Ricoh feiert das 30-jährige Bestehen seiner GR-Serie mit einer limitierten Sonderauflage der aktuellen GR IV.
Die Geschichte der GR-Reihe begann im Oktober 1996 mit der analogen Ricoh GR1. Schon damals setzte Ricoh auf eine Kombination aus kompakter Bauweise, schneller Reaktion und hoher Bildqualität – ein Konzept, das die Serie über mehrere Generationen hinweg besonders unter Street-, Reise- und Reportagefotografen etabliert hat. Die Jubiläumsausgabe greift deshalb bewusst Gestaltungselemente der ersten GR1 auf.
So erhalten Auslöser und rückwärtige Bedienelemente einen dunklen Silberton, der sich an der Oberfläche der GR1 orientiert. Hinzu kommt eine speziell gestaltete Objektivringkappe mit Diamantschliff. Sie nimmt das Design des Objektivbereichs der GR1 auf und reflektiert Licht nur bei eingefahrenem Objektiv, sodass während der Aufnahme keine zusätzlichen Reflexionen in Richtung Motiv entstehen sollen.
Zum Lieferumfang gehören außerdem eine gravierte Lederschlaufe, eine Metallabdeckung für den Blitzschuh sowie ein Set mit insgesamt 16 Pins. Vierzehn davon zeigen frühere GR-Modelle, zwei weitere tragen das Jubiläums- beziehungsweise GR-Logo. Hinzu kommt eine spezielle Abschaltgrafik der Kamera.
Technisch bleibt es bei der GR IVUnter der Oberfläche gibt es keine Unterschiede zur aktuellen GR IV. Herzstück ist ein rückwärtig belichteter APS-C-CMOS-Sensor mit rund 25,74 Megapixeln, kombiniert mit dem GR ENGINE 7. Die Empfindlichkeit reicht bis ISO 204.800. Aufgezeichnet werden JPEGs sowie 14-Bit-DNG-Dateien.
Das fest eingebaute 18,3 mm F2,8 GR-Objektiv entspricht einem Bildwinkel von 28 mm im Kleinbildformat. Die Konstruktion besteht aus sieben Elementen in fünf Gruppen. Für Fotografen, die enger arbeiten wollen, stehen Crop-Modi mit 35 mm beziehungsweise 50 mm Kleinbildäquivalent zur Verfügung; die verbleibende Auflösung beträgt dabei 15 beziehungsweise sieben Megapixel.
Die kamerainterne Fünf-Achsen-Stabilisierung soll nach CIPA-Messung bis zu sechs Blendenstufen in der Bildmitte beziehungsweise vier Stufen am Rand kompensieren. Gerade bei einer Kamera ohne Sucher und mit festem Weitwinkelobjektiv ist das für Available-Light- und Streetfotografie ein relevantes Ausstattungsmerkmal.
Ricoh gibt eine Startzeit von rund 0,6 Sekunden an. Der Hybrid-Autofokus kombiniert Phasen- und Kontrasterkennung; zusätzlich bleibt das für die GR-Serie charakteristische Snap-Focusing erhalten, bei dem voreingestellte Distanzen von 0,3 Metern bis unendlich direkt angewählt werden können.
Für den mobilen Einsatz interessant ist außerdem der ungewöhnlich große interne Speicher von rund 53 GB, der laut Ricoh für etwa 1.000 RAW-Aufnahmen beziehungsweise rund 3.500 JPEGs reicht. Zusätzlich steht ein microSD-Kartenplatz zur Verfügung. Der neue 1.800-mAh-Akku soll rund 250 Aufnahmen ermöglichen.
Jubiläum statt technisches UpgradeFür Fotografen ist damit klar: Die 30th Anniversary Edition ist kein technisch erweitertes Sondermodell, sondern eine Sammler- und Jubiläumsversion der GR IV. Sensor, Objektiv, AF, Bildstabilisierung und Bedienkonzept bleiben identisch. Der Mehrwert liegt in der Gestaltung, dem Zubehör und der auf 6.000 Exemplare begrenzten Verfügbarkeit.
Das passt allerdings durchaus zur Geschichte der GR-Serie. Ihre Attraktivität lag nie in langen Ausstattungstabellen, sondern in einer sehr konsequenten Reduktion: Festbrennweite, APS-C-Sensor, kompakte Abmessungen und eine Bedienung, die auf schnelle Aufnahmebereitschaft ausgelegt ist. Gerade in der Street- und dokumentarischen Fotografie hat sich daraus über drei Jahrzehnte eine ungewöhnlich eigenständige Kamerakategorie entwickelt.
Die RICOH GR IV 30th Anniversary Edition ist ab 21. Oktober 2026 für 1.699,99 Euro erhältlich.
https://ricohgr.eu/pages/gr-30th-anniversary
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