zu Tageslicht sind Fernseher und Monitore erheblich dunkler und strahlen damit auch weniger UV- und Blaulicht ab.

Bei optimaler Bildeinstellung für Filme weist das Bild von Fernsehern auch ohne Nachtmodus einen geringeren Blauanteil auf als von typischen Smartphones oder Computermonitoren.

Bei optimaler Bildeinstellung für Filme weist das Bild von Fernsehern auch ohne Nachtmodus einen geringeren Blauanteil auf als von typischen Smartphones oder Computermonitoren.

Foto: Sony

Farben, Helligkeit und Kontrast anpassen

Um die Bildeinstellungen im Detail anzupassen, gibt es in den Menüs der Fernseher eine ganze Reihe Regler. Das sind die wichtigsten zur individuellen Bildjustage:

  • Helligkeit: Der Helligkeitsregler beeinflusst nicht etwa die gesamte Bildhelligkeit, sondern die Helligkeit dunkler Bildbereiche (Schwarzwert, bei Samsung Schattendurchzeichnung). Eine zu hohe Einstellung lässt das Bild grau und flach wirken, bei zu niedriger Einstellung saufen Details in dunklen Bereichen ab.
  • Kontrast: Grundsätzlich ist damit der Helligkeitsunterschied zwischen den dunkelsten und den hellsten Bildbereichen gemeint. In der Regel sind dabei die dunkelsten Bereiche als möglichst tiefes Schwarz festgelegt, sodass der Kontrast-Regler (bei Philips Videokontrast) die Helligkeit weißer oder sehr heller Bildbereiche einstellt. Bei zu niedriger Einstellung wirkt das Bild grau, bei zu hoher Einstellung überstrahlen helle Bereiche.
  • Bildhelligkeit: Unabhängig von Helligkeit und Kontrast ist in der Regel auch die gesamte Bildhelligkeit einstellbar, also wie viel Licht ein Fernseher abgibt. Bei LCD-Modellen inklusive sämtlicher Varianten wie LED und QLED entspricht das der Helligkeit, mit der das Backlight den Bildschirm durchleuchtet (Hintergrundbeleuchtung, bei Philips Kontrast des Hintergrunds). Bei OLED-Fernsehern mit ihren selbstleuchtenden Pixeln ist deren Leuchtkraft einstellbar (bei LG OLED-Licht, Panasonic Luminanzlevel, Philips OLED-Kontrast).
  • Farbtemperatur: Deren Einfluss ist am besten in weißen Bildbereichen sichtbar. Bei warmer Einstellung sehen die bräunlich oder rötlich aus, bei kalter Einstellung bläulich. Gemessen wird die Farbtemperatur in Kelvin, Standardwert für TV-Sendungen und Filme ist 6.500 Kelvin. Die TV-Einstellungen sind allerdings sehr verwirrend: Niedrigere Werte entsprechen einem wärmeren (!) Bildeindruck, höhere einem kälteren. Die korrekte 6.500K-Einstellung heißt bei den meisten Fernsehern "Warm" (bei Samsung Farbton Warm2).
  • Farbraum: Alle sichtbaren Farben lassen sich aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau mischen. Je klarer und satter diese Grundfarben sind, umso mehr Farben sind daraus mischbar, der im Dreieck der Grundfarben aufgespannte Farbraum ist dann größer. Das ist wie beim Malkasten: Mit den drei Farbtöpfchen Rot, Grün und Blau lassen sich alle erdenklichen Zwischentöne anrühren. Sind aber in einem der Töpfchen Fehlfarben, entstehen schmutzig-bräunliche Farben. Damit ein Fernseher bei der Wiedergabe die Farben korrekt zusammenmischt, muss er den Farbraum des Filmmaterials übernehmen (Automatik-Einstellung). Der native Farbraum (je nach Hersteller auch Farbumfang, Farbskala, Farbspektrum) bezeichnet den maximal vom Fernseher darstellbaren Umfang, der allerdings keiner Norm entspricht und daher falsche, oft zu knallige Farben bewirkt.
  • Farbe: Damit ist die Farbsättigung einstellbar, also wie knallig Farben erscheinen. Bei zu hoher Einstellung (LG: Farbtiefe) sehen Gesichter nach Bluthochdruck aus, bei zu niedriger Einstellung ungesund fahl.
  • Gamma: Mit dem Gamma-Wert lässt sich der Verlauf der Helligkeitsstufen einstellen. Zu hohe Einstellung führt zu harten Kontrasten mit wenigen Abstufungen (ausgefressenes Weiß und absaufendes Schwarz), zu niedrige Einstellung zu flauem Bild. Hier ist die oft unterschiedliche Skalierung verwirrend: Technisch korrekt sind Gamma-Einstellungen von 2,2 (etwas weicher, eher für helle Räume) oder 2,4 (knackiger, nur für gute Fernseher und dunkle Räume ratsam). Viele Fernseher bieten ausgehend von einer Nullstellung negative und positive Einstellmöglichkeiten für Gamma, die Nullstellung entspricht dann meistens einem Gamma von 2,2.

