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Porsche: Oliver Blume plant weitere Einsparungen in den Werken Zuffenhausen und Weissach

Дата публикации: 04-12-2025 11:01:00

Weniger Azubis, weniger Altersvorsorge, keine Jubiläumszahlungen mehr: Die Porsche-Mitarbeiter müssen sich auf weitere Einschnitte gefasst machen. Vor allem das Stammwerk in Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach sind betroffen.

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Porsche will seinen Sparkurs verschärfen und fordert weitgehende Zugeständnisse der Beschäftigten. Die Volkswagen-Tochter strebt in Gesprächen über ein neues Zukunftspaket weitere Einsparungen vorwiegend im Stammwerk in Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum in Weissach an, wie die „Stuttgarter Nachrichten“ und die „Stuttgarter Zeitung“ berichten. Unter anderem wird die Auslagerung ganzer Betriebsteile und Fahrzeuge in den Raum gestellt. Die Porsche-Aktie reagierte positiv auf die Medienberichte und notierte zuletzt deutlich im Plus bei mehr als 4 Prozent.

Bei einer Betriebsratsversammlung in Wolfsburg am Mittwoch hatte Volkswagen-Chef Oliver Blume (57) angekündigt, den Sparkurs beim Gesamtkonzern weiter voranzutreiben. Der Konzern könne nur dann zukünftig mit Fahrzeugen Geld verdienen, wenn die Kosten weiter optimiert würden, sagte Blume nach Angaben aus dem Unternehmen.

Bei Porsche sind demnach die Streichung von Einmalzahlungen und Jubiläumsleistungen geplant. Auch bei der Altersvorsorge soll gekürzt werden. Konkret wurden ein „Personalabbau im Angestelltenbereich“ oder eine „externe Verlagerung von Dienstleistungsumfängen“ genannt, zudem eine „Reduzierung der Azubi-Zahlen und bedingte Übernahmegarantie“. Ferner soll es „Anpassungen“ beim Homeoffice und der Arbeitszeit sowie eine „Erhöhung der Flexibilität“ geben, wie die Zeitungen unter Berufung auf eine ihr vorliegende Auflistung berichteten.

Ein Unternehmenssprecher sagte, die Automobilindustrie stehe vor immensen Herausforderungen und die Wettbewerbsfähigkeit entscheide über die Zukunft von Porsche. „Dafür müssen wir in allen Bereichen anpacken. Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen sind erhebliche Kostenoptimierungen zwingend erforderlich.“ Darüber spreche man mit der Arbeitnehmerseite im Rahmen eines zweiten Zukunftspakets – „weiterhin vertraulich“.

Betriebsrat möchte Verlängerung der Beschäftigungssicherung

Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass es mit der Arbeitnehmervertretung über die Senkung von Personalkosten sprechen wolle. Zur Höhe des angestrebten Einsparvolumens wollten weder das Unternehmen noch der Gesamtbetriebsrat Angaben machen.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ibrahim Aslan sagte den „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ auf Anfrage: „Gesamtbetriebsrat und IG Metall sind in Gesprächen mit dem Vorstand über ein Zukunftspaket, um Porsche und Belegschaft gut für die Zukunft aufzustellen.“ Aktuell befinde man sich in der Informationsphase, erst danach werde man in Verhandlungen eintreten.

In der kommenden Woche finden schon lang angesetzte Betriebsversammlungen in Zuffenhausen und Weissach statt. Der Standpunkt des Betriebsrats sei klar: „Wir brauchen eine Beschäftigungssicherung mindestens bis 2035 und erwarten ein klares Bekenntnis des Vorstands zu unseren deutschen Porsche-Standorten.“

Die aktuelle Beschäftigungssicherung gilt nach früheren Angaben bis Mitte 2030 für ungefähr 23.000 Mitarbeiter im Stammwerk Zuffenhausen, im Entwicklungszentrum in Weissach sowie an mehreren kleineren Standorten. Liefe die Maßnahme aus, wären betriebsbedingte Kündigungen möglich. Insgesamt beschäftigt Porsche rund 42.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

1900 Stellen sollen bis 2029 wegfallen

Im Februar wurde ein erstes Sparpaket verkündet, demzufolge bis 2029 rund 1900 Jobs gestrichen werden – wegen der Beschäftigungssicherung sozial verträglich. Im Juli kündigte der scheidende Vorstandschef Blume intern eine weitere Sparrunde an.

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Angesichts der milliardenschweren Belastungen durch den Strategieschwenk, wieder verstärkt Verbrenner zu bauen, geht die Porsche-Führung in diesem Jahr von deutlich weniger Gewinn aus. Die Kosten für den Unternehmensumbau summieren sich auf 3,1 Milliarden Euro, wie Porsche Mitte September mitteilte.

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