Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

4190 vs. 30.320 Euro Gewinn je Mitarbeiter: China hängt deutsche Zulieferer ab

Дата публикации: 20-08-2026 16:34:50

China greift Bosch und Co. längst bei Zukunftstechnik an. Doch laut Strategy& rächen sich bei den Deutschen jetzt vor allem Schulden aus den Boomjahren.

Основное содержимое страницы с новостью.

Deutsche Autozulieferer verlieren weltweit weiter an Boden. Das geht aus einer neuen Studie der Strategieberatung Strategy& hervor. Der deutsche Anteil am Umsatz der untersuchten Top-Zulieferer sank im vergangenen Jahr auf 23 Prozent, 2015 waren es noch 26 Prozent. Anbieter aus China steigerten ihren Marktanteil im gleichen Zeitraum hingegen von fünf auf 14 Prozent – und haben ihn damit nahezu verdreifacht.

Besonders stark sind die chinesischen Zulieferer bei der Batterietechnik. Ihr Marktanteil in diesem Bereich stieg laut Studie innerhalb von zehn Jahren von 0,2 auf 6,8 Prozent. Inzwischen holen die Unternehmen aber auch bei Software und Fahrerassistenzsystemen auf. Zusammen kommen Zulieferer aus China und dem übrigen Asien mittlerweile auf 49 Prozent des Weltmarkts.

Bosch und Co. erzielen nur 4190 Euro Gewinn pro Mitarbeiter

Noch deutlicher zeigt sich der Rückstand beim operativen Gewinn je Beschäftigten. Die untersuchten deutschen Zulieferer erwirtschafteten 2025 durchschnittlich nur 4190 Euro pro Mitarbeiter. 2019 waren es noch 7274 Euro – ein Rückgang von rund 42 Prozent. Bei chinesischen Zulieferern stieg der Wert im gleichen Zeitraum dagegen von 19.068 auf 30.320 Euro.

Ein Teil des Unterschieds erklärt sich laut Strategy& durch die hohen Renditen chinesischer Batteriezellhersteller. Die Berater sehen aber auch hausgemachte Probleme. Deutsche Unternehmen kämen bei der Verschlankung ihrer über Jahre gewachsenen Strukturen und Kosten zu langsam voran.

Die deutschen Anbieter gerieten von mehreren Seiten unter Druck, sagt Henning Rennert, Automobilexperte und Partner bei Strategy&. Die schwache Nachfrage vor allem der europäischen Autobauer zwingt Zulieferer wie Bosch oder ZF Friedrichshafen zu Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Gleichzeitig belasteten Kredite, mit denen viele Unternehmen ihr Wachstum in früheren Boomjahren finanziert haben, die Bilanzen.

Die Krise der deutschen Autozulieferer spitzt sich weiter zu: Unternehmen wie <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/technologiekonzern-bosch-macht-erstmals-seit-mehr-als-15-jahren-verluste-10030874">Bosch</a> oder <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/autozulieferer-zf-meldet-milliardenverlust-branche-in-der-krise-10025623">ZF Friedrichshafen</a> reagieren mit teils harten Sparprogrammen.

Die Krise der deutschen Autozulieferer spitzt sich weiter zu: Unternehmen wie Bosch oder ZF Friedrichshafen reagieren mit teils harten Sparprogrammen.

© Bernd Weißbrod/dpa

„Diese hohe Zinslast frisst heute große Teile des operativen Gewinns, der finanzielle Handlungsspielraum schrumpft und dringend notwendige Investitionen in neue Technologien bleiben auf der Strecke“, warnt Rennert.

Die Krise verschärft sich gerade in einem expandierenden Markt. Die zehn größten Autohersteller steigerten ihren gemeinsamen Umsatz 2025 laut Strategy& um zehn Prozent auf 1,93 Billionen Euro. Der Umsatz der untersuchten Top-Zulieferer sank dagegen um drei Prozent auf 1,12 Billionen Euro. Die etablierten Anbieter profitieren damit kaum vom weltweiten Wachstum der Autoindustrie.

