Der Rhein-Kreis Neuss stellt eine neue Fahrradroute durch Neuss, Kaarst und Meerbusch vor. Auf rund 65 Kilometern führt sie zu Weltläden, Hofläden und Cafés mit fair gehandelten und regionalen Produkten.
Landrätin Katharina Reinhold (6.v.r.), Kreissprecher Benjamin Josephs und Petra Koch von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stellten die Fahrradroute „Fair und regional“ für den nördlichen Kreis zusammen mit Brigitte Albrecht (r.) und ihrem Team vom Kunstcafé Einblick vor.
Foto: Rhein-Kreis Neuss/Dieter StaniekRhein-Kreis Neuss · Der Rhein-Kreis Neuss stellt eine neue Fahrradroute durch Neuss, Kaarst und Meerbusch vor. Auf rund 65 Kilometern führt sie zu Weltläden, Hofläden und Cafés mit fair gehandelten und regionalen Produkten.
Sommerzeit ist Fahrradzeit. Und wer sich – egal ob sportlich oder gemütlich – an der frischen Luft bewegt, hat sich auch einen Einkehrschwung verdient. Genau dafür hat der Rhein-Kreis Neuss zwei Routen zusammengestellt. Beide eint nicht nur, dass vom Sattel aus Natur und Sehenswürdigkeiten entdeckt werden können, sondern auch der nachhaltige Gedanke: Es werden Genussorte angesteuert, die den Fairtrade-Gedanken aufgreifen. Die Auswahl kommt nicht von ungefähr, trägt doch der Kreis seit 2010 den Titel „Fairtrade-Kreis“ – als erster Kreis in Deutschland.
Nachdem vor zwei Jahren die Route „Fair und regional im Rhein-Kreis Neuss: Genussmomente zwischen Klöstern und Hofläden“ für den südlichen Kreis vorgestellt wurde, können Fahrradbegeisterte jetzt auch im Norden des Kreises fair gehandelte und regionale Produkte bei einer Tour entdecken. Die trägt den Titel „Fair im Rhein-Kreis Neuss: Rheinblicke und nachhaltige Genussorte“ und führt über 65 Kilometer durch Neuss, Kaarst und Meerbusch.
Die Route lässt sich sowohl als Tagestour als auch in einzelnen Etappen erkunden. Entlang der Strecke erwarten die Radelnden abwechslungsreiche Landschaften, regionale Erzeuger, Weltläden sowie gastronomische Betriebe mit fair gehandelten und regionalen Produkten. „Mit diesem Angebot verbinden wir Bewegung, Natur und nachhaltigen Konsum auf besondere Weise. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt nicht nur die Schönheit unserer Region, sondern entdeckt auch gemütliche Cafés und interessante Hofläden“, betonte Landrätin Katharina Reinhold bei der Vorstellung im Kaarster Kunstcafé Einblick.
Dessen Geschäftsführerin Brigitte Albrecht freut sich zusammen mit ihrem Team darüber, Teil der fairen und regionalen Fahrradroute zu sein: „Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Wir bringen neben regionalen Lebensmitteln auch fair gehandelte Produkte auf den Tisch“, sagte sie und fügte hinzu: „Bei uns wird zudem Inklusion gelebt, in unserem Café arbeiten Menschen mit Unterstützungsbedarf im Service und in der Küche mit.“ Frühstücksspezialitäten, frisch gebackene Kuchen und Waffelvariationen sowie kleine Speisen stehen auf der Speisekarte des Kunstcafés.
Kaarsts Bürgermeister Christian Horn-Heinemann wies darauf hin, dass Nachhaltigkeit in der Stadt Kaarst ein wichtiges Thema mit vielen Facetten ist: „Umso erfreulicher ist, dass die Fahrradroute durch den nördlichen Kreis Stopps bei mehreren Kaarster Gastronomiebetrieben und Läden vorschlägt, die besonderes soziales und ökologisches Engagement zeigen“, findet er. Für ihn ergänzen sich regionale Lebensmittel, kurze Wege und fair gehandelte Produkte hervorragend.
Neben dem Kunstcafé Einblick sind in Kaarst unter anderem Carles Bio-Kaffeerösterei, Randvoll – Café und Unverpacktes, der Tuppenhof, Lammertzhof, Hofladen Coenen und Bauer Berrisch Teil der Fahrradroute. Während die Tour in Meerbusch am Gut Dyckhof und am Apfelparadies vorbeiführt und in Osterath den Weltladen sowie den Frenkenhof und Hoppe Hof sowie in Büderich das Hotel Villa Meererbusch empfiehlt, gehören in Neuss das Weiße Haus und der Welt-Laden der Gemeinde Heilige Dreikönige zu den Stationen.
Kreissprecher und Kampagnenleiter Benjamin Josephs ist sich sicher, dass durch die Fahrradrouten noch mehr Interessierte auf fair gehandelte Produkte aufmerksam werden. „Wir wollen damit die Idee des fairen Handels fördern und zudem auf Anbieter regionaler Produkte hinweisen“, hob er hervor.
Petra Koch vom Amt für Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises hat die Fahrradroute in Kooperation mit der Kreis-Wirtschaftsförderung und dem ADFC Rhein-Kreis Neuss konzipiert. Die Strecke verläuft überwiegend über gut ausgebaute Radwege, wobei die Radler sich an dem Knotenpunktsystem in der Radregion Rheinland orientieren können.
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