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Bleaching, Aktivkohle & Co: Was Zähne wirklich weiß macht

Дата публикации: 27-04-2026 06:00:46

Strahlend weiße Zähne sind ein Schön­heits­ideal. Wie lässt es sich erreichen? Mit Spezial-Pasten, Bleaching-Lampen oder Back­pulver? Wir haben Wissen zum Thema gesammelt.

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Gelb­liche, verfärbte Zähne – das empfindet wohl kaum jemand als attraktiv. Doch wer regel­mäßig Kaffee, Tee oder Rotwein konsumiert, dazu noch raucht, wird sein natürliches Zahnweiß nach und nach verschwinden sehen. Viele Produkte und Dienst­leistungen versprechen Abhilfe und strahlend weiße Beißerchen, oft für statt­liches Geld. Im Internet kursieren zudem Tipps, wie mit Haus­mitteln das Zahnweiß wieder zum Vorschein gebracht werden kann.

Was davon hilft wirk­lich? Vieles ist mit Vorsicht zu sehen, von manchen Tipps und Hilfs­mitteln raten wir ab. Wir schöpfen aus unserer Test­erfahrung und beant­worten ausführ­lich häufige Fragen rund ums Thema weiße Zähne.

Zahn­cremes

Verhelfen spezielle Weiß­macher-Zahnpasten zu weißeren Zähnen?

Tatsäch­lich schaffen das viele nach­weislich. In unseren Tests von Whitening-Zahnpasten können wir im Prüf­punkt Entfernung von Verfärbungen immer wieder die Note Sehr gut vergeben. Manche Pasten erreichten die Spitzennote auch im Gesamt­urteil. Dabei gibt es deutliche Unterschiede bei den Preisen: Die preisgüns­tigste sehr gute Weiß­macher-Zahnpaste in unserer Daten­bank kostet nur 68 Cent pro 100 Milliliter, die teuerste dagegen 5,72 Euro.

Auch einige Universalpasten machen die Zähnen weißer und das ebenfalls schon für wenig Geld. Ab 52 Cent je 100 Milliliter gibt es Universalpasten, die gut gegen Verfärbungen ankommen. Ein Groß­teil ihres Effekts stützt sich darauf, dass die Pasten Verfärbungen entfernen, die etwa durch Kaffee, Schwarztee, Nikotin oder Rotwein entstehen. Zusätzlich sorgt in manchen der Farb­stoff Blue Covarine dafür, dass die Zähne kurz­fristig weißer erscheinen: Er lagert sich vorüber­gehend auf der Zahn­oberfläche ab und neutralisiert das natürliche Zahngelb. In unseren Testtabellen weisen wir aus, welche Pasten Blue Covarine enthalten.

Können Weiß­macher-Zahnpasten die Zähne auch zu hart angreifen?

Viele Weiß­macherpasten haben einen mitt­leren oder hohen Abrieb. Gesunden Zähnen kann das nichts anhaben, empfindlichen Zähnen mit freiliegenden Zahnhälsen aber schaden. Betroffene sollten eine Zahnpasta mit nied­rigem Abrieb wählen und im Zweifel beim Zahn­arzt nach­fragen.

Eher selten sind Weiß­macher-Pasten, die mit nied­rigem Abrieb sehr gut gegen Verfärbungen wirken. In unserer Daten­bank findet sich derzeit nur eine eher teure Zahnpasta von Colgate, der das gelingt.

Was bringen Zahn­cremes mit Aktivkohle?

Mit schwarzer Paste die Zähne weißer machen? Das verheißen seit einiger Zeit Zahnpasten mit Aktivkohle. Ihre große Oberfläche soll, so die Idee, Schmutz aufnehmen wie ein Schwamm. Wissenschaftlich belegt ist das nicht. Zahn­ärzte vermuten, dass vor allem die Scheuer­kraft der Kohle gebiss­reinigend wirkt. In dieser Hinsicht ist sie Studien zufolge aber nicht besser als etwa Silica. Diese feinen synthetischen Putzkörper bestehen wie zum Beispiel auch Quarzsand aus Silizium­dioxid und sind in schwarzen Zahn­cremes in der Regel ebenfalls enthalten. Ein Wunder­mittel ist der schwarze Stoff also nicht.