Bild aufhellen

Fernseher einstellen: 10 Tipps für bessere Bildqualität

Foto: COMPUTER BILD

Filmmaker Mode: Der perfekte Kino-Look

Wie Fernseher Bewegungen darstellen, ist weitgehend Geschmacksache. Diese Frage stellt sich in erster Linie bei Kinofilmen. Die laufen mit 24 Einzelbildern pro Sekunde – mehr war vor 100 Jahren nicht drin. Damit die Filme nicht flimmern, zeigen Kinoprojektoren jedes Bild zweimal hintereinander. Der Nachteil: Bewegungen ruckeln. Bessere Fernseher können die Bewegungsabläufe mit Optionen wie Auto Motion Plus, True Motion oder Intelligent Frame Creation glätten. Regisseure und Produzenten wie Tom Cruise hoben deswegen mahnend die Zeigefinger: Fernseher würden mit ihrer Bildbearbeitung die Filmkunstwerke verfälschen. Daher gibt es bei Fernsehern von LG, Panasonic, Philips und Samsung zusätzlich den sogenannten Filmmaker Mode. Damit halten sich Fernseher an gängige Farbnormen und schalten jegliche Nachbearbeitung ab. Je nach TV-Modell ist das Bild damit allerdings arg dunkel – Wohnzimmer sind schließlich kein Arbeitsplatz zur Filmproduktion. In den Einstell-Tipps erfahren Sie, wie Sie in solchen Fällen nachbessern.

Ob der Fernseher Bewegungen glätten soll, ist Geschmacksache. Die entsprechende Funktion heißt je nach Hersteller unterschiedlich (LG TruMotion Cinema Clear, Panasonic Intelligent Frame Creation Mittel, Philips Bewegungseinstellungen Film, Sony Motionflow Automatisch). Samsung integriert das in die Bildschärfeeinstellung mit empfehlenswerter Automatik.

Ob der Fernseher Bewegungen glätten soll, ist Geschmacksache. Die entsprechende Funktion heißt je nach Hersteller unterschiedlich (LG TruMotion Cinema Clear, Panasonic Intelligent Frame Creation Mittel, Philips Bewegungseinstellungen Film, Sony Motionflow Automatisch). Samsung integriert das in die Bildschärfeeinstellung mit empfehlenswerter Automatik.

Foto: COMPUTER BILD

Fernseher mit Calman Autocal einmessen

Ihnen genügt es nicht, wenn Ihr Fernseher bloß 95 oder 99 Prozent seiner möglichen Bildqualität zeigt? Dann müssen Profi-Werkzeuge ran: Mit einem Farbmessgerät (Colorimeter oder Spektrometer) und speziellen Testbildern optimieren Sie Ihren Fernseher amtlich. Gerade hochwertige Geräte bieten sehr fein einstellbare Regler, um die Farben auf allen Helligkeitsstufen genau abzugleichen. Weil sich alle Einstellungen gegenseitig beeinflussen, kann das sehr mühsam sein und mehrere Stunden dauern. Immer mehr Fernseher erleichtern die Justage durch eine Schnittstelle zur Software

Calman von Portrait Displays

. Dazu zählen bereits seit einigen Jahren viele Fernseher von

LG

,

Panasonic

,

Samsung

und

Sony

, außerdem Fernseher mit Mediatek-Pentonic-Chip etwa von

Philips

und

TCL

. Mit der Autocal-Funktion ist das Bild-Tuning vergleichsweise einfach, weitere Infos erfahren Sie hier:

» Autocal von Portrait Displays: Automatisch beste Bildeinstellung für Fernseher

COMPUTER BILD ermittelt mit einem Farbmessgerät und der Software den Bildmodus mit der besten Bildqualität. So neutral wie der Samsung MU7009 zeigen sich aber nur wenige Modelle ohne weitere Einstellungen.

COMPUTER BILD ermittelt mit einem Farbmessgerät und der Software

Calman

den Bildmodus mit der besten Bildqualität. So neutral wie der Samsung MU7009 zeigen sich aber nur wenige Modelle ohne weitere Einstellungen.

Foto: COMPUTER BILD

Der Panasonic FZW954 ist schon ab Werk im "True Cinema"-Modus nahezu perfekt justiert (obere Bildhälfte), die -Autocal-Funktion perfektioniert die Abstimmung (untere Bildhälfte).

Der Panasonic FZW954 ist schon ab Werk im "True Cinema"-Modus nahezu perfekt justiert (obere Bildhälfte), die

Calman

-Autocal-Funktion perfektioniert die Abstimmung (untere Bildhälfte).

Foto: COMPUTER BILD

Für Gamer: Spielmodus mit kurzer Latenz

Was für die Filmwiedergabe gut ist, ärgert Konsolenspieler: Für die Bildoptimierung legen Fernseher zunächst ein oder mehrere Einzelbilder zur Analyse in ihren Zwischenspeicher, um anhand der Analyse mehrerer Einzelbilder besser optimieren zu können. Um die dafür benötigte Zeit hinkt dann das angezeigte Bild den Eingaben am Game-Controller hinterher (Input-Lag oder Latenz). Speziell bei

Ego-Shootern

und

Rennspielen

ist Frust vorprogrammiert. Die speziellen Spielmodi verringern den Zeitversatz.

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