Carl Zeiss Jena spart beim Kader, hofft aber im Pokal gegen Darmstadt auf Geld.
Trainer Marco Grote (l.) und Sportdirektor Miroslav Jovic müssen mit dem aktuellen Kader durch die Saison gehen.
Sparkurs bei Carl Zeiss Jena! Die Thüringer trennten sich im Sommer von gleich sieben Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle, der Etat der Fußballerinnen wurde nach dem Abstieg eingestampft – selbst das Gehalt des Geschäftsführers sparen sich die Jenaer nach dem Abgang von Patrick Widera gerade. Jetzt ist auch klar: Weitere Verstärkungen für die Regionalliga-Herren wird es nicht geben. Das sagte Präsident Ralph Grillitsch in einem Interview mit der TLZ.
Sportdirektor Miroslav Jovic (55) bestätigt: „Nach dem jetzigen Stand ist das Budget beim Personaletat ausgereizt!“ Der hat – auf dem Papier – zehn neue Spieler in den Kader geholt, davon aber schon vier aus der eigenen U-19, die den Etat kaum belasten. Auch Benno Walther (18, kam von Schott) und Keeper Luca Mengel (17, kam aus Leipzig) stellen keine große finanzielle Belastung dar. Jovic stellt klar: „Es ist eben so, dass wir nicht gerade in Geld schwimmen.“
Andere investieren, Jena spartWährend andere Teams gerade für diese Saison, in der es einen direkten Aufsteiger gibt, Geld in ihr Flaggschiff erste Mannschaft investieren, muss Jena sparen. Dennoch zählt Jena weiter zu den Aufstiegskandidaten, wenngleich noch nicht „alles rund läuft“, wie Jovic zugibt. „Diese Liga ist unberechenbar und ausgeglichen. Wir werden noch viele Spiele erleben, bei denen wir hinterher erstaunt aufs Resultat schauen“, fügt er an. Der Kampf um den Titel werde eine enge Kiste. „Da wird sich niemand absetzen“, sagt Jovic.
Sieg gegen Darmstadt wäre hilfreichDer Sportboss der Thüringer will die Hoffnung auf weitere Verstärkungen aber auch nicht aufgeben. „Ich möchte da einfach nichts ausschließen. Vielleicht gibt es ja noch einmal Bewegung im Kader, vielleicht verleihen wir einen Spieler, damit er woanders Praxis sammeln kann. Dann hätten wir wieder etwas Luft“, erklärt er. Konkret sei aber nichts, Gespräche noch nicht geführt. „Wir freuen uns jetzt erst einmal auf das Pokalspiel am Sonntag gegen Darmstadt. Danach werden wir uns zusammensetzen – auch mit den Spielern, die es betreffen könnte“, sagt er.
Ein Sieg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am Sonntag (15.30 Uhr, live bei Sky) gegen die Lilien würde natürlich helfen, würde zusätzliches Geld in die leeren Kassen spülen. Jovic wiegelt ab: „Wir wollen mal nicht durchdrehen. Da kommt ein starker Zweitligist. Da muss schon alles passen, um weiterzukommen.“
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