Microsoft schließt im aktuellen Mai-Patch 137 Schwachstellen in Azure, Teams und Co. Das raten Experten Anwendern.
Microsoft hat im aktuellen Mai-Patch umfangreiche Sicherheits-Updates verffentlicht, mit denen insgesamt 137 Schwachstellen in seinen Produkten geschlossen wurden. Das Paket betrifft zahlreiche Komponenten von Windows ber Azure bis hin zu Office Diensten wie Word, Teams und dem KI-Assistenten Copilot und enthlt 31 als kritisch eingestufte Sicherheitslcken, die umgehende Aufmerksamkeit erfordern.
Kernpunkt des Microsoft-Updates
Im Zentrum des von Microsoft durchgefhrten Patches steht eine Reihe kritischer Fehler in der eigenen Cloud und Web Infrastruktur. Besonders auffllig ist eine Schwachstelle in Azure Cloud Shell (CVE 2026 32169), die Server Side Request Forgery Angriffe (SSRF) ermglicht und mit dem maximalen CVSS Score von 10,0 bewertet wurde.
Nicht geschlossene Sicherheitslcken knnen zur Gefahr fr Unternehmen und Privatanwendern werden.
Bild: Pixabay/AS_Photography
Parallel wurden zudem zwei kritische Command Injection Lcken in Bing Images (CVE 2026 32191 und CVE 2026 32194) mit CVSS Werten von 9,8 geschlossen, auerdem eine Remote Code Execution Lcke im Microsoft Devices Pricing Program (CVE 2026 21536) mit einer identischen Bewertung.
Der Patchday im Mai richtet sich ausdrcklich auch gegen zahlreiche Schwachstellen in der Office Suite. Fr die Anwendungen Word und SharePoint wurden mehrere RCE Lcken korrigiert darunter CVE 2026 40364 und CVE 2026 40361. Beide stuft Microsoft als „wahrscheinlich ausnutzbar“ ein, die bereits beim bloen Anzeigen manipulierten Inhalts ausgenutzt werden knnen.
Sicherheitsforscher warnen, dass die Einstufung „Exploitation More Likely“ nicht zwingend vorhandene Zero Days voraussetzt, wohl aber signalisiert, dass funktionierende Exploits kurzfristig entstehen knnen. Das gilt besonders fr Office Programme, da manipulierte Dokumente weit verbreitet und einfach zu verteilen sind. Viele Office Lcken lassen sich bereits beim bloen Anzeigen einer Datei ausnutzen, wodurch Angreifer mit geringem Aufwand Opfer per E Mail oder Dateifreigabe erreichen knnen.
Treiber, Netzkomponenten und SonderflleNeben Cloud und Office Fehlern offenbart das Update auch kritische Probleme in Treibern und Kernkomponenten. Das KB5089549 Update fr Windows 11 schliet unter anderem eine kritische RCE Lcke im Windows Native WiFi Miniport Driver (CVE 2026 32161), wobei Treiber Schwachstellen als besonders gefhrlich gelten, weil sie tiefe Systemeingriffe ohne Benutzerinteraktion erlauben.
Wichtige Netzwerkkomponenten wie Netlogon (CVE 2026 41089) und der DNS Client (CVE 2026 41096) wurden ebenfalls gepatcht, ebenso spezialisierte Cloud Dienste wie Azure Managed Instance fr Apache Cassandra und Azure Logic Apps.
Windows 10 ESU, Secure Boot und BitLocker HinweiseFr Systeme im Extended Security Update (ESU )Programm stellte Microsoft das Windows 10 Update KB5087544 bereit. Behoben wurden hier 120 Schwachstellen, zudem wurde ein Fehler korrigiert, bei dem RDP Sicherheitswarnungen auf Multi Monitor Setups nicht korrekt angezeigt wurden. Aber: Bekannt ist, dass unter bestimmten Group Policy Konfigurationen BitLocker Wiederherstellungsabfragen ausgelst werden knnen, fr die Microsoft einen Workaround anbietet.
Ein weiterer Schwerpunkt des Windows 11 Patches ist die Vorbereitung auf das Auslaufen von Secure Boot Zertifikaten ab Juni 2026. Microsoft erweitert die automatische Auslieferung aktualisierter Zertifikate, um Unterbrechungen beim Startvorgang zu vermeiden.
Handlungsempfehlungen fr AdministratorenExperten raten, die kritischen Azure und Office Patches mit hoher Prioritt auszurollen, bei gleichzeitiger Empfehlung, mgliche Nebenwirkungen (BitLocker Wiederherstellungsabfragen, Secure Boot bergang) in Testumgebungen zu prfen und Rollouts sorgfltig zu planen.
IT-Teams sollten deshalb die Dringlichkeit der Fixes gegen das Risiko von Boot oder Kompatibilittsproblemen abwgen und umfangreiche Tests vor Enterprise Deployments durchfhren.
Bedeutung von Patchdays und AusblickDer Mai Patchday zeigt eine starke Fokussierung Microsofts auf Cloud Sicherheit. SSRF und Command Injection Fixes in Azure und Bing verdeutlichen, dass die Grenzen zwischen ffentlichen Webdiensten und der zugrundeliegenden Cloud Infrastruktur zunehmend abgesichert werden mssen.
Angesichts des nahenden Secure Boot Zertifikatsende Termins im Juni 2026 empfiehlt sich besonders fr grere Windows 11 Bereitstellungen ein genaues Monitoring sowie vorsichtiges Vorgehen, um unerwartete Hardware oder Konfigurationsprobleme zu vermeiden.
Kaum ist One UI 8.5 verfgbar, verteilt Samsung schon die erste Version von One UI 9 auf dem Galaxy S26. Ferner stellt die Firma demnchst neue Foldables vor.
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