Deutsche Autobranche verliert Zehntausende Arbeitsplätze

In Deutschland schlägt sich die Krise längst auf dem Arbeitsmarkt nieder. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren in der deutschen Autoindustrie noch 691.500 Menschen beschäftigt – so wenige wie seit 2005 nicht mehr. Innerhalb eines Jahres verschwanden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 42.300 Arbeitsplätze.

Ein großer Teil des angekündigten Stellenabbaus ist in diesen Zahlen noch gar nicht enthalten. Volkswagen, BMW, Porsche, Bosch, ZF Friedrichshafen und weitere Unternehmen wollen in den kommenden Jahren Zehntausende Arbeitsplätze streichen. Der Branchenverband VDA rechnet bis 2035 mit dem Verlust von insgesamt 225.000 Stellen in der deutschen Autoindustrie.

Hinter dem Einbruch steckt nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern mehr als eine vorübergehende Absatzschwäche. Die Autoproduktion in Deutschland liegt nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rund 25 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig sind Investitionen und die Zahl neu geschaffener Stellen eingebrochen.

Chinesische Autoteile sind bis zu 30 Prozent billiger

Zugleich wächst der Wettbewerbsdruck aus China. Chinesische Zulieferer bieten bestimmte Komponenten nach Einschätzung von Branchenkennern 20 bis 30 Prozent günstiger an als deutsche Unternehmen, die Berliner Zeitung berichtete. Die Einfuhren einzelner Autoteile wie Schaltgetriebe, Elektronik- und Schmiedekomponenten sind zuletzt sprunghaft gestiegen – in einigen Bereichen um mehr als 180 Prozent innerhalb eines Jahres.

China ist dabei längst nicht mehr nur ein günstiger Produktionsstandort. Neue Fahrerassistenzsysteme und andere Technologien erreichen dort häufig deutlich schneller die Serienreife als in Europa. Bosch entwickelte zuletzt gemeinsam mit einem chinesischen Hersteller innerhalb von sechs Monaten ein neues Bremssystem bis zur Marktreife.

Strategy& fordert von der deutschen Autoindustrie deshalb eine schnellere Restrukturierung, den Abbau von Schulden und mehr gemeinsame Entwicklungsprojekte. Hersteller und Zulieferer müssten vor allem bei Zukunftstechnologien wie Batterien, Software und autonomem Fahren enger zusammenarbeiten. Andernfalls droht die Branche neben Marktanteilen und Arbeitsplätzen auch weiteres technologisches Know-how zu verlieren.

Lesen Sie mehr zum Thema

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Германия уступает Китаю в конкуренции за промышленность-2604-07-2026
2Немецкая промышленность не выдерживает конкуренции с Китаем-5704-07-2026
3Deutschlands Autowerken droht der Ausverkauf an China01017-05-2026
4Wir sperrten die Chinesen aus – jetzt bauen sie unsere Autos014.2210-06-2026
5Российские заводы Bosch могут достаться китайским компаниям05.8420-06-2023
6Wettbewerb aus Fernost: China-Schock 2.0 trifft Deutschlands Industrie-3611-07-2026
7Audi kappt Jahresziele: Umsatz und Marge sinken, China-Geschäft bricht ein016.5327-07-2026
8Volkswagen, Bosch, Otto: Deutschlands Familienunternehmen im Abwärtsstrudel-5629-06-2026
9Wettbewerb: DIW-Ökonom warnt – Technologieoffenheit schadet der Industrie0511-07-2026
10Kapitalmarkt-Schwäche wird für Deutschland im Tech-Wettbewerb zunehmend zum Problem016.5305-08-2026

Классификация: Пресс-релизы. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 13.5. Источник: www.berliner-zeitung.de.