Samir Arabi muss in den kommenden Wochen nicht nur zahlreiche neue Profis verpflichten, sondern auch für wichtige Erlöse durch Verkäufe sorgen. Ein erster Meilenstein steht dabei unmittelbar bevor – die erste siebenstellige Ablöse des Transfersommers.
Düsseldorf · Samir Arabi muss in den kommenden Wochen nicht nur zahlreiche neue Profis verpflichten, sondern auch für wichtige Erlöse durch Verkäufe sorgen. Ein erster Meilenstein steht dabei unmittelbar bevor – die erste siebenstellige Ablöse des Transfersommers.
In knapp drei Wochen nimmt Fortuna das Training für die erste Drittliga-Saison seit 2009 auf. Für Sportvorstand Samir Arabi geht es in der Zwischenzeit darum, einen möglichst schlagfertigen Kader zusammenzustellen – möglichst viele durch den Abstieg entstandene Lücken sollen bis dahin gefüllt sein. Allerdings läuft es nicht nur darauf hinaus, dass sich die Spieler, die keinen Drittliga-Vertrag haben, neuen Vereinen anschließen. Es gibt darüber hinaus auch einige Kandidaten aus dem Kader für die neue Saison, die Fortuna verlassen könnten, um so wichtige Transfer-Einnahmen zu generieren. Bei einer Personalie zeichnet sich nun schon früh Klarheit ab.
Nach Informationen unserer Redaktion steht Satoshi Tanaka unmittelbar vor einem Wechsel zu Schalke 04. Der Bundesliga-Aufsteiger hat eine Einigung mit dem Mittelfeldspieler erzielt, darüber berichtet auch der japanische Sportjournalist Kazu Kakiuchi. Damit steht Tanaka vor einem Wechsel in die erste Liga – und einem Fortuna-Abschied nach nur einer Halbserie für den Verein. Schalke macht dabei von der Ausstiegsklausel Gebrauch, die Sven Mislintat bei der Verpflichtung vor einem halben Jahr verankert hat. Hätte Fortuna die Klasse gehalten, wäre Tanaka aufgrund seiner Ausstiegsklausel in Höhe von zehn Millionen Euro für S04 wohl nicht bezahlbar gewesen.
Kostenpflichtiger Inhalt Durch den Abstieg ist die Klausel aber auf eine Million Euro gesunken. Weiterhin gab es in Tanakas Vertrag aber den Zusatz, dass bei gewissen deutschen Top-Klubs und Vereinen aus der Premier League noch einmal zwei Millionen Euro draufgeschlagen werden. Ein England-Wechsel des Japaners wäre für Fortuna also lukrativer gewesen – so nimmt Fortuna nur eine Million Euro, nicht drei Millionen Euro als Ablöse ein. In der aktuell angespannten finanziellen Lage wäre jeder Mehrerlös wichtig gewesen, um die Einnahmen in den Neuaufbau des Drittliga-Kaders reinvestieren zu können.
Diese Spieler könnten weitere Transfer-Kandidaten für Fortuna sein
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Nach dem Medizincheck soll Tanaka dann als neuer Schalke-Spieler vorgestellt werden. Für den Sechser, der zu Jahresbeginn für 900.000 Euro nach Düsseldorf gewechselt war, bietet der Wechsel nach Gelsenkirchen den Vorteil, dass er nicht umziehen müsste – und abseits des Rasens weiterhin die Vorzüge der großen japanischen Gemeinde in Düsseldorf nutzen kann.
Finanziell war ein Tanaka-Abgang für Fortuna unabdingbar: Der 23-Jährige hätte immer noch sein Zweitliga-Gehalt kassiert und hätte damit einen elementaren Teil von Fortunas Drittliga-Budget beansprucht – Tanaka wäre so nach dem Abstieg ein absoluter Großverdiener im Kader gewesen. So zeichnet sich ab, dass schon einige Wochen vor Trainingsstart Klarheit herrscht – für Fortuna, Tanaka und Schalke 04, aller Voraussicht nach sein kommender Arbeitgeber.