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China liefert zweite Solarspende an Kuba

Дата публикации: 11-08-2026 14:05:18

Kuba hat neue Unterstützung bei der Bewältigung der Energiekrise erhalten: Am vergangenen Freitag übergab Chinas Botschafter in Havanna, Hua Xin, eine zweite Spendencharge aus 5000 …
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Kuba hat neue Unterstützung bei der Bewältigung der Energiekrise erhalten: Am vergangenen Freitag übergab Chinas Botschafter in Havanna, Hua Xin, eine zweite Spendencharge aus 5000 Solarsystemen. Die Anlagen sollen auf alle 169 Gemeinden des Landes verteilt werden und abgelegene Haushalte im ländlichen Raum sowie Einrichtungen der Grundversorgung – darunter Gesundheitszentren, Notaufnahmen, Kindertagesstätten, Kinderheime und Bankfilialen – mit Solarstrom versorgen.

Leistungsstärkere Systeme

Die neue Charge unterscheidet sich technisch deutlich von der ersten Spende, die China im November 2025 geliefert hatte. Damals wurden 5000 Systeme mit einer Ausgangsleistung von jeweils 2 Kilowatt (kW) und vier Modulen à 630 Watt übergeben. Die nun gelieferten Anlagen verfügen über vier Module à 710 Watt und eine Ausgangsleistung von 3,6 kW – eine Steigerung um 80 Prozent gegenüber der Vorlieferung. Die Speicherkapazität beträgt 14,3 Kilowattstunden (kWh) pro Einheit und ist damit etwa doppelt so hoch wie bei den Vorgängersystemen.

Spezifikationen der neuen Spende im Vergleich zur vorangegangenen Lieferung (Quelle: CGTN)

Laut dem Fachblatt pv magazine entspricht die gesamte Lieferung in etwa einer verteilten Solarkapazität von rund 18 Megawatt (MW) und einer kombinierten Speicherkapazität von etwa 71,5 MWh.

Die Systeme sind netzunabhängig ausgelegt und sollen die Grundversorgung mit Strom auch bei Ausfällen des Stromnetzes aufrechterhalten. Der kubanische Stromversorger Unión Eléctrica hat die erste Lieferung von 5000 Systemen bereits installiert. Von diesen wurden 2671 Anlagen an als systemrelevant eingestufte Einrichtungen in den Gemeinden vergeben, weitere 2329 an abgelegene Haushalte – darunter einige, die zuvor überhaupt keinen Stromanschluss hatten.

Sechs Blackouts seit Januar

Botschafter Hua Xin bezeichnete die Lieferung als „Geschenk des chinesischen Volkes“ und erklärte, sie sei Teil der Belt-and-Road-Initiative sowie eine Geste anlässlich des bevorstehenden hundertsten Geburtstags von Fidel Castro. Peking werde Kuba auf dem Weg zur Energiesouveränität weiter unterstützen und gemeinsam an einer engeren Gemeinschaft mit geteilter Zukunft arbeiten, so Hua Xin.

Vizeministerpräsident Pérez-Oliva dankte der chinesischen Regierung für ihre fortgesetzte Unterstützung im Energiesektor und betonte deren besondere Bedeutung angesichts der schwierigen Lage des Stromsystems angesichts der anhaltenden US-Energieblockade. Stünden diese täglich zur Verfügung, würden die Stromausfälle nur noch drei statt 20 oder mehr Stunden dauern.

Kuba erlebt derzeit eine der schwersten Energiekrisen seiner Geschichte: 2026 kam es bislang zu sechs landesweiten Totalausfällen. Seit Jahresbeginn erreichte lediglich ein Öltanker die Insel. Schiffe, die Kuba auf dem Weltmarkt unter Vertrag genommen hatte, wurden von der US-Küstenwache abgefangen, was die Reserven zur Stromerzeugung über dezentrale Dieselgeneratoren massiv einschränkt. Die Folge sind tägliche Stromausfälle von 20 Stunden und mehr, zuletzt lag das Erzeugungsdefizit mit 2347 Megawatt deutlich über der Hälfte des Bedarfs.

Neue Gesetze sollen Ausbau erneuerbarer Energien ankurbeln

Zeitgleich mit der Übergabe der Solaranlagen traten zwei Verordnungen des kubanischen Finanzministeriums in Kraft, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördern sollen.

Resolution 179/2026, am 7. August 2026 im Amtsblatt veröffentlicht, ändert die im Mai erlassene Resolution 114/2026 ab. Sie legt eine einheitliche Einspeisevergütung von 90 kubanischen Pesos (CUP) pro kWh – umgerechnet etwa 11 Eurocent – für Stromeinspeisungen aus erneuerbaren Energien fest. Der Satz gilt jetzt unabhängig davon, ob der Erzeuger ein Privathaushalt oder ein gewerblicher Akteur ist, und unabhängig von der Tageszeit. Die Neuregelung erstreckt sich ausdrücklich auf alle erneuerbaren Quellen, darunter auch Biomasse und Windenergie.

Resolution 180/2026 erweitert die steuerlichen Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien. Die bestehenden Zollbefreiungen und Steueranreize für Photovoltaikanlagen und eine ganze Reihe weiterer erneuerbarer Energieausrüstung wurden bekräftigt und verlängert. Hierunter fallen: PV-Anlagen und deren Komponenten, Solarthermie-Anlagen, Solarpumpen, Kleinwindkraftanlagen, Biogasanlagen, solarbetriebene Beleuchtungs- und Klimaanlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie Anlagen zur Biomasseverarbeitung.

Darüber hinaus sieht die Resolution vollständige Steuerabsetzung für gemeinnützige Investitionen zum Aufbau und Instandhaltung erneuerbarer Energien vor, beispielsweise in Schulen oder Pflegeheimen, Wasserinfrastruktur, Straßenbeleuchtung, Mehrfamilienhäusern oder Haushalten mit Bewohnern, die auf elektrische Hilfsmittel angewiesen sind. Außerdem werden alle Waren im Bereich der erneuerbaren Energien, sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel für ein Jahr von der Umsatzsteuer befreit.

Selbstständige und Kleinunternehmer, die Solaranlagen für den Eigenverbrauch oder zur Netzeinspeisung installieren, werden wie gehabt für die gesamte Amortisationszeit – bis zu acht Jahre – in Höhe des Investitionswerts von der Einkommensteuer befreit, dasselbe gilt für juristische Personen bei der Gewinnsteuer.

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