Die Stiftung Warentest hat schwarze Zahncreme bereits in der Vergangenheit untersucht. Auch in unserem aktuellen Test von 18 Weißmacher-Zahnpasten waren Produkte mit Aktivkohle vertreten. Dabei fiel auf: Sie entfernen Verfärbungen zuver­lässig, aber andere schnitten zum Teil besser ab.

Frei­verkäufliche Bleich­mittel

Was ist von Bleich­mitteln aus Drogerie und Apotheke zu erwarten?

Sie bieten Bleich­mittel zur Selbst­anwendung für zu Hause an. Solche Gele, Seren oder selbst­klebenden Whitening-Strips enthalten in der Regel geringe Konzentrationen bleichender Wirk­stoffe wie Wasser­stoff­per­oxid oder Carbamidper­oxid. In unserem Test von 13 Zahnbleaching-Mitteln für zu Hause zeigte sich: Viele können tatsäch­lich zu einem strahlenderen Lächeln verhelfen, manchen gelingt es dagegen kaum. Unver­zicht­bar für alle, die es ausprobieren wollen, ist ein Zahn­arzt­besuch vorab. Denn Zähne und Zahn­fleisch müssen gesund sein, bevor sie mit Zahn­bleaching-Mitteln in Kontakt kommen.

Do-it-yourself: Natron, Back­pulver, Zitronensaft

Kann man versuchen, seine Zähne mit Haus­mitteln selbst zu bleichen?

Das ist nicht zu empfehlen. Vor allem im Internet finden sich unzäh­lige Anleitungen, wie sich die Zähne etwa mit Natron, Back­pulver, grobem Meersalz oder Zitronensaft selbst bleichen lassen. Zahn­ärztinnen und -ärzte raten davon strikt ab, da die Haus­mittel die Zähne schädigen können.

Muss ich zum Bleichen immer den Zahn­arzt aufsuchen?

Die Bundes­zahn­ärztekammer empfiehlt, nur unter zahn­ärzt­licher Aufsicht zu bleichen. Zuerst muss abge­klärt werden, ob die Zähne für die Prozedur über­haupt geeignet sind. Der Zahn­arzt muss sie auf Karies, feinste Risse im Schmelz, defekte Füllungs­ränder oder freiliegende Zahnhälse kontrollieren. Nur bei gesunden Zähnen und intaktem Zahn­fleisch sollte gebleicht werden. Sonst können die Wirk­stoffe ins Zahn­innere eindringen und entzündliche Prozesse in Gang setzen. Der Zahn­arzt weist auch auf die Grenzen des Mach­baren hin – schnee­weiße Zähne bekommt nun mal nicht jeder. Und Kronen, Brücken, Veneers und Zahnfüllungen lassen sich in der Farbe nicht durch das Bleich­mittel beein­flussen.

Professionelle Zahn­reinigung

Hellt die Prophylaxebe­hand­lung beim Zahn­arzt die Zähne auf?

Ja. Obwohl die professionelle Zahn­reinigung, die heute zum Stan­dard­angebot vieler Praxen gehört, in erster Linie der Gesund­erhaltung der Zähne dient, erzielt sie auch einen aufhellenden Effekt. Eine Fach­kraft reinigt Zähne und Zahn­zwischenräume und poliert anschließend das Gebiss. Die Kosten für eine Prophylaxebe­hand­lung betragen je nach Aufwand und Praxis etwa 50 bis 150 Euro. Wem die dadurch wiedergewonnene Originalfarbe der Zähne noch nicht gefällt, kann die Zahn­ärztin zusätzlich nach einem professionellen Bleaching fragen. Dabei werden die Zähne chemisch aufgehellt, also gebleicht.

Aber: Auch vor dem Bleaching ist eine Prophylaxebe­hand­lung in jedem Fall zu empfehlen. Die aufhellenden chemischen Wirk­stoffe erreichen ihr Ziel besser, wenn die Zähne schon von äußeren Verfärbungen und Zahn­stein befreit sind.

Bleaching beim Zahn­arzt

Wie bleicht der Zahn­arzt?

Es gibt mehrere Wege zum neuen Weiß: Für das Bleichen zu Hause, Home-Bleaching genannt, fertigt der Zahn­arzt eine individuell pass­gerechte Kunst­stoff­schiene an. In diese träufelt der Nutzer zu Hause das Bleichgel und setzt die Schiene stunden­weise ein. Der Bleich­prozess kann sich je nach Wirkungs­intensität des Gels insgesamt mehrere Wochen hinziehen und sollte zahn­ärzt­lich über­wacht werden.

