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Minus 43 Grad, absolute Dunkelheit - Airbus rettet Schwerkranken aus Antarktis-Station

Дата публикации: 18-08-2026 16:05:43

Ein Airbus holt einen Schwerkranken aus der Antarktis und bringt ihn in Sicherheit.

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Bei minus 43 Grad und absoluter Dunkelheit: Airbus rettet Schwerkranken aus Antarktis-Station

Mit einem Airbus A319 wurde der kranke Mitarbeiter der Antarktis-Station ausgeflogen. Für den Rückflug wurde der Jet bei minus 43 Grad neu betankt

18.08.2026 - 18:05 Uhr

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Christchurch (Neuseeland) – Mitten in der längsten Nacht der Erde beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.

Ein Mitglied des US-Antarktisprogramms erkrankt auf der amerikanischen Forschungsstation McMurdo so schwer, dass die medizinischen Möglichkeiten vor Ort nicht mehr ausreichen. Die National Science Foundation schlägt Alarm und fordert internationale Hilfe an. Die Rettung führt an einen der weltweit unwirklichsten Orte.

Im Sommer leben in der McMurdo-Station über 1000 Menschen. Im Winter bleiben maximal 200 Personen zurück

Denn McMurdo liegt auf der Ross-Insel am Rand des gefrorenen Ross-Schelfeises. Die Station ist die wichtigste US-Drehscheibe für sämtliche Antarktis-Missionen. Im kurzen Südsommer leben dort mehr als 1000 Menschen. Im Winter bleiben weniger als 200 zurück. Dann herrschen monatelange Dunkelheit, eisige Stürme und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

In der Nähe der McMurdo-Station liegt der aktive Vulkan Mount Erebus

Rettungsflug in die Finsternis

Genau von dort musste ein Patient ausgeflogen werden. Die Anfrage erreicht das australische Spezialunternehmen Skytraders. Selbst für erfahrene Antarktis-Piloten ist das eine Ausnahmesituation. Ein erster Versuch muss wegen eines Schneesturms abgesagt werden. Das Wetterfenster ist winzig. Die Zeit drängt. Nur Stunden später startet schließlich der Airbus A319 mit dem Rufnamen „Snowbird 1“ am 31. Juli von Hobart auf Tasmanien Richtung Südpol. Besonders ungewöhnlich: Im Cockpit sitzt ein Ehepaar. Louise Robertson und ihr Mann Rod Robertson fliegen gemeinsam den Einsatz. Außerdem an Bord: Spezialisten des australischen Antarktisprogramms und ein medizinisches Team.

Louise Robertson (rechts) und ihr Mann Rod saßen für den Rettungsflug im Cockpit

Nach rund fünfeinhalb Stunden Flug taucht vor dem Cockpit praktisch nichts als Schwärze auf. „Wir hatten nur das, was man nautische Dämmerung nennt. Das ist fast völlige Dunkelheit“, sagte Co-Pilotin Louise Robertson später. Dazu kommen Temperaturen bei der Landung von minus 43 Grad Celsius. „Es war sehr nah daran, zu kalt für das Flugzeug zu werden“, schilderte Robertson. „Minus 43 Grad sind die niedrigste Temperatur, die ich jemals erlebt habe.“

Landung auf einer Piste aus Schnee

Ziel der Besatzung ist das Phoenix Airfield nahe McMurdo. Die rund drei Kilometer lange Landebahn besteht nicht aus Asphalt, sondern aus verdichtetem Schnee. Bevor der Airbus landen kann, muss die Piste von Bodenmannschaften stundenlang präpariert werden.

Die Piste im ewigen Eis ist rund drei Kilometer lang. Da sie im antarktischen Winter eigentlich nicht genutzt wird, musste sie erst mehrere Stunden lang aufwendig präpariert werden

Al Wallach, ein weiterer Pilot der Mission, sprach von Bedingungen am Rand des Machbaren: „Die Bedingungen, denen wir begegneten, lagen direkt an der Grenze dessen, was selbst mit hochspezialisierten Flugzeugen möglich ist.“

Am Boden läuft dann alles nach Plan. Der schwer erkrankte Amerikaner wird an Bord gebracht. Lange darf die Crew nicht bleiben. Die Wetterbedingungen verschlechtern sich erneut. Sofort nach dem Betanken hebt der Airbus wieder ab und nimmt Kurs auf Christchurch in Neuseeland. Dort wird der Patient in ein Krankenhaus gebracht. Über Krankheit, Alter oder Identität machen die Behörden keine Angaben. Bekannt ist nur, dass sich der Amerikaner nach Angaben der Einsatzbeteiligten auf dem Weg der Besserung befindet.

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