Der Neobroker Scalable Capital wächst derzeit stark durch Börseneuphorie und neue Tagesgeldangebote. Wie der Firmengründer Erik Podzuweit auf KI-Börsengänge, die Konkurrenz aus den USA und die neue staatliche Altersvorsorge schaut.
Die Euphorie ist riesig: Viele Kleinanlegerinnen und Kleinanleger warten auf die angekündigten billionenschwere Börsengänge der KI-Firmen SpaceX, Anthropic und OpenAI. Der Aktienindex S&P 500 erreicht zudem neue Höchststände. Dabei sei die Situation an den Märkten „fast zu gut, um wahr zu sein“, sagt Erik Podzuweit (45), der die Geldanlage-App Scalable Capital mitgegründet hat. Mit einem „naiven Scheuklappenblick“ würden von den Anlegern die Folgen des Energieschocks nicht genug berücksichtigt.
Trotz Crashgefahren profitiert Scalable Capital derzeit von der guten Lage – der Neobroker verdient beim Handel mit Aktien oder ETFs. Podzuweit hat die Firma 2014 zusammen mit Florian Prucker (43) gegründet und zu einem der wichtigsten europäischen Neobroker hochgezogen. Eine Million Menschen verwenden die App, 50 Milliarden Euro an Vermögen liegen auf den Kundenkonten der Münchner. Zu den Geldgebern des Fintechs zählen der Vermögensverwalter Blackrock und der Wagniskapitalgeber Balderton. Seit einigen Monaten besitzt das deutsche Fintech sogar eine Banklizenz.
Im Finance-Forward-Podcast sprechen wir mit den spannendsten Köpfen aus Fintechs, Banken und der Welt der Profi-Investoren. Kritisch, unabhängig, unterhaltsam.
Weiteren Aufwind erhofft sich Scalable Capital durch die Reform der Altersvorsorge. „Die großen Gewinner dieser Reform werden ohne Frage die Neobroker sein“, sagt Podzuweit selbstbewusst. Denn die Digitalbranche könne die staatliche geförderte Geldanlage besonders günstig und digital anbieten. Gleichzeitig wächst auf dem Markt die Konkurrenz durch
Player wie Trade Republicoder JP Morgan Chase – die Bank drängt
mit einem eigenen Digitalangebotauf den deutschen Markt.
Wie sieht der Firmenlenker die Konkurrenz? Wie will sich Scalable Capital behaupten? Und wie gut funktionieren Tagesgeld-Angebote, um Kunden anzuziehen? Darüber hat Erik Podzuweit im Finance-Forward-Podcast mit manager-magazin-Redakteur Caspar Schlenk gesprochen.
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