Schneller und für den Patienten unkomplizierter ist das In-Office-Bleaching, das Bleichen in der Zahn­arzt­praxis. Hier trägt der Arzt ein höher dosiertes Bleich­mittel direkt auf die Zähne auf. Nach der Einwirk­zeit entfernt er es und kontrolliert, ob die Aufhellung ausreicht. Wenn nicht, muss die Prozedur wieder­holt werden. Ob zusätzlich einge­setzte LED-Lampen eine unterstützende Wirkung beim Bleichen haben, ist unklar. In wissenschaftlichen Studien konnte dies bisher nicht eindeutig belegt werden.

Wie viel heller werden die Zähne beim Bleaching?

Der Aufhellungs­grad kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Mit mehreren Stufen und einem deutlichen sicht­baren Unterschied auf der Zahn­farb­skala ist in der Regel zu rechnen. Aber: Das Ergebnis hält nicht dauer­haft an, die Zähne dunkeln im Laufe der Zeit wieder nach.

Lässt sich auch nur ein Zahn bleichen?

Ja, auch einzelne Zähne, die sich nach Verletzungen oder Wurzelbe­hand­lungen von innen dunkel gefärbt haben, lassen sich aufhellen: Der Zahn­arzt gibt das Bleich­mittel direkt in den aufgebohrten Zahn.

Was kostet die Behand­lung?

Das neue Weiß ist nicht billig. Für ein Bleaching beim Zahn­arzt ist je nach verwendeter Methode und Zeit­aufwand mit bis zu mehreren Hundert Euro zu rechnen. Die Preise können von Praxis zu Praxis stark schwanken, sodass sich ein Vergleich immer lohnt. Die Kosten für diese rein ästhetischen Behand­lungen muss jeder selbst tragen, gesetzliche Krankenkassen über­nehmen sie nicht.

Bleich­mittel: Wirkung und Neben­wirkungen

Wie wirken die Bleich­mittel?

Die meisten Mittel, die die Beißer weißer machen, funk­tionieren nach demselben Prinzip: Häufig enthalten sie Wasser­stoff­per­oxid oder Carbamidper­oxid. Beide Substanzen setzen im Mund aktiven Sauer­stoff frei. Der dringt in den Zahn­schmelz ein und wandelt dunkle Farbmoleküle in farblose um. Eine chemische Reaktion, vergleich­bar der beim Blondieren von Haaren.

Wie lange hält die Bleich­wirkung an?

Ein Bleaching zeigt etwa ein bis drei Jahre Wirkung – je nach Bean­spruchung der Zähne und der individuellen Mund­hygiene. Wer viel raucht, Rotwein oder Tee trinkt, muss möglicher­weise schneller wieder aufhellen lassen.

Ist das Aufhellen wirk­lich risikolos oder gibt es Neben­wirkungen?

Für die gesunde Mund­höhle stellt das Bleichen – voraus­gesetzt, die Behand­lung wird fachgerecht durch­geführt – kein Risiko dar. Das ist durch Studien bewiesen. Direkt nach dem Bleichen können aber kurz­fristig unangenehme Neben­wirkungen auftreten: etwa eine erhöhte Empfindlich­keit der Zähne und Zahnhälse. Fluorid-Gele schaffen meist schnell Abhilfe. Zu häufiges oder zu intensives Bleaching kann aber die Zahnhart­substanz beein­trächtigen oder die Zähne lang­fristig empfindlicher machen. Die Bundes­zahn­ärztekammer rät deswegen, Aufhellungs­methoden nicht mehr­mals im Jahr anzu­wenden.

Wem ist vom Bleachen abzu­raten?

Schwangeren oder stillenden Frauen ist generell vom Bleichen abzu­raten, genauso Kindern und Jugend­lichen. Erst wenn der Zahn­schmelz völlig ausgereift ist, mit etwa 16 Jahren, darf es losgehen. Grund­sätzlich ist bei jüngeren Menschen ein besseres Ergebnis zu erzielen als bei alten. Mit den Jahren nutzt sich der Zahn­schmelz ab. So schimmert das darunter liegende gelb­liche Zahn­bein (Dentin) immer stärker durch. Auch das beste Bleich­mittel kommt nur noch schwer dagegen an.

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