22,5 Millionen Menschen bezogen im vergangenen Jahr in Deutschland eine Rente. Die Auszahlungen stiegen auf 423 Milliarden Euro.
Rund 22,5 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr in Deutschland Leistungen aus der gesetzlichen, privaten oder betrieblichen Rente bezogen. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt wurden nach Angaben der Behörde rund 423 Milliarden Euro ausgezahlt. Das entspricht einem Anstieg um 5,1 Prozent oder 20,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.
Zu den steuerpflichtigen Einkünften zählten den Statistikern zufolge 72 Prozent der Leistungen, also rund 304 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2015 sei der durchschnittliche Besteuerungsanteil damit um 16,4 Prozentpunkte gestiegen.
Hintergrund ist das Alterseinkünftegesetz von 2005Grund für den steigenden Besteuerungsanteil ist nach Angaben des Bundesamtes die Neuregelung im Alterseinkünftegesetz von 2005. Dieses regelt den Übergang von einer vorgelagerten zu einer nachgelagerten Besteuerung. Rentenbeiträge werden während der Ansparphase schrittweise steuerfrei gestellt, erst die späteren Auszahlungen unterliegen der Steuer. Der Übergang soll bis zum Jahr 2058 dauern.
Viele Renten bleiben steuerfreiOb tatsächlich Steuern anfallen, hängt von den individuellen Verhältnissen ab. „Bei vielen Rentnerinnen und Rentnern liegt der steuerpflichtige Teil ihrer Renten nach relevanten Abzügen unterhalb des jährlichen Grundfreibetrags. Daher bleiben viele Rentenzahlungen steuerfrei, wenn keine weiteren Einkünfte vorliegen“, erklärten die Statistiker. Genaue Zahlen für 2024 lägen wegen der langen Fristen zur Steuerveranlagung noch nicht vor.
Die jüngsten Angaben stammen laut Bundesamt aus dem Jahr 2022. Damals hätten rund 42 Prozent der 22,03 Millionen Rentenempfänger Einkommensteuer gezahlt – ein Anstieg um 1,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Bei etwa 80 Prozent der steuerbelasteten Rentnerinnen und Rentner habe es zusätzliche Einkünfte gegeben, etwa aus Versorgungsbezügen, Arbeitseinkommen oder Vermietung. Zu den Rentenbeziehenden zählen den Angaben zufolge auch hinterbliebene Eheleute und Kinder. (mit dpa)
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